Открылись фестиваль культуры и выставка «ГИНХУК Малевича» в г. Цербст/Ангальт

Открылись фестиваль культуры и выставка «ГИНХУК Малевича» в г. Цербст/Ангальт

Аннегрет Майнцер, Цербст

«В этом году впервые за 53-летнюю историю Цербстского фестиваля культуры представители всех наших трех городов-побратимов принимают участие в фестивальной программе»,- такими словами Андреас Диттманн, мэр города Цербст/Ангальт, недавно открыл 53-й Цербстский фестиваль культуры.

Андреас Диттманн на открытие фестиваля

В рамках этого ежегодного четырехнедельного фестиваля местные общественные организации, институты, школы и художественные группы организуют ряд интересных культурных мероприятий: например, чтения, воркшопы, дискуссии, музыкально-литературные вечера, выставки и концерты, в которых принимают участие как профессиональные художники так и художники-любители.

Впервые в нынешнюю фестивальную программу входит выставка под названием «ГИНХУК Малевича»*, которая была подготовлена и организована сотрудниками Государственного музея «Царскосельская коллекция» города Пушкин/Санкт-Петербург.

В рамках празднования Дня города в Пушкине 2017 г. Цербстский мэр Андреас Диттманн и Аннегрет Майнцер, член правления Международного исторического общества «Екатерина II“ г. Цербста, встретились с Александром Некрасовым, директором музея «Царскосельская коллекция», и в их разговорах родилась идея показать выставку «ГИНХУК Малевича» в Цербстском городском музее в 2018 г..

встреча в музее „Царскосельская коллекция“ летом 2017 г.

Для этого говорят следующие убедительные причины: Самая главная причина состоит в соседстве города Цербст/Ангальт с городом Дессау, где в 2019 г. отметят 100-летие основания Баухауза. «Помимо того, существуют очевидные параллели между появлением Баухауза в Германии и ГИНХУКа в России. В обоих институтах использовались самые передовые идеи того времени», -как отметил Александр Некрасов в своем приветствии на открытии выставки в Цербсте. «Не следует забывать, что оба института были закрыты тогдашними режимами», продолжает Некрасов. Важно отметить, что в 1927 г. Вальтером Гроппиусом и Ласло Махоем-Нади была издана книга «Мир как беспредмедность», написанная Казимиром Малевичем, директором ГИНХУКа и основоположником супрематизма. Эта книга входила также в учебную программу Баухауза.

                    

16 февраля 2018 г. была открыта выставка «ГИНХУК Малевича» в музее г. Цербст/Ангальт. Ок. 130 заинтересованных посетителей не только из Цербстского региона, но и из других городов Германии пришли на открытие выставки.

Произведения из собрания музея «Царскосельская коллекция», показанные на данной выставке «ГИНХУК Малевича» в Цербсте, были сделаны художниками в 1920-х и 1930-х годов, которые являлись учениками и соратниками Казимира Малевича. Среди них, напр. Павел И. Басманов (1906-1993), Вера М. Ермолаева (1893-1937), Вера Ф. Матюх (1910-2003), Владимир В. Стерлигов (1904-1973), Борис В.Эндер (1893-1960), Лев А. Юдин (1903-1941), Валида Э. Делакроа (1899–1972), Михаил В. Матюшин(1861–1934) итд.

 
 М.В. Матюшин
Избушки. Сиверское

Данная выставка в Цербстском городском музее длится с 16 февраля до 18 марта 2018 года.

* ГИНХУК = Государственный институт художественной культуры

Цербст, 18 феравля 2018 г.

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Das Philanthropinum Dessau und sein Einfluss auf Russland

Das Philanthropinum Dessau und sein Einfluss auf Russland

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Gut situierte russische und baltische Familien schickten im 18. und 19. Jahrhundert ihre Sprösslinge gern auf Schulen, an denen deutsch stämmige Lehrkräfte unterrichteten, aber sie entsandten sie auch nach Deutschland, so weisen die Einschreibelisten des 1744 in Dessau begründeten Philanthropinums 23 Schüler aus Livland, 7 aus Russland und 5 aus Kurland auf.

Der 1753 im vogtländischen Netzschkau geborene Friedrich Wilhelm Götze hatte sein Studium in Leipzig absolviert und als Lehrer am Dessauer Philanthropinum gewirkt, bevor er 1789 nach Riga ging. Dort leitete er von 1789- 1792 die Domschule und ab 1792 übernahm er das Rektorat des Rigaer kaiserlichen Lyzeums. Da aber Götze häufig erkrankte und aufgrund seines „heftigen Temperaments“ sehr oft im Umgang mit seinen Kollegen und Mitmenschen in Zwist geriet, seine Unterrichtsstunden nicht vollständig abhielt und den Unterricht gar zeitweise aussetzte, verstarb er im Februar 1801 als vereinsamter Mann. Seine Kollegen und Schüler begleiteten ihn auf seinem letzten Weg nur aus Pflichtgefühl. Götze hielt in Riga auch private Vorlesungen über Mechanik und die Lyrik Wielands. Götze sollte als Professor für Physik an der Universität Dorpat lehren, deren Wiedereröffnung zu jener Zeit schon abzusehen war, allerdings verstarb er kurz vorher.

Zu den Pädagogen, die am Dessauer Philanthropinum arbeiteten und sich im Russischen Reich einen Namen machten, gehört zweifelsohne auch Christian Hinrich Wolke (1741- 1825). Gebürtig ist er aus dem friesischen Jever, das seinerzeit zum Fürstentum Anhalt-Zerbst gehörte. Dank seiner schnellen Auffassungsgabe arbeitete Wolke bereits im Alter von 15 Jahren als Hauslehrer und in deutschen Klosterschulen. An der Göttinger Universität belegte er die Fächer Philosophie, Mathematik, Physik, Recht und Kunsttheorie.

1769 wurde Wolke Sekretär und Hauslehrer bei Pädagogen Johann Bernhard Basedow (1724- 1790), mit dem Wolke nach Dessau ging. Auf Anregung Wolkes und mit tatkräftiger Unterstützung des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (170- 1817) begründete Basedow das Philanthropinum in Dessau, eine Bildungseinrichtung, an der die Prinzipien der Aufklärung oberste Priorität hatten.

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Für diese neu geschaffene Lehranstalt entwickelte Wolke eine Methode zum schnelleren Erlernen des Lesens. 1776 erfolgte seine Ernennung zum Professor. Die aus Anhalt stammende Zarin Katharina II. lud Wolke ein, nach St. Petersburg zu kommen. Infolge von zunehmenden Unstimmigkeiten mit Basedow, entschloss sich Wolke zur Ausreise nach Russland. Vollkommen ohne Kenntnis der russischen Sprache ging Wolke an die Newa und lehrte die deutsche Sprache am dortigen Landkadettenkorps. Die ausgezeichneten Prüfungsresultate seiner Schüler machten von sich Reden und Wolke wurde ein gefragter Sprachlehrer in den vornehmsten russischen Adelsfamilien. Er unterrichtete in den Familien Orlow, Stroganoff und Kutusow. Die Privatstunden wurden um ein Vielfaches höher honoriert als der Unterricht im Kadettenkorps. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Wolke wohl seinerzeit der höchstbezahlte Lehrer in Petersburg war. Um von Wolke unterrichtet zu werden, schickten ihm seine Privatschüler sogar ihre Kutschen für die An-und Abreise. Von den 2000 Rubel, mit denen Zarin Katharina II. Wolke in ihr Reich gelockt hatte, bekam er schlussendlich nur 1500 ausgezahlt. Trotzdem zählte die Petersburger Zeit zu seiner schöpferischsten, denn hier verfasste er in den Jahren 1784- 1801 vier Bücher und zahlreiche Artikel, von denen die meisten am Kaiserlichen Kadettenkorps gedruckt wurden.

In Petersburg hatte Wolke gemeinsam mit seiner Ehefrau im Jahr 1786 eine private Schule eröffnet.

Noch heute bewahrt man in Petersburger Archiven sein Skizzenbuch aus den Jahren 1785/86 auf, in dem er seine Eindrücke von der Stadt niederschrieb und mit Bleistift und Tusche zeichnete. In seinen Zeichnungen hielt er nicht die architektonischen Schönheiten der Stadt fest, sondern skizzierte auch die Menschen aller sozialen Schichten, die ihm dort begegnet waren.

Als Wolke 1801 nach Deutschland zurückkehrte, setzten seine Schüler seine pädagogische Arbeit in Petersburg fort. 1825 verstarb Wolke in Berlin.

Auch Basedow war 1770 vom Fürsten Orlov nach Petersburg eingeladen worden, entschied sich aber in Dessau zu bleiben.

Ein weiterer Lehrer, der am Dessauer Philanthropinum gelehrt hatte und 1780 gen Russland ging, war der 1742 in Magdeburg geborene Johann Eberhard Friedrich Schall. Er arbeitete zeitweise an Bildungseinrichtungen in Poltava (heute:Ukraine), Pleskau (heute:Pskow/Russland), Mogilev (heute: Weißrussland) und Dorpat (heute:Tartu/Estland). Als Honorarprofessor durfte Schall sogar für kurze Zeit Probevorlesungen an der Moskauer Universität halten. Aufgrund seines starrsinnigen Charakters und seines steten Bestrebens nach Neuerungen, was sicherlich auch seinen häufigen Stellenwechsel verursacht hat, kam er schlussendlich im Jahr 1785 an das Petersburger Landkadettenkorps, wo er Unterricht in den Fächern Deutsch und Französisch erteilte und gleichzeitig als Inspektor fungierte. Im Jahr 1786 gab er das Lehrwerk Vocabulaire en trois langues heraus. Schall verstarb 1790 in Mitau.

 

Verwendete Literatur und Quellen:

Amburger, E.: Deutsche in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft Rußlands, Die Familie Amburger in St.Petersburg 1770-

1920, Wiesbaden, 1986

BBLd online

Baur, S.: Charakteristik der Erziehungsschriftsteller Deutschlands. Ein Handbuch für Erzieher, Leipzig, 1790

Bleskina, O.N.: Х.Г. Вольке в Петербурге in: Немцы и развитие образования в России, St. Petersburg,1999

Erik Amburger Datenbank (online)

Koch, K.: Deutsch als Fremdsprache im Russland des 18. Jahrhunderts, Berlin, 2002

Lausberg, M.: Basedow und das Dessauer Philanthropin in: Tabula Rasa, Ausg. 39, 01/2010

Recke, J.F.v., Napiersky, H.E., Beise, Th.: Allgemeines Schriftsteller- und Gelehrten-Lexikon der Provinzen

Livland, Esthland, Kurland, Bd.2, Mitau, 1829

Recke, J.F.v., Napiersky, H.E., Beise, Th. Allgemeines Schriftsteller- und Gelehrten-Lexikon der Provinzen

Livland, Esthland, Kurland, Bd.4, Mitau, 1832

Specht, J.: Ich, Johann Bernhard Basedow …, Dessau, 1999

Zur Geschichte des Gouvernements- Gymnasiums in Riga, Riga,1888

 

Василий Кандинский: Картинки с выставки – Кусочек ангальтско- русской истории

Василий Кандинский: Картинки с выставки – Кусочек ангальтско- русской истории

В 2006 г. было основано некоммерческое объединение «Дома-мастреские преподавателей» в ангальтском городе Дессау. В 2016 г. это объеденение отметит своё 10 летие и в том же году отметят 150 летие со дня рождения русского живописца и теоретика изобразительного искусства Василия В. Кандинского.

Василий Кандинский с 1925/26 по 1932 гг. жил и работал в Дессау, где он работал преподавателем Высшей школы строительства и художественного конструирования.

В Дессау Кандинский вместе со своей супругой Ниной жил в одном из домов- мастреских, которые в наши дни входят в состав Всемирного культурного наследия ЮНЕСКО.

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                       дома- мастерские перподавателей в Дессау

Рядом со своей преподавательской деятельностью Кандинский в Дессау ещё занимался особым театральным проектом. Его попросили сделать эскизы сценических декораций для концерта с музыкой «Картинки с выставки» Модеста Мусоргского, котрый был одним из любимых композиторов Кандинского.

Работая над этим проектом, Кандинский стремился объединить разные виды искусства: музыкальное и изобразительное искусства, световые проекции и искусство хореографии.

По мнению г-на Харальд Ветцель, который является председателем уже упомянутого объединения «Дома-мастерские преподавателей», Кандинский выступал в качестве переводчика, т. е. он должен был перевести языки музыки Мусоргского на язык абстрактной живописи.

Аннегрет Майнцер и Харальд Ветцель
Аннегрет Майнцер и Харальд Ветцель

Харальд Ветцель из Дессау является также организатором выставки «Василий Кандинский: Картинки с выставки», которая отрыта до 22 мая в доме- мастреской Кандинского в Дессау. На этой выставке заинтересованные в творчестве Кандинского посетители могут осмотреть подлинные эскизы Кандинского, которые он в 1927 г. сделал в своем ателье в Дессау. В другое время эти эскизы хранят в коллекции Кельнского университета.

Цербст, 11. апреля 2016 г. Аннегрет Майнцер

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Professor Bernhard Cossmann aus Dessau lehrte am Moskauer Konservatorium

Professor Bernhard Cossmann aus Dessau lehrte am Moskauer Konservatorium

Bernhard Cossmann, am 17. Mai 1822 in Dessau geboren, war ein Violoncellist und Lehrer für das Violoncellospiel. In seiner Familie wurde Hausmusik gepflegt. Seine Schwester engagierte sich für die vom Hofkapellmeister Friedrich Schneider (1786- 1853) gegründete Singakademie in Dessau.

 Denkmal für Friedrich Schneider in Dessau
Denkmal für Friedrich Schneider in Dessau

Bernhard Cossmann erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei dem in jener Zeit namhaften Cellisten Karl Drechsler (1800- 1873) in Dessau. Zu den Schülern Drechslers gehörte auch der 1848 in Quedlinburg geborene Cellist und Komponist Carl Schroeder (1935). Schroeder war ab 1866 Solocellist in St. Petersburg.

Später vervollkommnete Bernhard Cossmann seine Ausbildung in Braunschweig und beim Cellisten Friedrich August Kummer dem Jüngeren (1797- 1879), in Dresden.

 

Semperoper in Dresden
Semperoper in Dresden

Berufliche Erfahrungen sammelte Cossmann u.a. an der Grande Opéra in Paris, in London sowie im Gewandhausorchester Leipzig, wo er auch von 1847/48 am Konservatorium lehrte. Weitere Konzertreisen führten ihn nach England und erneut nach Paris. Franz Liszt holte im Jahr 1850 Bernd Cossmann als Großherzoglichen Kammervirtuosen in die Hofkapelle nach Weimar.

Cossmann ging im Jahr 1866 auf Einladung von Nikolaj Grigorevič Rubinstein nach Moskau, um dort am neu eröffneten Konservatorium als erster Professor die Violoncello – Klasse zu unterrichten.

Cossmann wurde die Ehre zuteil, an der Eröffnungszeremonie des Moskauer Konservatoriums teilnehmen zu dürfen. In diesem Zusammenhang wird in den Annalen des Konservatoriums an den gemeinsamen Auftritt von Cossmann und Rubinstein erinnert, die zu diesem Anlass die Sonate A- Dur für Klavier und Violoncello von Ludwig van Beethoven intonierten. Am Konservatorium gehörte Cossmann zu den aktivsten Mitgliedern eines aus Musikpädagogen bestehenden Quartetts. Viele seiner Bewunderer faszinierte er durch seine Art des so genannten instrumentalen Gesangs.

Cossmann war ebenfalls Mitglied des Professorenrats des Konservatoriums. Zu seinen Schülern zählte u.a. der russische Violoncellist und Musikpädagoge Anatol A. Brandukov (1856- 1930). Vier Jahre unterrichtete Bernhard Cossmann am Konservatorium in Moskau.

In dem Musikalisches Wochenblatt Organ für Tonkünstler und Musikfreunde, erschienen in Leipzig am 01.12.1871 wurde über seinen Abschied von Moskau wie folgt berichtet: “ …. beim Abschied überreichten sie ihm einen prachtvollen silbervergoldeten Pokal und ein Diplom, in welchem er ersucht wurde, den Titel als Professor des Moskauer Conservatoriums auch ferner zu führen.”

Auch gab Bernhard Cossmann, der zum Freundeskreis von Peter Čaikovskij zählte, mehrere Konzerte in Russland. Seine Rückkehr nach Deutschland erfolgte im Jahr 1870. Bernhard Cossmann starb am 07. Mai 1910 in Frankfurt/ Main.

Über sein Spiel und sein musikalisches Talent konnte man in dem bereits erwähnten Musikalisches Wochenblatt Organ für Tonkünstler und Musikfreunde ( Leipzig, 01.12.1871) des Weiteren lesen:

Nur wenige durften eine gleiche Schönheit und Noblesse des Tones besitzen und eine gleich geistreiche Auffassung mit so gemütvoller Vertiefung des Vortrages verbunden.”

Die Universalität der Technik, des Geschmackesund der neuen Leistungen erklärt sich zum Theil durch den reichen Bildungs- und entwicklungsgang, der ihm als Kind zu Theil wurde …”

Bernhard Cossmann hatte ebenfalls als Komponist von sich reden gemacht.

Sein 1869 in Moskau geborener Sohn Paul Nikolaus wurde in Deutschland ein namhafter Publizist. Cossmann jun., bekannt als Biograf des in Moskau geborenen Komponisten Hans Erich Pfitzner (1869- 1949) und Herausgeber sowie Mitbegründer der national geprägten Süddeutschen Monatshefte, die bis 1933 erschienen, geriet aufgrund seines katholischen Glaubens in Konflikt mit den Machthabern im Dritten Reich. Verhaftet von der Gestapo, kam er ins KZ Theresienstadt, wo er 1942 verstarb. Zu ergänzen ist noch, dass Carl Robert Pfitzner (1825- 1904), Vater von Hans Erich und gebürtig aus dem sächsischen Frohberg, als Orchestergeiger in Moskau tätig war.

Verwendete Literatur und Quellen:

http://www.deutsche-biographie.de/pnd118725343.html 29.03.2016

Koch, K.-P.,:Deutsche Musiker in St. Petersburg und Moskau in: Müns, H. (Hg): Musik und Migration in Ostmitteleuropa, München, 2005

Koch, K.-P.: Sachsen- Anhalt und das östliche Europa. Zur Migration von Musikerpersönlichkeiten in: Eberl- Ruf,

K., Lange, C., Schneider, A. (Hg.): Musikkultur in Sachsen- Anhalt seit dem 16.Jahrhundert:

Protokoll der wissenschaftlichen Tagung zur regionalen Musikgeschichte am 16. und 17. September 2005 in Salzwedel, Halle, 2007

Krause, E.: Oper A-Z. Ein Opernführer, Leipzig, 1981

ljenta wrjemeni www.mosconsv.ru 19.04.2013

Musikalisches Wochenblatt Organ für Tonkünstler und Musikfreunde, Leipzig, 01.12.1871

Noris, G.: Rakhmaninov, Dent, 1976

prepodawatjeli www.mosconsv.ru 19.04.2013

Svobodov, V.: Из опыта одной дискуссии ikompozitor.ru/links/MA_2009-2_p098-101.pdf  17.04.2013

www.musicamigrans.de 08.06.2011

Musiker aus Anhalt in der Stadtkapelle von Reval in der Mitte des 19. Jahrhunderts – Музыканты, родом из Ангальта, в городском оркестре в Ревеле в середине 19 века

Musiker aus Anhalt in der Stadtkapelle von Reval in der Mitte des 19. Jahrhunderts – Музыканты, родом из Ангальта, в городском оркестре в Ревеле в середине 19 века

 

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Denkmale für Friedrich Schneider und Wilhem Müller in Dessau

Der bei Zittau geborene deutsche Komponist und Organist Johann Christian Friedrich Schneider (1756- 1853) war von 1822- 1853 Herzoglich- Anhaltisch- Dessauischer Hofkapellmeister. Sein Bruder Johann Gottlob Schneider (1789- 1864) war ab 1825 Organist an der von 1739 bis 1755 erbauten barocken Katholischen Hofkirche in Dresden. Diese Stelle hatte er bis zu seinem Tode inne.

Родившийся недалеко от города Циттау немецкий комрозитор и органист Иоганн Христиан Фридрих Шнайдер (1756- 1853) был с 1822 по 1853 гг. придворным капельмейстером у герцога Ангальт- Дессауского. Его брат Иоганн Готтлоб Шнайдер (1789- 1864) с 1825 г. был органистом в католическом замковом соборе в Дрездене, который был построен с 1739 по 1755 гг. в стиле барокко. Он занимал этот пост до самой смерти.

Katholische Schloss- und Hofkirche Dresden
Katholische Schloss- und Hofkirche Dresden

Zudem leitete Johann Gottlob Schneider die vom aus Böhmen stammenden Königlich- sächsischen Hoforganisten Franz Anton Dreyssig (1774- 1815) im Jahr 1807 ins Lebens gerufene ins Leben gerufene Dreyssig´sche Singakademie. Unter Johann Gottlob Schneiders Leitung erlebte die Dreyssig´sche Singakademie zu Dresden ihre Blütezeit.

Кроме того Иоганн Готтлоб Шнайдер руководил Дрезденской певческой академией, которая в 1807 г. была основана придворным органистом Франц Антон Дрейссиг (1774- 1815), который был родом из Богемии. Те годы, стоявшие под руководством Иоганна Готтлоба Шнайдера, были расцвет Дрезденской певческой академии.

Grabstätte Dreyssigs in Dresden
Grabstätte Dreyssigs in Dresden

Gemeinsam mit dem seinerzeit bekannten Dessauer Dichter Wilhelm Müller (1797- 1827) begründete Johann Christian Friedrich Schneider die Dessauer Liedertafel. Schneider führte in Dessau auch Abonnementkonzerte ein. Außerdem versuchte Schneider Musikfeste zu etablieren, z.B. 1825 in Magdeburg, 1827 in Zerbst und 1838 in Wittenberg.

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Вместе с известным в то время поэтом Вильгельм Мюллер (1797- 1827) из г. Дессау Иоганн Христиан Фридрих Шнайдер оновал Дессауский Лидертафель (немецкое мужское хоровое любительское сообщество). В г. Дессау Шнайдер учредил концерты по абонементу и кроме того, Шнайдер организовал музыкальные фестивали, напр. в 1825 г. а Магдебурге, в 1827 г. в Цербсте и в 1838 г. в Виттенберге.

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Aus Schneiders zweiter Ehe gingen acht Kinder hervor, unter ihnen war sein in Leipzig geborener Sohn Bernhard Schneider (1819- 1898). Vor seiner Anstellung in Dessau war Schneider sen. in Leipzig tätig, u.a. am dortigen Stadttheater und als Organist an der Thomaskirche.

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                                                                    Grabstätte von Wilhelm Müller in Dessau

От второго брака у Шнайдера родилось восемь детей, среди них был его родившийся в Лейпциге сын Бернард Шнайдер (1819- 1898). До его переезда в Дессау Шнайдер Старший жил в Лейпциге, где он работал в театре и органистом в соборе Св. Томаса.

Bernhard Schneider kehrte der anhaltischen Wirkungsstätte seines Vaters den Rücken und wanderte 1848 ins Russische Reich aus, wo er sich zunächst als Musiklehrer bei einem russischen Fürsten seinen Lebensunterhalt verdiente.
Außerdem gehörte Bernhard Schneider zu den zehn Musikern aus Mitteldeutschland, d.h. aus den heutigen Bundesländern Sachsen- Anhalt, Sachsen und Thüringen, die Mitte des 19. Jahrhunderts in die Stadtkapelle von Reval (heute: Tallinn/ Estland) aufgenommen wurden.

Бернард Шнайдер покинул Ангальт и в 1848 г. он переехал в Российскую Империю, где он работал репетитором и учителем в семье русского князья.
Кроме того он принадлежал к числу тех музыкантов, которые были из Средней Германии, т. е. из нынешних федеральных земель Саксония- Ангальт, Саксонии и Тюрингии и которые в середине 19 века входили в состав городского оркестра Ревеля (ныне: Таллин/ Эстония).

Im Jahr 1851 wurde diese Stadtkapelle von August Friedrich Krüger (1810- 1883), seinerzeit Stadtmusikdirektor von Reval, ausschließlich mit gut ausgebildeten professionellen Musikern aus dem heutigen Mitteldeutschland besetzt.

В 1851 г. Август Фридрих Крюгер (1810- 1883), музыкальный директор г. Ревеля, выбрал для этого городского оркестра исключительно хорошо обученных профессиональных музыкантов из Средней Германии.

Zu diesen Auserwählten gehörte nicht nur Bernhard Schneider, sondern auch der ebenfalls aus Dessau stammende Bernhard Lorenz, vermutlich ein Nachfahre einer der im 1851 herausgegebenen Staats- und Adreßhandbuch für die Herzogthümer Anhalt- Dessau und Anhalt- Köthen aufgeführten Kammermusiker Adolf Lorenz, Gustav Lorenz, Johann Karl Lorenz und Friedrich August Lorenz. Die beiden Letztgenannten waren sogar Inhaber der Kaiserlich- königlichen Russischen Kriegsgedenkmünze für 1812.
In dieser Stadtkapelle von Reval spielte außer Schneider und Lorenz auch ihr Landsmann Wilhelm Leps, ein aus Coswig in Anhalt stammender Posaunist.

К этим избранным принадлежал не только Бернард Шнайдер, но и его соотетчественник Бернард Лоренц из Дессау, который, наверное, был потомком одного из следующих придворных камерных музыкантов Адольф Лоренц, Густав Лоренц, Иоганн Карл Лоренц и Фридрих Август Лоренц, которые перечислены в адресной книге герцогств Ангальт- Дессау и Ангальт- Кётен для 1851 года.
Тромбонист Вильгельм Лепс, родом из ангальтского города Косвиг, был также членом уже упомянутого оркестра г. Ревеля.

Zuletzt war Bernhard Schneider Musikdirektor in Paluev. Wenig ist über sein Privatleben in Erfahrung zu bringen. Im Jahr 1860 ehelichte er in Smolensk nach evangelisch- lutherischem Ritus die damals neunzehnjährige Bertha Emilie Wohtzech, gebürtig aus Riga, wo er zeitweise tätig war. Seine Frau verdiente sich ihren Lebensunterhalt als Gouvernante. Bernhard Schneider verstarb in Riga.

Берард Шнайдер работал также музыкальным директором в Палуеве. До сих пор мало известно об его личной жизни. В 1860 г. он в Смоленске женился на 19- летней Эимлии Берте Вотцех, родом из Риги, которая работала гувернанткой. Бернард Шнайдер умер в Риге.

Verwendete Literatur:
Erik Amburger Datenbank (online)
forum.ahnenforschung.net 08.04.2013
Koch; K.-P.: Deutsche Musiker in Estland einschließlich dem nördlichen Livland https://www.gko.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/musikwissenschaft/pdf_allgemein/arbeitsgemeinschaft/Heft15/Heft_15_Koch1Estland.pdf 06.02.2016
Lenz, W.v.: Beethoven eine Kunststudie, Cassel, 1855
Melchert, J.F. (Hg.): Staats- und Adreßhandbuch für die Herzogthümer Anhalt- Dessau und Anhalt- Köthen, Dessau, 1851
Schüler- Verzeichnis des Revalschen Gouvernements- Gymnasiums bearb. v. H. Hradetzky, Reval, 1931
Seemann, Th. (Hg.): Geschichte der Dreyssig´schen Singakademie in Dresden, Dresden, 1882
Vallaste, T.: Die maßgeblichen Musikdirektoren und Musiklehrer in Reval (Tallinn) im 19. Jahrhundert http://www.dspace.utlib.ee 30.08.2011
http://www.findcity.de 06.01.2015

Handwerker und Unternehmer aus Anhalt im Zarenreich

Handwerker und Unternehmer aus Anhalt im Zarenreich

Seit eh und je steht deutsche Handwerksarbeit in aller Welt hoch im Kurs und gilt als Garant für eine hohe Qualität der Produkte. Im Ausland assoziiert man den Begriff des deutschen Handwerks mit Attributen wie Fleiß, Zuverlässigkeit und Solidität.
Solides Handwerk wussten bereits Zar Peter I. und Zarin Katharina II. zu schätzen und holten deshalb niederländische und vor allem deutsche Handwerker ins Russische Reich. Schon 1790 hatten sich in St. Petersburg 210 Schneider, 77 Bäcker, 59 Sattler, 13 Dreher, 17 Uhrmacher und 19 Schornsteinfeger deutscher Herkunft niedergelassen. Im Jahr 1868 waren 25 % aller Petersburger Bäcker deutschsprachig.
Unter ihnen war auch der 1799 in Bernburg geborene Bäckermeister Johann Andreas Erfurt, der ab 1856 sogar Hofbäcker war.

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                             Innungszeichen der Bäcker, die bis heute noch in Zerbst/ Anhalt erhalten

Nicht nur in urbanen Zentren wie St. Petersburg und Moskau waren deutsche Handwerker ansässig, auch in großer Anzahl im Baltikum. So habe ich mich entschlossen, der Frage nachzugehen, welche Handwerker und Unternehmer aus Anhalt im Zarenreich tätig waren.

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Musiker und Theaterschaffende aus Mitteldeutschland im Russischen Reich- музыканты и артисты из Средней Германии в Российской Империи

Musiker und Theaterschaffende aus Mitteldeutschland im Russischen Reich- музыканты и артисты из Средней Германии в Российской Империи

Semperoper in Dresden- Dresden als Wirkungsstätte mitteldeutscher Komponisten
Semperoper in Dresden- Dresden als Wirkungsstätte mitteldeutscher Komponisten

Wer kennt nicht solche Aussagen wie „Musik verbindet“ oder „Musik überwindet Grenzen“? Implizieren diese Worte doch auch, dass Menschen, die sich der Musik verschreiben, überall auf der Welt willkommen sind und schnell auf Gleichgesinnte treffen.
Denkt man an den Berufsstand der Musiker, entstehen Bilder von „durch die Lande ziehenden Spielleuten“ vor unseren Augen. Das kommt daher, dass Musikanten vor allem in früheren Zeiten mobil sein mussten, was auch in unseren Tagen für diesen Berufsstand von Vorteil ist.
Ihr Heimatland verlassend, zogen nicht wenige von ihnen in eine ungewisse Fremde, wo meist ihre jeweilige Muttersprache nicht gesprochen wurde, dennoch bedurften diese ausgewanderten Musiker nicht der Hilfe von Übersetzern. Meinte doch der deutsche Schriftsteller Berthold Auerbach (1812- 1882): „ Musik allein ist Weltsprache und braucht nicht übersetzt werden.“- ein Fakt, der die Arbeitssuche von Musikern im Ausland stets erleichtert. So hat denn auch eine Reihe von deutschen Musikern im europäischen Ausland Karriere gemacht, unter denen viele professionelle Musiker aus dem heutigen Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen- Anhalt, Thüringen) zu finden sind. Von denjenigen, die im Baltikum und im Russischen Reich versuchten, sich zu etablieren, soll hier die Rede sein.

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