Jahreshauptversammlung 2018 beim Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V.

Jahreshauptversammlung 2018 beim Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V.

Annegret Mainzer, Zerbst

Wir können stolz auf das Geschaffene sein, wenn man bedenkt, dass so manches, was heute gezeigt wurde, vor 25 Jahren noch keine Rolle im Zerbster Tourismus spielte“, mit diesen Worten schloss Tatyana Nindel, Vorsitzende des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. , ihren Jahresbericht 2017 auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Vereins am 19. April im Veranstaltungsraum der Zerbster Filiale der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld.

Obwohl an diesem Donnerstagabend die Skala auf dem Thermometer bis auf 30º C kletterte und es sicherlich viele Leute in die Gärten zog, ließen es sich treue Vereinsmitglieder nicht nehmen, zur Jahreshauptversammlung zu kommen. Unter den Gästen waren auch Vertreter der Zerbster Partnervereine.

Vereinsvorsitzende Tatyana Nindel

Der Jahresbericht der Vereinsvorsitzenden Tatyana Nindel gab einen sehr informativen Überblick darüber, wann und wo – in Zerbst/Anhalt, in Anhalt und außerhalb der Grenzen Anhalts – die Mitglieder des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. im Einsatz waren. Auch gab es Informationen darüber, mit welchen regionalen und überregionalen Partnern zusammengearbeitet wird. Mit einer ansprechenden Powerpointpräsentation untermalte Tatyana Nindel das Gesagte.

Ob auf dem II. Geschäfts- und Kulturforum „Made by Deutschen aus Russland. Partnerschaft.Verantwortung. Erfolg. in Bayreuth, bei der festlichen Inbetriebnahme des Untergrunderdgasspeichers Katharina in Peißen bei Bernburg, bei der Begrüßung des Autohauses Peter in Zerbst/Anhalt, auf dem 3. Großen Katharinaball in Moskau oder zum 20-jährigen Bestehen der Stengel Gesellschaft Dornburg und zum 25-jährigen Bestehen des Zerbster Heimatvereins, aber auch zur Begrüßung von Gästen der Stadt Zerbst/Anhalt in Stadthalle und Schloss sowie in unseren Schulen und auf verschiedenen Klassentreffen und Treffen anderer Vereine waren die Mitglieder des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V., u.a. durch Tatyana Nindel, Olga Tidde, Johanna Lüdecke, Ilona Pflug, Silke Hoffmann, Annegret Mainzer aktiv vertreten.

https://russianhalthistory.wordpress.com/2017/05/27/23-mai-2017-zerbster-katharinaverein-in-bayreuth-und-peissen-gefragt/

https://zerbstergazette.wordpress.com/2017/09/24/grosser-katharinaball-2017-bei-moskau-ein-hauch-von-hollywood-und-zerbster-waren-dabei/

Höhepunkte waren laut Nindel auch die literarisch-musikalische Lesung „Wo du doch, Deutschland, meine Liebe…“ mit Ella Schwarzkopf und Alexandre Bytchkov und die Präsentation des Großgemäldes „Erste Begegnung auf Schloss Eutin“ der russischen Malerin Elena Orlova-Afinogenova im Zerbster Atelier der Kunstgalerie Fabra Ars. Des Öfteren konnten auch Schulklassen in den Ausstellungsräumen des Vereins im Schloss begrüßt werden.

https://zerbstergazette.wordpress.com/2017/03/12/praesentation-des-gemaeldes-erste-begegnung-in-zerbst/

https://zerbstergazette.wordpress.com/2017/03/05/premiere-in-zerbst-wo-du-doch-deutschland-meine-liebe/

2017 beging der Internationale Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. sein 25-jähriges Bestehen. „Wir verzichteten auf Feierlichkeiten und entschieden uns für eine Vereinsreise nach Kiel“, berichtete Tatyana Nindel. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Kieler Zarenvereins wurden Sehenswürdigkeiten, Schlösser in Kiel, Glücksburg, Husum und Bordesholm erkundet. Highlight der Reise war die festliche Eröffnung der gemeinsamen Ausstellung Katharina II. und Zar Peter III.“ in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek mit ca. 200 Gästen.

https://zerbstergazette.wordpress.com/2017/05/17/kiel-im-mai-2017-ausstellungseroeffnung-mit-zerbster-mitwirkung/

Im Anschluss an den Jahresbericht erfolgte der Finanzbericht durch die Schatzmeisterin Ilona Pflug., dessen Richtigkeit von der Kassenprüferin Marlies Kellpinski bestätigt wurde.

Vorstandsmitglied Johanna Lüdecke gab einen Ausblick auf die Vorhaben im Jahr 2018. Sie verwies darauf, dass schon einige Veranstaltungen wie das Treffen der einstigen und jetzigen Darstellerinnen von Hofdamen, Prinzessinnen und Zarinnen am 11. März d.J. in der Zerbster Stadthalle im Rahmen der diesjährigen Zerbster Kulturfesttage erfolgreich durchgeführt wurde. Auch wurden im Russischen Haus der Wissenschaften und Kultur in Berlin Ende Februar von den Ehrenmitgliedern des Vereins Wladimir Teslenko und Yurij Korolkov zwei Ausstellungen initiiert.

https://russianhalthistory.wordpress.com/2018/02/28/ehrenmitglieder-des-zerbster-katharinavereins-initiieren-ausstellungen-in-berlin/

https://russianhalthistory.wordpress.com/2018/03/12/zerbst-anhalt-hoheiten-von-einst-und-heute-treffen-sich/

Das nächste große Event wird das 2. Zerbster Prinzessinnenfest am 26. Mai 2018 auf dem Zerbster Schlosshof sein. Auch lud sie zum Russischen Abend am 17. August ein. Nicht zuletzt verwies sie auf das bevorstehende deutsch-russische Wirtschaftsforum am 31.Mai/01. Juni d.J. in Zerbst/Anhalt.

Vorstandsdamen werben für das 2. Zerbster Prinzessinnenfest

In der anschließenden Diskussion überbrachte Antje Rohm, Kulturamtsleiterin und Pressesprecherin der Stadt Zerbst/Anhalt, die herzlichsten Grüße und den Dank des sich derzeit auf einer Auslandsreise befindenden Zerbster Bürgermeisters Andreas Dittmann. Darin wird betont, dass heutzutage die Stadt sich mit dem Namen Zerbst/Anhalt – Heimatstadt Katharinas der Großen schmückt, dass das auch dank der langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. möglich ist. Zudem wurde die Mitwirkung des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. bei der Vorbereitung und bevorstehenden Durchführung des bereits erwähnten deutsch-russischen Katharina-Forums 2018 umfassend gewürdigt. Des Weiteren überbrachte Dirk Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Zerbst e.V., herzliche Grüße und gratulierte zum bisher Erreichten.

Im Anschluss entlastete die Vollversammlung einstimmig den Vorstand für das Jahr 2017 und stimmte den Vorhaben für 2018 zu.

T. Nindel gratuliert J. Lüdecke zur Ehrenmitgliedschaft

Damit war die Jahreshauptversammlung noch nicht beendet. Im Namen des Vorstandes trug Vorstandsmitglied Annegret Mainzer zwei Vorschläge für Ehrenmitgliedschaften vor. Vorgeschlagen wurden das langjährige und äußerst aktive Mitglied Johanna Lüdecke und der Historiker Dr. Claus Scharf aus Mainz, der ebenfalls Vereinsmitglied ist. Beide Anträge wurden einstimmig angenommen.

Zerbst, den 22. April 2018

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Dornburg a.d.Elbe – 2017: Festakt anlässlich 20 Jahre Stengel-Gesellschaft Dornburg/Elbe e.V.

Dornburg a.d.Elbe – 2017: Festakt anlässlich 20 Jahre Stengel-Gesellschaft Dornburg/Elbe e.V.

Annegret Mainzer, Zerbst

Am frühen Abend des 07. Oktober d.J. waren das Foyer sowie der Gartensaal des Schlosses Dornburg an der Elbe hell erleuchtet, wurden doch Gäste anlässlich des Festaktes zum 20-jährigen Bestehen der StengelGesellschaft Dornburg/Elbe e.V. erwartet und mit einem Glas Sekt durch den Vereinsvorsitzenden Egbert Platte persönlich begrüßt.

Gekommen waren nicht nur die lokalen VIPs wie Dr. Steffen Burchhardt, Landrat des Landkreises Jerichower Land, und Jens Hünerbein, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Gommern. Zu den Gratulanten gehörten auch Vertreter befreundeter Vereine wie des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. und des thüringischen Vereins „Christiane Eleonore von Zeutsch“.

Vertreter der Stengel-Gesellschaft, des Katharinavereins Zerbst und des Zeutsch-Vereins
Vereinsvorsitzender Egbert Platte hält den Rückblick

In seinem Rückblick erinnerte Vereinsvorsitzender Egbert Platte an die die Vereinsgründung und Vereinsarbeit prägenden Persönlichkeiten wie an den Nestor der Stengelfreunde, den Dornburger Lehrer, liebevoll Kantor genannt, Erhard Micklisch (†2006), auf dessen unermüdlich permanentes Insistieren so manche Maßnahme zur Erhaltung des bis heute verwaisten Schlosses Dornburg zurückgeht. „Egal, ob Dr. Wolfgang Böhmer, Dr. Rainer Höppner oder Dr. Reiner Haseloff – Erhard Micklisch schaffte es, dass fast alle Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts einmal nach Dornburg ins Schloss kamen,“ würdigt Egbert Platte das Wirken von Erhard Micklisch.

Vereinsnestor Erhard Micklisch

Wie das Schloss Dornburg auf eine ereignisreiche Bau- und Nutzungsgeschichte zurückblicken kann, so verhält es sich auch mit der Vereinsgeschichte der StengelGesellschaft Dornburg/Elbe e.V.. Mit vielfältigen Veranstaltungen wie Schlossfeste, Schlossöffnungen und Vorträgen versuchten die Stengelfreunde von Anbeginn ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit an, die Aufmerksamkeit auf die Probleme um die Erhaltung und künftige Nutzung des Schlosses Dornburg zu lenken. Eine wesentliche Rolle spielten dabei wissenschaftliche Symposien. In diesem Zusammenhang vergegenwärtigte Egbert Platte noch einmal die Bedeutung des Fundes der Baupläne für Schloss Dornburg, die der Moskauer Professor Georgi Smirnow in der Grafischen Sammlung der Westeuropa-Abteilung der St. Petersburger Eremitage fand und sie auf dem Symposium 2002 in Dornburg präsentierte.

Symposium 2002: Gespräch zwischen der damaligen Vereinsvorsitzenden Annegret Mainzer u. Prof. Georgi Smirnow

Auch erwarb die Stengel-Gesellschaft die Diplomarbeit von Anja Riemann zu den Dornburger Gärten, die von der Bernadotte-Stiftung auf der Insel Mainau mit einer Goldmedaille bedacht wurde.

Auch den fast nicht zu bewältigenden Strom von interessierten Besuchern im Schloss Dornburg an den ersten Tagen des offenen Denkmals führte der Vereinsvorsitzende den Anwesenden nochmals vor Augen. Mit einem Augenzwinkern berichtete er davon, dass seinerzeit angereiste Kunsthistoriker >not amused< waren, dass am Stengel-Schloss rote Werbebanner der Sparkasse, einer der ersten Förderer der Stengel-Gesellschaft, hingen. Bereits bei der ersten Schlossöffnung geriet die Dornburger Dorfjugend in Aufgregung, denn der 270 Seelen zählende Ort wurde aufgrund eines Staus zwischen Prödel und Dornburg in den SAW-Verkehrsnachrichten erwähnt, berichtete schmunzelnd der Vereinschef. 

In seiner Retrospektive verwies Egbert Platte auch darauf, dass das Vereinsleben auch das Dorfleben beeinflusste. So werden stets vom aktiven Vereinsmitglied Stefan Schüler mit sehr viel Akribie sogenannte Plauderabende vorbereitet, deren Themen sowohl die Schlossgeschichte wie auch die des Dorfes betreffen. Aber auch die Zusammenarbeit mit der Theatergrupe Bühnchen sellt eine tragende Säule der Vereinsarbeit dar, so Vereinschef Platte.

So weit es möglich sei, fuhr der Vereinsvorsitzende fort, unterstütze die Stengel-Gesellschaft stets auch andere Projekte in Dornburg, als Beispiele dafür seien die Sanierung der Kirche, Kirchturmuhr und Sperling-Orgel genannt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausführungen von Egbert Platte bildete die Erinnerung an die unterschiedlichen Versuche, Schloss Dornburg einer langfristigen Nutzung zuzuführen. Auch dabei galt es, die Spreu vom Weizen zu trennen, denn nicht jeder vermeintliche Investor war seriös. In dieser Hinsicht ist zu sagen, dass Schloss Dornburg bis heute zum Verkauf steht. Egbert Plattes Informationen zufolge gebe es zurzeit einen ernstzunehmenden aussichtsreichen Kaufinteressenten, aber in solche Verhandlungen werde der Verein nicht unbedingt miteinbezogen.

Musikalisch umrahmt wurden die Ausführungen des Vereinsvorsitzenden durch Darbietungen von Gesangsstücken wie Süße Stille, sanfte Quelle und Flammende Rose, Zierde der Erden, die aus der Feder von Georg Fiedrich Händel stammen, dargeboten von der Magdeburger Opern-und Konzertsängerin Ulrike Vellmer, begleitet am E-Piano von Istvan Visontay.

Bevor sich die Gäste zu Erinnerungen und Gesprächen ans Buffet zurückzogen, gratulierte Annegret Mainzer in Personalunion, d.h. als einstige Vorsitzende der Stengel-Gesellschaft Dornburg/Elbe e.V. und heutiges Vorstandsmitglied des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. den Stengelfreunden zu ihrem bisherigen Durchhaltevermögen und stellte wieder künftige gemeinsame Projekte in Aussicht.

Gratulation durch Annegret Mainzer

 

https://russianhalthistory.wordpress.com/2014/07/27/schloss-dornburg/

Zerbst, den 08.Oktober 2017