Fotoausstellung „Auf den Spuren Katharinas“ aus Puschkin 2019 im Schloss Zerbst

Fotoausstellung „Auf den Spuren Katharinas“ aus Puschkin 2019 im Schloss Zerbst

Annegret Mainzer, Zerbst

Vom 08.-12- November weilten Dirk Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Zerbst e.V., und Vereinsmitglied Annegret Mainzer, die als Dolmetscherin fungierte, auf Einladung von Olga Taratynova, der Direktorin des Staatlichen Museumsreservats Zarskoje Selo, zu einem Arbeitsbesuch in Puschkin/St. Petersburg, seit 1994 Partnerstadt von Zerbst/Anhalt.

alle am Ausstellungsprojekt Beteiligten

Von Anfang Juni bis zum 30. September 2019 wird in Zerbst/Anhalt, wo die russische Zarin Katharina II. einen Teil ihrer Jugend verbrachte, eine Fotoausstellung mit Ansichten von Zarskoje Selo unter dem Titel Auf den Spuren Katharinas stattfinden.

Eine entsprechende Vereinbarung darüber schlossen kürzlich das Staatliche Museumsreservat Zarskoje Selo und der Förderverein Schloss Zerbst e.V. ab. Unterzeichnet wurde sie von Museumsdirektorin Olga Taratynova und dem Vorsitzenden des Fördervereins Dirk Herrmann.

Vertragsunterzeichnung

Die geplante Ausstellung zeigt 26 Darstellungen, unterteilt in 13 Bildpaare. Jeweils zwei Fotokopien zeigen historische Aquarelle und Stiche aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie zum Vergleich zeitgenössische Fotografien von ein und denselben Plätzen und Gebäuden in Zarskoje Selo.

Unter den historischen Darstellungen sind Stiche von Alexey Grekov und Michail Machaev wie Die Eremitage in Zarskoje Selo (1759), von Johann Meyer Ansicht der Cameron-Galerie in Zarskoje Selo (1793), Guache von Alexander Sacharov Ansicht der Insel auf dem großen See in Zarskoje Selo (nach 1771).

Für uns ist es eine große Ehre, mit solch einem berühmten Museum wie dem Katharinapalast in Zarskoje Selo, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, zusammenzuarbeiten. Mit dieser Ausstellung möchten wir den Menschen zeigen, wie schön Zarskoje Selo ist, aber auch welchen hohen Stellenwert Kultur und Kunst in Petersburg und Russland einnehmen. Die Besucher können in der Ausstellung sehen, welche Veränderungen sich in Zarskoje Selo vollzogen haben“, äußerte Dirk Herrmann. Zugleich stelle die geplante Ausstellung einen guten Beitrag des Fördervereins Schloss Zerbst e.V. zum 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Puschkin und Zerbst sowie zum 290. Geburtstag von Katharina II., einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst, dar, sind sich Mainzer und Herrmann einig. Beide Jubiläen werden im Jahr 2019 begangen.

Während meines Aufenthaltes in Zerbst war ich sehr beeindruckt von der gigantischen Arbeit, die die Mitglieder des Fördervereins und die Zerbster beim Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Flügels leisten. Das nötigt uns Respekt ab und erfordert ernsthafte wissenschaftliche Arbeit. Ich hoffe, dass nach dieser Ausstellung noch weitere gemeinsame Projekte folgen“, wertschätzte Museumsdirektorin Olga Taratynova die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder des Fördervereins Schloss Zerbst e.V.. Im Verlaufe des Arbeitsgespräches informierte Dirk Herrmann ebenfalls über die zurzeit am Schloss Zerbst laufende Baumaßnahme.

zurzeit laufende Bauarbeiten am Schloss Zerbst

Die Gäste aus Zerbst hatten die Möglichkeit, sich bei einer Führung durch den Katharinapalast und durch die vor Kurzem wiedererrichteten Achatzimmer davon zu überzeugen, dass es auch 74 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges keinen Stillstand bei der Wiederherstellung der einst zerstörten Räumlichkeiten gibt. Ein besonderes Erlebnis war für Annegret Mainzer und Dirk Herrmann die Besichtigung der in Restaurierung befindlichen Palastkirche. Baugerüste besteigend, konnten sie den Restauratoren vor Ort über die Schultern schauen und Erfahrungen austauschen.

Des Weiteren gab es eine Begegnung der Zerbster Delegation mit Vertretern der Puschkiner Stadtverwaltung, sie trafen Katharina Kovalenko, 1. stellvertretende Bürgermeisterin, der auch das Kulturamt untersteht, den Kulturamtsleiter Sergey Nikitin und Svetlana Tkatscheva, die Verantwortliche für internationale Beziehungen.

Treffen mit Vertretern der Puschkiner Stadtverwaltung

Während Annegret Mainzer über die für das Jahr 2019 geplanten Aktivitäten der Stadt Zerbst/Anhalt hinsichtlich des 25-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums informierte, berichtete Dirk Herrmann über den Fortschritt bei den am Schloss Zerbst laufenden Bau- und Sicherungsmaßnahmen sowie über die bevorstehende Zusammenarbeit mit dem Katharinapalast in Puschkin. Zudem wurden offizielle Grußadressen der sowohl des Zerbster wie auch des Puschkiner Stadtoberhauptes ausgetauscht.

Zerbst, den 19. November 2018

Fotos: Katharina Vysotzkaya, Annegret Mainzer

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September 2017: Premiere des Musicals „Fieke“ in Zarizyno bei Moskau

September 2017: Premiere des Musicals „Fieke“ in Zarizyno bei Moskau

Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst: „Die Zeit diktiert ihre Interessen“

Annegret Mainzer, Zerbst

Am 16. September d.J. fand im Park von Zarizyno bei Moskau das vom Internationalen Verband Deutsche Kutur (IVDK) organisierte Festival der Balltraditionen zur Zeit von Zarin Katharina II. statt.

Besondere Programmpunkte dieses herbstlichen Freiluftfestivals bildeten u.a. öffentliche Tanzlektionen, in denen Interessierte jeglichen Alters sich in Etiketten und Tänzen zur Zeit des Barock ausprobieren konnten, und auch nicht unerwähnt sollten die professionellen akrobatisch choreografierten Vorführungen mit gefährlich klingenden Degen a la les trois mousquetaires bleiben.

                

Doch den absoluten Höhepunkt des diesjährigen Open-Air-Festivals in Zarizyno stellte die Premiere des Musicals Fieke dar, das die Frage >Wie wurde aus der kleinen Fieke die große Katharina?< thematisiert. Bereits einige Zeit zuvor war die Musicalpremiere in verschiedenen sozialen Netzwerken und deutschen sowie russischen Medien angekündigt worden.

Besucher auch aus Zerbst/ Anhalt

Auch Annegret Mainzer und Dirk Herrmann von Katharina-und Schlossverein in Zerbst/Anhalt, die im Rahmen des 3. Großen Katharinaballs in Moskau weilten, waren unter den zahlreichen Zuschauern im Park von Zarizyno. Noch vor Vorstellungsbeginn trafen sie auf Elena Eliseeva und Ivan Zolotuchin, die kindlichen Darsteller von Fieke und Peter. Die zwei jungen Darsteller ließen sich auch nicht lange zu einem gemeinsamen Foto mit den Gästen aus der deutschen Heimat von Katharina II. bitten.

v.l.n.r.: Dirk Herrmann, Elena Eliseeva, Ivan Zolotuchin, Annegret Mainzer

Zahlreiche Besucher– jung wie alt- standen erwartungsvoll und dicht gedrängt sowie mit Kameras und Smartphones bestückt an der Bühne, um interessiert das Musical Fieke zu verfolgen.

Sehr ausdrucksstark und effektvoll – die Musik. Imposant, gewaltig und markant – die Stimmen. Groß und typisch russisch-pathetisch – die Worte. Praktikabel-tanzbar – die Kostüme. Spartanisch und transparent – das Bühnenbild.

Jedoch, unvergesslich und bleibend – der Eindruck!

Die Darstellerinnen und Darsteller

Die in Alma-Ata geborene und im klassischen Gesang ausgebildete Schauspielerin Irina Lindt mit deutschen Wurzeln, Regisseurin des Musicals Fieke und Darstellerin von Zarin Elisabeth Petrowna, ist in der Moskauer und russischen Theater-und Filmlandschaft keine Unbekannte. Ihre Stimmgewalt füllt würdevoll den Bühnenraum aus, wie es sich für eine Zarin gebührt.

            

Eine weitere Darstellerin im Musical Fieke ist Anna Bagmet, die die Rolle der ehrgeizigen und geltungsbedürftigen Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst verkörpert. All ihre Gestik und Mimik, ihr voller Stimmeinsatz auf der Bühne überzeugten die Zuschauer vom Streben der Zerbster Fürstin nach Höherem, von ihren hochfliegenden Plänen für ihre Tochter Fieke. „Die Zeit diktiert ihre Interessen“ („Время диктует свои интересы“) – so rechtfertigt Johanna Elisabeth alias Anna Bagmet im Musical Fieke ihr Handeln. Zweifelsfrei brilliert die theater-und filmerfahrene Anna Bagmet in der Rolle der Mutter der Zerbster Fürstentochter Fieke.

             

Das Pendant dazu bildet Fürst Christian August von Anhalt-Zerbst, Vater von Fieke, dargestellt von Alexander Kolzov. Sehr ergreifend und überzeugend die Szene des Abschiednehmens von Tochter Fieke. Sein fein nuancierter Stimmeinsatz, seine pointengenaue Gestik und Mimik in dieser Szene zeugen von Alexander Kolzovs hohem Empathievermögen. Auch Anna Glaube, Darstellerin der vierzehnjährigen Fieke, wirkte auf der Bühne mit all ihrem jugendlichen Übermut und Abschiedsschmerz sehr glaubwürdig.

                                     

Das Zusammenspiel der Solistinnen und Solisten mit den Damen und Herren vom Ballett des Moskauer Musicaltheaters war erstklassig professionell und harmonisch.

Mit einem Koffer voller unauslöschlicher positiver Eindrücke und Ideen für das Jahr 2018 fuhren Annegret Mainzer und Dirk Herrmann zurück nach Zerbst/Anhalt. Und vielleicht macht das Musical Fieke in naher Zukunft auf dem Hof des Schlosses Zerbst halt?

Zerbst, den 05.Oktober 2017

Родовой замок Екатерины II в фокусе посольства РФ, земельного министеpства и фонда охраны памятников

Родовой замок Екатерины II в фокусе посольства РФ, земельного министеpства и фонда охраны памятников

Открытие выставки «Вот, какое ценное наследие! -памятники архитектуры в Германии» в Цербстском замке

Аннегрет Майнцер, Цербст

На торжественную церемонию открытия передвижной выставки «Вот, какое ценное наследие! -памятники архитектуры в Германии» в Цербстском замке, инициатором которой является Немецкий фонд охраны культурных и исторических памятников, прибыл ряд высокопоставленных гостей. Открытие выставки было связано с одновременным открытием недавно восстановленных помещений на верхнем этаже Цербстского замка, в котором российская императрица Екатерина Великая, урожденная принцесса Ангальт-Цербстская, провела свое отрочество.

В список почетных гостей были включены Алена Гавриленко, атташе по культуре посольства Российской Федерации в Берлине; д-р Себастьян Путц, госсекретарь министерства регионального развития и транспорта федеральной земли Саксония-Ангальт; Уве Щульце, глава местного управления района Ангальт-Биттерфельд; д-р Роземарии Вилькен, член совета Немецкого фонда охраны культурных и исторических памятников, и много другие.

Д. Херманн, А. Диттманн, А. Гавриленко, Р. Вилькен, С. Путц, У. Щульце

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