В замке Дорнбург прошел премьерный показ фрагментов из оперы «Екатерина — немецкая императрица»

В замке Дорнбург прошел премьерный показ фрагментов из оперы «Екатерина — немецкая императрица»

Аннегрет Майнцер, Цербст

Уже в 2010 г. немецкому оперному певцу и композитору Стефан Винцберг пришло в голову написать оперу под названием «Екатерина — немецкая императрица». В опере рассказывается о жизни и правлении российской императрицы Екатерины Великой, урожденной принцессы Ангальт-Цербстской. Стефан Винцберг сочиняет музыку этой оперы и пишет либретто к ней.

https://www.stiftung-vinzberg.berlin/

Для того, чтобы осуществить свой оперный проект, Стефан Винцберг в 2017 г. основал не только культурный фонд, он также установил контакт с мэрией г. Цербст/Ангальт, с правлениями действующих в городе некоммерческих организаций, как Международное историческое общество «Екатерина II» и общество «Замок Цербст».И он постоянно старается найти партнеры в России.

Когда Стефан Винцберг неоднократно посещал родовой замок Екатерины II в г. Цербст/Ангальт, у него возникла идея проведения возможного замкого музыкального фестиваля, потому что он считает Цербстский замок уникальной сценой для постановки своей оперы.

введение в оперу С. Винцбергом

22 сентября с.г. Стефан Винцберг приглашал в расположенный на реке Эльбы замок Дорнбург на премьерный показ фрагментов из своей оперы «Екатерина — немецкая императрица». Ок. 75 заинтересованных гостей пришли на концерт. Среди них были Андреас Диттманн, мэр г. Цербст/Ангальт, Антье Ром, начальник отдела культуры Цербстской городской администрации и Иоганна Людеке и Аннегрет Майнцер, представители правления Международного исторического общества «Екатерина II, и новоизбранная принцесса Ангальт-Цербстская Фридерике Бекк.

Находясь под сильным впечатлением его посещения Большого Екатерининского Бала в Москве в прошедшие выходные, Цербстский мэр Андреас Диттманн в своем приветствии указал на то, что опера «Екатерина — немецкая императрица», принадлежащая перу Стефана Винцберга, имеет потенциал, чтобы стать новым ведущим культурным мостом между Германией и Россией.

сцена в Цербстском замке

Композитор Стефан Винцберг рассказал своей аудитории, что он сначала работал над заключительным дуэтом Екатерины II и Григории Потемкина. Хотя Потемкин умер уже в 1791 г., т. е. на 5 лет раньше, чем Екатерина II. В опере Винцберга, они встречаются опять в последний день ее жизни.

заключительный дуэт Екатерины II и Потемкина

Другие ключевые сцены оперы «Екатерина — немецкая императрица», показанные в этот вечер, происходят в Цербстском замке и в замке в Берлине, у прусского короля Фридриха II, в 1743/1744 годах.

Для участия в премьерном показе отдельных сцен оперы автору удалось привлечь первоклассных профессиональных певцов и актеров, например из Берлина, Дрездена, Магдебурга и Галле.

Завершился премьерный показ фрагментов из своей оперы «Екатерина — немецкая императрица» длительными и бурными овациями публики. Слушатели стоя аплодировали создателю оперы и всем артистам.

Цербст, 25 сентября 2018 г.

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Schloss Dornburg/Elbe: Katharina-Oper als deutsch-russische Kulturbrücke

Schloss Dornburg/Elbe: Katharina-Oper als deutsch-russische Kulturbrücke

Annegret Mainzer, Zerbst

Der in Berlin lebende Sänger und Komponist Stefan Vinzberg trage sich schon seit etwa dem Jahr 2010 mit dem Gedanken, eine Oper zu schreiben, in der es um die russische Zarin Katharina II., eine geborene Prinzessin von Anhalt-Zerbst, gehe, ließ er im Gespräch mit russianhalthistory wissen. Deshalb suchte er Kontakt zur Stadtverwaltung Zerbst/Anhalt, insbesondere zum Bürgermeister Andreas Dittmann, zum dortigen Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. und zum Förderverein Schloss Zerbst e.V., denn Stefan Vinzberg versucht, so eine Art „Zerbster Schlossfestspiele“ ins Leben zu rufen. Ein hehres Ziel, das zahlreiche helfende Partner deutschlandweit wie auch vor Ort in Anhalt braucht und vor allem eine solide finanzielle Grundlage. Außerdem sucht Vinzberg auch Partner und Unterstützung in Russland. Um sein Projekt der Oper Katharina – die deutsche Zarin zu realisieren, gründete Stefan Vinzberg im Jahr 2017 auch eine Stiftung.

Am 22. September d.J. war es dann soweit, Stefan Vinzberg und seine Mitstreiter luden ins Schloss Dornburg/Elbe zur Präsentation der ersten Sequenzen der Oper Katharina – die deutsche Zarin ein. Das in der Mitte des 18. Jahrhunderts nach Plänen des Baumeisters Friedrich Joachim Michael Stengel (1694-1787) errichtete Schloss Dornburg sollte einst der Witwensitz der Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst, der Mutter von Zarin Katharina II. werden. Zudem war Dornburg der Geburtsort des Fürsten Christian August von Anhalt-Zerbst, des Vaters der Zarin. Somit bildete Schloss Dornburg an der Elbe eine gute Wahl, um erste Szenen aus der Oper Katharina – die deutsche Zarin zu präsentieren.

Einführung durch Stefan Vinzberg

Gut 70 Interessierte waren der Einladung von Stefan Vinzberg auf Schloss Dornburg gefolgt. Unter ihnen Andreas Dittmann, Bürgermeister in Zerbst/Anhalt, und seine Kulturamtsleiterin Antje Rohm, Johanna Lüdecke und Annegret Mainzer vom Vorstand des Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V., Egbert Platte und Stefan Schüler vom Vorstand des Stengel- und Heimatvereins Dornburg/Elbe e.V. sowie die im Mai d.J. gewählte Prinzessin von Anhalt-Zerbst alias Friederike Beck. Auch Gäste aus Eutin, Berlin und Potsdam waren angereist. Ein weiterer Gast war Prinz Karl-Emich zu Leiningen, ein Nachfahre der Romanows.

Ein Grußwort des Abends kam vom Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann, der eine Woche zuvor noch am 4. Großen Katharinaball in Moskau teilgenommen hatte und unter diesem Eindruck stehend, davon sprach, dass die Oper Katharina – die deutsche Zarin durchaus ein wichtiges Bindeglied zwischen Deutschland und Russland seien könne und insbesondere für Anhalt eine enorme Chance darstelle.

Im ersten Teil des Abends gab der Komponist und Texter Stefan Vinzberg einige Fakten aus seinem Schaffen preis, so fühlte er sich bereits seit 1991 mehr als Produzent denn als Reproduzent. „Als Sänger singt man meist das, was schon da ist. Es ist auch wichtig, neue Musik zu schaffen“, so Vinzberg. Des Weiteren berichtete er von den „offenen Türen“, auf die er mit seiner Idee in Zerbst/Anhalt traf, obwohl der „große Investor“ fehle. Inspiriert wurde Vinzberg auch durch den noch vorhandenen Ostflügel des Zerbster Schlosses und den Schlosshof, was er als „unglaubliche Kulisse“ für eventuelle künftige Schlossfestspiele bezeichnete.

Musikalischer Leiter udn Chor

Der zweite Teil des Abends war geprägt von der Präsentation einzelner Szenen aus der Oper Katharina – die deutsche Zarin. Szenen, die im Schloss Zerbst, bei Friedrich II. in Berlin und im Sterbezimmer Katharinas II. spielen, wurden gelesen und gesungen. Um diese Szenen dem interessierten Publikum vorzustellen, hatten Stefan Vinzberg und sein musikalischer Leiter, der Dirigent und Opernregisseur Jan Michael Horstmann aus Wuppertal, ausschließlich professionelle und bühnenerfahrene Sänger- und SchauspielerkollegInnen gewinnen können.

Mitwirkende:

Guido Kunze (Bariton, Berlin) – Christian August von Anhalt-Zerbst u. Heinrich von Podewils

Jennifer Riedel (Koloratursopran, Dresden) – Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst

Julia Danz (Lyrischer Sopran,Dresden)- Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst

Kathrin Duschek (Sopran, Dresden) – Friedrich August von Anhalt-Zerbst

Undine Dreißig (Mezzosopran, Magdeburg)- Mamsell Cardel

Anna Erxleben (Sopran, Dresden) – Katharina II. von Russland.

Stefan Vinzberg (Tenor, Berlin) – Grigori A. Potjomkin u. Hans G. Wenzeslaus vonKnobelsdorff

Joachim Assböck (Schauspieler, Berlin) – Friedrich II. von Preußen

Jan Michael, Horstmann (Dirigent, Regisseur,Wuppertal)- musikalische Leitung u. Marschall Graf Heinrich IX. v. Reuß-Köstritz

Mitglieder des Extrachores der Oper Halle (Organisation Astrid Weiske)

gesungenes Familientreffen im Schloss Zerbst, 1743

Die kraftvollen und teilweise fast düsteren Anfangstöne der Ouvertüre ließen gleich zu Anfang erahnen, dass hier ein sehr konfliktgeladener Stoff musikalisch umgesetzt wird. Die gesungenen Szenen im Schloss Zerbst 1743, in denen sich die Zerbster Fürstenfamilie trifft, bringen durch Text und Musik sehr deutlich zum Ausdruck, dass die Zerbster Fürstin Johann Elisabeth stets ihre Söhne bevorzugte und ihre Tochter Sophie, die spätere Zarin, sich  zurückgesetzt fühlte. „Nie hast du mich zu Bett gebracht, nie ein Gedicht gelesen ..- der Grund dafür blieb mir stets verborgen… .“, beklagt sich Sophie. Ihr Kindermädchen Cardel mahnt die junge Zerbster Prinzessin stets zu „Sanftmut und Demut“, woraufhin diese mit der Frage „ Wie überwindet man die Natur?“ pariert.

gesungener Wortwechsel zwischen Sophie und ihrer Mutter

Die Szenen mit Preußenkönig wurden ausschließlich gesprochen. In seinen möglichen Texten, die Vinzberg zufolge die Chance haben, in der Endfassung der Oper wegzufallen, gekürzt oder vertont zu werden, zeigen sehr deutlich, wie der Preußenkönig über die Zerbster Fürstin Johanna Elisabeth dachte, nennt sie unverblümt eine „ehrgeizige Zicke“ und „putzsüchtiges Weib“.

Das Finale der Oper Katharina – die deutsche Zarin gipfelt in einem Duett von Katharina II. und ihrer großen Liebe Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, der jedoch schon fünf Jahre vor ihr starb. Doch mit dem Recht auf künstlerische Freiheit bringt Vinzberg in seiner Schlussszene Katharina II. und Potjomkin an ihrem Sterbetag noch einmal zusammen. „Die Masken fallen im Novembernebel …“ singen beide und entrücken zusehends der realen Welt. „Jetzt bleibst du hier, ich schicke dich nicht mehr fort“ – mit diesen Worten entschläft die große Zarin in der Gewissheit, nun ihrer Lebensliebe nah zu sein. Im Vorfeld hatte Stefan Vinzebrg bekannt, dass diese finale Szene, die er als „Wahnsinnsszene“ in aller Zweideutigkeit des Wortes bezeichnete, der Teil der Oper war, den er zuerst bearbeitete.

Schlussszene Duett Katharina und Potjomkin

Nicht nur der Urheber der Oper Katharina – die deutsche ZarinStefan Vinzberg – auch alle Mitwirkenden erfuhren an diesem Abend im Dornburger Schloss langanhaltenden Beifall, sofortige Bravo-Rufe und standing ovation.

Nach dieser ersten Präsentation, so Vinzberg, sei geplant, diese Szenen mit orchestraler Begleitung einzuspielen., jedoch sei man dabei auch auf Sponsoren angewiesen.

https://www.stiftung-vinzberg.berlin/

Musik verbinde die Menschen, Musik bringe auch Frieden – mit diesen Worte verabschiedete Stefan Vinzberg seine Gäste und gab gleichzeitig einen hoffnungsvollen Ausblick, dass zurzeit die Chancen nicht schlecht stünden, im Schloss Dornburg eine hochschulmusikalische Ausbildungsstätte zu etablieren, was auch Wolfgang Keilholz, einer der neuen Besitzer von Schloss Dornburg, in seinen Begrüßungsworten anklingen ließ.

Zerbst, 23. September 2018

Dornburg a.d.Elbe – 2017: Festakt anlässlich 20 Jahre Stengel-Gesellschaft Dornburg/Elbe e.V.

Dornburg a.d.Elbe – 2017: Festakt anlässlich 20 Jahre Stengel-Gesellschaft Dornburg/Elbe e.V.

Annegret Mainzer, Zerbst

Am frühen Abend des 07. Oktober d.J. waren das Foyer sowie der Gartensaal des Schlosses Dornburg an der Elbe hell erleuchtet, wurden doch Gäste anlässlich des Festaktes zum 20-jährigen Bestehen der StengelGesellschaft Dornburg/Elbe e.V. erwartet und mit einem Glas Sekt durch den Vereinsvorsitzenden Egbert Platte persönlich begrüßt.

Gekommen waren nicht nur die lokalen VIPs wie Dr. Steffen Burchhardt, Landrat des Landkreises Jerichower Land, und Jens Hünerbein, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Gommern. Zu den Gratulanten gehörten auch Vertreter befreundeter Vereine wie des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. und des thüringischen Vereins „Christiane Eleonore von Zeutsch“.

Vertreter der Stengel-Gesellschaft, des Katharinavereins Zerbst und des Zeutsch-Vereins
Vereinsvorsitzender Egbert Platte hält den Rückblick

In seinem Rückblick erinnerte Vereinsvorsitzender Egbert Platte an die die Vereinsgründung und Vereinsarbeit prägenden Persönlichkeiten wie an den Nestor der Stengelfreunde, den Dornburger Lehrer, liebevoll Kantor genannt, Erhard Micklisch (†2006), auf dessen unermüdlich permanentes Insistieren so manche Maßnahme zur Erhaltung des bis heute verwaisten Schlosses Dornburg zurückgeht. „Egal, ob Dr. Wolfgang Böhmer, Dr. Rainer Höppner oder Dr. Reiner Haseloff – Erhard Micklisch schaffte es, dass fast alle Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts einmal nach Dornburg ins Schloss kamen,“ würdigt Egbert Platte das Wirken von Erhard Micklisch.

Vereinsnestor Erhard Micklisch

Wie das Schloss Dornburg auf eine ereignisreiche Bau- und Nutzungsgeschichte zurückblicken kann, so verhält es sich auch mit der Vereinsgeschichte der StengelGesellschaft Dornburg/Elbe e.V.. Mit vielfältigen Veranstaltungen wie Schlossfeste, Schlossöffnungen und Vorträgen versuchten die Stengelfreunde von Anbeginn ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit an, die Aufmerksamkeit auf die Probleme um die Erhaltung und künftige Nutzung des Schlosses Dornburg zu lenken. Eine wesentliche Rolle spielten dabei wissenschaftliche Symposien. In diesem Zusammenhang vergegenwärtigte Egbert Platte noch einmal die Bedeutung des Fundes der Baupläne für Schloss Dornburg, die der Moskauer Professor Georgi Smirnow in der Grafischen Sammlung der Westeuropa-Abteilung der St. Petersburger Eremitage fand und sie auf dem Symposium 2002 in Dornburg präsentierte.

Symposium 2002: Gespräch zwischen der damaligen Vereinsvorsitzenden Annegret Mainzer u. Prof. Georgi Smirnow

Auch erwarb die Stengel-Gesellschaft die Diplomarbeit von Anja Riemann zu den Dornburger Gärten, die von der Bernadotte-Stiftung auf der Insel Mainau mit einer Goldmedaille bedacht wurde.

Auch den fast nicht zu bewältigenden Strom von interessierten Besuchern im Schloss Dornburg an den ersten Tagen des offenen Denkmals führte der Vereinsvorsitzende den Anwesenden nochmals vor Augen. Mit einem Augenzwinkern berichtete er davon, dass seinerzeit angereiste Kunsthistoriker >not amused< waren, dass am Stengel-Schloss rote Werbebanner der Sparkasse, einer der ersten Förderer der Stengel-Gesellschaft, hingen. Bereits bei der ersten Schlossöffnung geriet die Dornburger Dorfjugend in Aufgregung, denn der 270 Seelen zählende Ort wurde aufgrund eines Staus zwischen Prödel und Dornburg in den SAW-Verkehrsnachrichten erwähnt, berichtete schmunzelnd der Vereinschef. 

In seiner Retrospektive verwies Egbert Platte auch darauf, dass das Vereinsleben auch das Dorfleben beeinflusste. So werden stets vom aktiven Vereinsmitglied Stefan Schüler mit sehr viel Akribie sogenannte Plauderabende vorbereitet, deren Themen sowohl die Schlossgeschichte wie auch die des Dorfes betreffen. Aber auch die Zusammenarbeit mit der Theatergrupe Bühnchen sellt eine tragende Säule der Vereinsarbeit dar, so Vereinschef Platte.

So weit es möglich sei, fuhr der Vereinsvorsitzende fort, unterstütze die Stengel-Gesellschaft stets auch andere Projekte in Dornburg, als Beispiele dafür seien die Sanierung der Kirche, Kirchturmuhr und Sperling-Orgel genannt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausführungen von Egbert Platte bildete die Erinnerung an die unterschiedlichen Versuche, Schloss Dornburg einer langfristigen Nutzung zuzuführen. Auch dabei galt es, die Spreu vom Weizen zu trennen, denn nicht jeder vermeintliche Investor war seriös. In dieser Hinsicht ist zu sagen, dass Schloss Dornburg bis heute zum Verkauf steht. Egbert Plattes Informationen zufolge gebe es zurzeit einen ernstzunehmenden aussichtsreichen Kaufinteressenten, aber in solche Verhandlungen werde der Verein nicht unbedingt miteinbezogen.

Musikalisch umrahmt wurden die Ausführungen des Vereinsvorsitzenden durch Darbietungen von Gesangsstücken wie Süße Stille, sanfte Quelle und Flammende Rose, Zierde der Erden, die aus der Feder von Georg Fiedrich Händel stammen, dargeboten von der Magdeburger Opern-und Konzertsängerin Ulrike Vellmer, begleitet am E-Piano von Istvan Visontay.

Bevor sich die Gäste zu Erinnerungen und Gesprächen ans Buffet zurückzogen, gratulierte Annegret Mainzer in Personalunion, d.h. als einstige Vorsitzende der Stengel-Gesellschaft Dornburg/Elbe e.V. und heutiges Vorstandsmitglied des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. den Stengelfreunden zu ihrem bisherigen Durchhaltevermögen und stellte wieder künftige gemeinsame Projekte in Aussicht.

Gratulation durch Annegret Mainzer

 

https://russianhalthistory.wordpress.com/2014/07/27/schloss-dornburg/

Zerbst, den 08.Oktober 2017

Vorgestellt: Romane von Eva Stachniak über Zarin Katharina die Große von Russland

Vorgestellt: Romane von Eva Stachniak über Zarin Katharina die Große von Russland

Katharina II. zu Pferde in Uniform der Leibgarde, von V. Eriksen (1722- 1782), um 1762
Katharina II. zu Pferde in Uniform der Leibgarde, von V. Eriksen (1722- 1782), um 1762

Link zur Rezension zum Roman “ Der Winterpalast“  von Eva Stachniak

https://bestsellerliste.wordpress.com/2013/12/15/der-winterpalast-eva-stachniak-rezension/

Zerbster Prinzessin Sophie, später Zarin Katharina II., verlässt Zerbst
Zerbster Prinzessin Sophie, spätere Zarin Katharina II., verlässt Zerbst
Blick auf den Winterpalast
Blick auf den Winterpalast

Link zur Rezension zum Roman “ Die Zarin der Nacht“ von Eva Stachniak

https://bestsellerliste.wordpress.com/2014/03/08/die-zarin-der-nacht-eva-stachniak-rezension/

Grabstätte Katharinas II. in der Peter und Paul Festung in Petersburg
Grabstätte Katharinas II. in der Peter und Paul Festung in Petersburg

Autorin der Rezensionen: Annegret Mainzer, Zerbst

 

 

13-jähriger Gymnasiast kämpft für Katharina- Denkmal in seiner Heimatstadt Twer

13-jähriger Gymnasiast kämpft für Katharina- Denkmal in seiner Heimatstadt Twer

Denkmal für Katharina II. in Zerbst/ Anhalt mit Blick auf elterliches Schloss
Denkmal für Katharina II. in Zerbst/ Anhalt mit Blick auf elterliches Schloss

Dass Teenager Interesse an der Historie ihrer Heimatstadt bzw. heimatlichen Region zeigen, ist in unserer durch Computerspiele und andere digitale Medien geprägten Welt wohl eher die Ausnahme. Davon zeugt auch das oft relativ hohe Durchschnittsalter der Mitglieder zahlreicher heimatkundlich bzw. historischer orientierter Vereine in Deutschland.
Auf die Frage nach den Ursachen für die Entwicklung vermag ich an dieser Stelle auch keine definitive Antwort zu geben. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass zwei Faktoren eine wesentliche Rolle spielen, um das Interesse junger Menschen an der Heimatgeschichte bzw. für die Geschichte im Allgemeinen zu wecken: die Vorbildrolle des Elternhauses und der Geschichtsunterricht in der Schule.
Durch zahlreiche private und auch dienstliche Aufenthalte in Russland und in der Ukraine konnte ich hautnah erleben, dass dort die Auseinandersetzung mit der Historie und der damit verbundene Stolz auf die Heimat, d.h. der Patriotismus einen sehr hohen Stellenwert auch bei den jungen Menschen besitzen. Manchmal jedoch, gebe ich zu, hat diese Erziehung für mich einen etwas bitteren Beigeschmack, z.B. als ich nämlich in einem Moskauer Freizeitzentrum für Kinder und Jugendliche in Vitrinen ausgestellte Uniformen und Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg erblickte. Ohne Zweifel rechtfertigen die von den Menschen in der damaligen Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges erbrachten Opfer eine starke Identifizierung mit diesem Teil ihrer Geschichte, aber ein „ Aber“ bleibt in mir bei mancher Art der Geschichtsaufarbeitung. Wie jede Medaille birgt auch das Thema „ Heimatgeschichte“ zwei Seiten.

So war ich wiederum nicht überrascht, als ich auf der Webseite TVERLIFE.RU las, dass im Herbst letzten Jahres ein dreizehnjähriger Gymnasiast einen Brief an das Stadtoberhaupt der ca. 400 000 Einwohner zählenden Stadt Twer verfasst hatte, in dem er die Bitte äußerte, in dem erst kürzlich wiederhergestellten kaiserlichen Reisepalast seiner Heimatstadt, ein Denkmal für Zarin Katharina II. aufzustellen. In der Begründung des Schülers ist zu lesen, dass Katharina die Stadt Twer sehr geliebt habe und die Stadt der Monarchin sehr verpflichtet sei. Nach dem Brand 1763 sei die Stadt zu 80 Prozent zerstört gewesen. Hätte Katharina II. nicht große Summen für den Wiederaufbau zur Verfügung gestellt, hätte Twer nie eine Rolle in der Geschichte Russlands gespielt, so die Ausführungen des Twerer Schülers. Nachweislich gab Katharina II. die Anweisung, aus der Staatskasse 200 000 Rubel für den Bau von Wohnhäusern und nochmals 50 000 Rubel für das Decken beschädigter Dächer nach Twer zu schicken. Nach dem Willen der Zarin sollte Twer nun als eine typische europäische Stadt wiederaufgebaut werden. Schon im Jahr 1762 auf dem Weg zu ihrer Krönung nach Moskau hatte Katharina II. der Stadt Twer einen Besuch abgestattet. 1775 beehrte sie Twer erneut mit einer Visite
Angetan von dieser Bitte dieses Twerer Gymnasiasten, schrieb ich an die Redaktion von TVERLIFE.RU über unsere Aktivitäten rund um Katharina II. sowie über unsere Erfahrungen mit der Aufstellung eines Denkmals für Katharina II. in Zerbst/ Anhalt. Hinzu fügte ich noch ein paar Fotos, die das Geschriebene bestätigten. Außerdem ergänzte ich mein Schreiben mit Erläuterungen zum Wirken des Architekten Johann Friedrich Stengel, dessen familiäre Wurzeln im ehemaligen Fürstentum Anhalt- Zerbst liegen, beim bereits erwähnten Wiederaufbau von Twer in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, um auf die historischen Berührungspunkte von Twer und Anhalt- Zerbst aufmerksam zu machen. Nach den Entwürfen von Johann Friedrich Stengel sind bis 1784 zahlreiche öffentliche Gebäude und private Wohnhäuser in Twer errichtet worden. Mein in russischer Sprache verfasster Beitrag wurde dann auch auf der bereits genannten Website veröffentlicht.
Mich interessierte aber nun auch der weitere Fortgang dieser Angelegenheit. Würde der Bürgermeister von Twer auf den Brief eines Dreizehnjährigen reagieren?
Schon am 23. Oktober vorigen Jahres erhielt er eine erste positive Antwort. Positiv insofern, dass das amtierende Stadtoberhaupt von Twer Alexander Korsin darüber informierte, dass er gemeinsam mit einem Expertenbeirat die Suche nach einer möglichen Finanzierung eines solchen Denkmals für Katharina II. in Twer unterstützen werde. Er verweist darauf, dass bereits im Mai des Jahres 1777 in Twer die Grundsteinlegung für ein solches Denkmal erfolgte und ein Obelisk wurde errichtet, der bereits 1811 abgerissen wurde. Entworfen war es vom deutschstämmigen Architekten Jurij (Georg Friedrich) Velten (1730- 1801). Der marmorne Grundstein wurde 1917 beseitigt.
Zu Beginn diesen Jahres rief die Twerer Zeitungs- und Radioredaktion der Komsomolskaja Prawda die Bürger dazu auf, einen Fond zur Finanzierung des künftigen Katharina- Denkmals in Tver zu gründen sowie zur öffentlichen Diskussion über seinen möglichen Standort.
Ich denke, wir Zerbster bzw. Anhalt- Zerbster, sollten den Einwohnern von Twer nicht nur Erfolg, sondern vor allem auch Durchhaltevermögen bei der Umsetzung dieses Vorhabens wünschen. Und diese vielleicht nicht so bedeutende Episode aus der Gegenwart Russlands bestätigt meine Worte, die ich stets den Besuchern des Zerbster Schlosses im Ersten Fürstlichen Vorzimmer vor dem Porträt Katharinas II. mit auf den Weg gebe, nämlich dass Zarin Katharina II. es verstanden hatte, das Russische Reich 34 Jahre lang so zu regieren, dass die Russen noch in unseren Tagen mit Hochachtung von ihr reden.

Zerbst, den 16.05.2015 Annegret Mainzer

Autorin Annegret Mainzer erklärt Touristen aus der russischen Stadt Oranienbaum das Erste Fürstliche Vorzimmer im Schloss Zerbst
Autorin Annegret Mainzer erklärt Touristen aus der russischen Stadt Oranienbaum das Erste Fürstliche Vorzimmer im Schloss Zerbst

Foto: Lydia Kulot

http://www.tverlife.ru/news/82700.html

Замок в деревне Дорнбург в Ангальте

Замок в деревне Дорнбург в Ангальте

Annegret Mainzer, Zerbst

В маленькой деревне Дорнбург на берегу Эльбы, расположенной в нескольких километрах от города Цербста, находится один из красивейших архитектурных памятников Ангальт-Цербстского района: Дорнбургский замок в барочном стиле, построенный уроженцем Цербста, архитектором Фридрихом Иоахимом М. Штенгелем. Родился он в 1694 г. в Цербсте и работал инженером и архитектором в разных немецких княжествах.
В XII веке первая каменная Дорнбургская крепость была построена маркграфом Альбрехтом Медведем прямо на берегу Эльбы. Отсюда он хотел отвоевать потерянное раньше епископство Бранденбург. В 1436 г. эта крепость была разрушена, орудовавшими в округе разбойниками-рыцарями. Следующие владельцы поселились на маленьком острове у Дорнбургского озера, на котором уже стояла церквушка. Weiterlesen