Der Wittenberger Johann Georg Leutmann ( Leitmann) – Feinmachaniker und Glasschleiffer an der St. Petersbuger Akademie der Wissenschaften

 Der Wittenberger Johann Georg Leutmann ( Leitmann) – Feinmachaniker und Glasschleiffer

an der St. Petersbuger Akademie der Wissenschaften

Newa zwischen Winterpalast und Akademie der Wissenschaften St. Petersburg um 1753, von Makhayev/ Kachalov
Newa zwischen Winterpalast und Akademie der Wissenschaften St. Petersburg um 1753, von Makhayev/ Kachalov

Zu den aus dem heutigen mitteldeutschen Raum stammenden Lehrkräften, die an der Petersburger Akademie der Wissenschaften und Universität wirkten, gehörte der gelehrte und vielseitig interessierte Glasschleiffer und Feinmechaniker Johann Georg Leutmann (Leitmann) (*1667) aus Wittenberg. Er hatte an der heimatlichen Universität auf Drängen seiner Eltern in erster Linie Theologie belegt, betrieb aber zugleich das Studium der Mathematik, Physik und Medizin. Nach dem Abschluss des Studiums wirkte er als Pastor im wenige Kilometer benachbarten Dabrun, wo er sich eine eigene mechanische Werkstatt einrichtete. Bereits zu jener Zeit verfasste er ein Buch über die Grundlagen der Heiztechnik und seine darin niedergeschriebenen Erkenntnisse gelten bis zum heutigen Tag: Leutmann forderte eine effektive Heizanlage bei möglichst geringem Verbrauch von Brennstoffen.

Witttenberg- Marktplatz, Geburtsstadt von Leutmann
Witttenberg- Marktplatz, Geburtsstadt von Leutmann

Auch im Jahr 1718 erschien seine erste Publikation über Uhren, die sogar das Interesse des russischen Zaren Peter I. (1672- 1725)weckte, der, wie allgemein bekannt, sich sehr für die Naturwissenschaften begeisterte.

Bereits 1711 hatte Zar Peter I. Wittenberg besucht
Bereits 1711 hatte Zar Peter I. Wittenberg besucht

Auf Einladung des Zaren kam Leitmann endlich im Jahr 1726 nach Petersburg, wo er als Professor für Mechanik und Optik an der Akademie lehrte. Die Übersiedlung Leitmanns nach Petersburg verzögerte sich auch deshalb, da er mit der russischen Seite für ihn vorteilhafte Bedingungen aushandeln wollte. Auch an seiner neuen Wirkungsstätte widmete er sich dem eigenhändigen Bau verschiedener Apparaturen und publizierte über Messinstrumente, Pumpen, Mikroskope, Ferngläser und Gewehre. Seine neusten Apparaturen präsentierte er stets auf den Zusammenkünften seiner Kollegen an der Wissenschaftlichen Akademie.

1733 wurde er nach Moskau an den dortigen Münzhof gerufen, wo er an der Lösung eines material- technischen Problems mitarbeitete. 1736 verstarb Leutmann in St. Petersburg. 1738 wurden Leutmanns Neue Anmerckungen vom Glasschleiffen von der Akademie der Wissenschaften herausgegeben.

Verwendete Quellen und Literatur:
1. Erik Amburger Datenbank online
2. http://www.supress-redaktion.de/artikel.php?cat=1&id=3709 25.04.2015
3.http://www.supress-redaktion.de/artikel.php?cat=1&id=3709 25.04.2015 (Informationen von Dr. Bernhard
Huber Deutsche Gesellschaft für Chronometrie, Bibliothek)
4.http://dic.academic.ru/dic.nsf/enc_biography/ 25.04.2015

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