Zum 291. Geburtstag von Zarin Katharina II. aus dem Hause Anhalt-Zerbst-Denkmale für eine deutsche Zarin

Zum 291. Geburtstag von Zarin Katharina II. aus dem Hause Anhalt-Zerbst

Denkmale für eine deutsche Zarin

Annegret Mainzer, Zerbst

Am 02. Mai vor 291 Jahren (lt. Gregorianischem Kalender) erblickte Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst im einstigen preußischen Garnisonsstädtchen Stettin (heute: Szczecin/Polen) das Licht der Welt.

In den Grundschulen unserer Einheitsgemeinde Zerbst/Anhalt lernt heutzutage jedes Kind, dass Prinzessin Sophie im Jahr 1744 ins Russische Reich reiste, um im Jahr darauf den russischen Thronfolger zu heiraten.

Prinzessin Sophie im dem Gemälde „Erste Begegnung auf Schloss Eutin“ v. E. Orlowa-Afinogenewa

Jede/r der an dem Arrangement dieser Ehe Beteiligten versprach sich ihrer/seinerzeit davon politische, dynastische und persönliche Vorteile: Preußenkönig Friedrich II. strebte größere Einflussnahme auf das politische Geschehen am Zarenhof an, Zarin Elisabeth Petrowna erwartete von der jungen Prinzessin Sophie zahlreiche Nachkommen, um die Dynastie der Romanows auf lange Zeit in Russland zu sichern und Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst, die Brautmutter, sah ihre Chance, aus dem provinziellen Leben in Stettin und Zerbst auszubrechen, um in der internationalen Politik mitmischen zu können, was ihr aber letztendlich misslang. Jedoch hatte niemand mit dem eigenen Willen, mit den persönlichen Zielvorstellungen von Prinzessin Sophie gerechnet. So kam es anders als gedacht.

Von der Zerbster Prinzessin Sophie zur Zarin Katharina II.

Gestählt durch die harte Schule der Intrigen, Machtspiele und Demütigungen am Zarenhof, die Prinzessin Sophie, nunmehr Großfürstin Katharina Alexejewna, 18 Jahre lang zu erdulden hatte, und mithilfe der Truppen der Grafen Orlow konnte sie im Jahre 1762 den russischen Thron besteigen und sich in der Himmelfahrtskirche im Moskauer Kreml zur Zarin Katharina II. krönen lassen.

Peter I. und Katharina II. – Leuchttürme der russischen Geschichte

Bereits kurze Zeit danach begann Katharina II. ihr lange Zeit im Voraus geplantes Reformwerk in die Tat umzusetzen. So wurden besser handhabbare Verwaltungsstrukturen geschaffen, ein staatliches Schule- und Gesundheitswesen eingerichtet, zahlreiche neue Städte entstanden nach westeuropäischem Vorbild, das Unternehmertum wurde gefördert. Mit ihren Reformen setzte Katharina II. das fort, was ihr Vorbild Zar Peter I. (1672-1725) vor ihr begonnen hatte.

Zar Peter I. und Zarin Katharina II. waren und sind die zwei Leuchttürme der russischen Geschichte, die auch von der sowjetischen Historiografie nicht totgeschwiegen werden konnten. Die Reformen Katharinas II., die nahezu alle Sphären des gesellschaftlichen Lebens berührten, haben Russland bis heute geprägt, sodass die Russen ihre Regierungszeit das Goldene Zeitalter nennen.

Dass Zarin Katharina II. als historische Persönlichkeit die Russen, insbesondere die Historiker und Künstler auch in unseren Tagen beschäftigt, davon zeugte 2019 die Ausstrahlung des Mehrteilers Katharina- der Aufstieg mit Marina Alexandrowa in der Hauptrolle im Fernsehkanal Rossija-1.

Katharina II. als mehrfache Stadtgründerin

In vielen Städten des einstigen Russischen Reiches gilt Zarin Katharina II. als Stadtgründerin. Unter ihr erhielten zahlreiche bis dato wenig entwickelte Landstriche eine Infrastruktur, die ein wirtschaftliches Aufblühen dieser Regionen ermöglichte. Der Bau von Kirchen, gleich ob orthodoxe oder lutherische wurde oft von Katharina II. bezuschusst. So entwickelte sich mit der Zeit unter den Einwohnern dieser neu gebauten Städte eine gewisse Dankbarkeit gegenüber Katharina II., die sich darin äußerte, dass vielerorts Denkmale für sie errichtet wurden.

In den Ausgaben der Zerbster Volksstimme ab 1999 sowie im Zerbster Heimatkalender 2011 wurde zumeist von Annegret Mainzer sporadisch über die im ehemaligen Russischen Reich errichteten Denkmale für Katharina II. berichtet.

Berichte in der Zerbster Volksstimmeüber Denkmale für Katharina II. und Diskussionen darüber

15.10.1999 Dnjepropetrowsk (früher: Jekatherinoslaw)

23.10.1999 Krasnodar (früher: Jekatherinodar)

30.10.1999 St. Petersburg

14.11.2002 Noworschew

Katharina-Denkmal in Noworschew

24.11.2005 Irbit, Vilnius

einstiges Katharina-Denkmal in Vilnius

25.01.2006

21.06.2007} Simferopol

Katharina-Denkmal in Simferopol

12.06.2015

04.01.2008 Tiraspol, Odessa, Rostow a. Don, Wyschni Wolotschek

18.08.2008 Sewastopol

10.11.2010 Kropotkina, Krementschug, Syktywkar

09.09.2014 Iribit, Puschkin, Zarizyno

2014 Bogorodizk (früher: Baronsk)

Zerbster Heimatkalender 2011: Archangelskoje, Dnepropetrowsk, Irbit, Krasnodar, Marx, Morschansk, Moskau, Mytitschi, Bogorodizk, Noworschew, Odessa, Podolsk, Puschkin, Rostow a. Don, Sewastopol, Simferopol, Tiraspol, Twer, Vilnius, Wyschni Wolotschek, Wallhalla, Zerbst.

Annegret Mainzer am Katharina-Denkmal in Puschkin/ St. Petersburg

Aus gegebenen Anlass, nämlich des 291. Geburtstages von Zarin Katharina II. sollen an dieser Stelle weitere Denkmale, die ihr zu Ehren errichtet wurden, vorgestellt werden.

Wladikawkas

Im Jahr 2005 wurde in Wladikawkas ein Denkmal für Katharina II. aufgestellt. Warum in der Hauptstadt der russischen Republik Nordossetien-Alanien?

Wladikawkas (in deutscher Übersetzung: Beherrsche den Kaukasus) wurde 1784 per Ukas durch Katharina II. gegründet. Der Ausbau der Stadt erfolgte unter Leitung von Fürst Grigori Potjomkin, denn Wladikawkas sollte als Festung zum Schutz gegen die Überfälle kriegerischer kaukasischer Stämme dienen. 1799 wurde die bei Wladikawkas beginnende und nach Tblissi führende Georgische Heerstraße eröffnet. Nach der Angliederung Georgiens an das Russische Reich im jahr 1801 entstanden in Wladikawkas neue Stadtviertel, Kosaken wurden angesiedelt. Kurz gesagt: Handel und Wirtschaften gediehen. Wladikawkas entwickelte sich zu einer blühenden multikulturellen Stadt, in der Russen, Osseten, Armenier, Georgier und andere ethnische Gruppen lebten. Der Bau einer Sunnitischen Moschee (1908) in Wladikawkas ist beredtes Zeugnis der im Zarenreich praktizierten religiösen Toleranz.

Im Mai 2005 wurde am südlichen Stadtrand von Wladikawkas eine Allee des Ruhmes geschaffen. Bestandteil dieser Allee des Ruhmes ist eine Skulpturenkomposition mit dem Titel Katharina empfängt die Gesandten Ossetiens. Vor einem halbrunden Basrelief steht die Bronzeskulptur von Zarin Katharina II., ihr gegenüber – die ossetischen Gesandten, ihre Akkreditierungsurkunde überreichend. Auf dem Basrelief ist der Weg dargestellt, den die Gesandten von Ossetien nach St. Petersburg zurückgelegt hatten. Geschaffen wurde die Rotunde vom Bildhauer Sergei Pawlowitsch Sanakojew, der 1920 in Wladikawkas geboren wurde und dort 2002 verstarb.

Luga

Im Jahr 1777 wurde durch Katharina II. die Gründung der Stadt Luga bestimmt, gelegen im heutigen Leningrader Oblast (Gebiet). Den Bebauungsplan von Luga hatte Katharina II. ebenfalls persönlich abgesegnet. So gilt Katharina II. auch in Luga als Stadtgründerin.

Am 12. August 2017 wurde in Luga ein Denkmal für Zarin Katharina II. eingeweiht. Anlass dafür war der 240. Stadtgeburtstag.

Die bronzene Statue der Zarin steht auf einem achteckigen Podest. Die Zarin trägt den Krönungsmantel und hält in ihrer rechten Hand den Erlass zur Gründung von Luga. Dieses Denkmal für Katharina II. ist ein Werk des 1979 in Luga geborenen Bildhauers Artjom Wladimirowitsch Rytschkow und des Architekten Jewgeni Mironow. Rytschkow ist Absolvent der Kunstgewerbeakademie A.L. Stieglitz in St. Petersburg.

Võru in Estland

Über ein Denkmal für Katharina II. in der estnischen Stadt Võru (deutsch: Werro) können Sie sich informieren, wenn Sie den folgenden Link öffnen:

https://russianhalthistory.wordpress.com/2020/04/30/was-verbindet-anhalt-und-die-estnische-stadt-voru/

Weitere interessante Informationen über Denkmale, Büsten bzw. Statuen zu ehren von Zarin Katharina II. erhalten Sie auf folgenden Links:

Archangelskoje

Katharina-Tempel in Archangelskoje

https://russianhalthistory.wordpress.com/2015/02/22/archangelskoe-das-versaille-bei-moskau-%d0%b0%d1%80%d1%85%d0%b0%d0%bd%d0%b3%d0%b5%d0%bb%d1%8c%d1%81%d0%ba%d0%be%d0%b5-%d0%bf%d0%be%d0%b4%d0%bc%d0%be%d1%81%d0%ba%d0%be/

Wallhalla

Katharina II.- Büste in der Wallhalla

https://russianhalthistory.wordpress.com/2015/02/22/katharina-ii-unter-mannern-%d0%b5%d0%ba%d0%b0%d1%82%d0%b5%d1%80%d0%b8%d0%bd%d0%b0-ii-c%d1%80%d0%b5%d0%b4%d0%b8-%d0%bc%d1%83%d0%b6%d1%87%d0%b8%d0%bd-walhalla-in-regensburg-%d0%b2%d0%b0%d0%bb%d1%8c/

Bogorodizk

https://russianhalthistory.wordpress.com/2015/09/02/anhaltisch-russische-schnittpunkte-durch-katharina-ii-in-bogorodizk-wiederbelebt/

Zarizyno bei Moskau

Annegret Mainzer vor der Katharina-Statue in Zarizyno

https://russianhalthistory.wordpress.com/2016/11/16/die-ungewoehnliche-reise-einer-katharina-statue-moskau-jerewan-moskau/

Zerbst/Anhalt

https://russianhalthistory.wordpress.com/2014/07/27/%d0%bf%d0%b0%d0%bc%d1%8f%d1%82%d0%bd%d0%b8%d0%ba-%d0%b5%d0%ba%d0%b0%d1%82%d0%b5%d1%80%d0%b8%d0%bd%d0%b5-ii-denkmal-fur-katharina-ii/

Denkmal für Katharina II. in Zerbst/Anhalt

Zerbst, 01.05.2020

Was verbindet Anhalt und die estnische Stadt Võru?

Was verbindet Anhalt und die estnische Stadt Võru?

Annegret Mainzer, Zerbst

Die russische Krone erwarb im Jahr 1784 das Gut Werrohof, gelegen im Südosten des heutigen Estlands, das von 1710-1918 zum Russischen Reich gehörte.

Die russische Zarin Katharina II. (1729-1796), eine geborene Prinzessin von Anhalt-Zerbst, ordnete ihrerzeit persönlich an, rund um das Gut Werrohof eine neue Stadt anzulegen. Nach 1784 bestätigte sie das Stadtwappen und im darauffolgenden Jahr den Bebauungsplan dieser neuen Stadt, die bis 1917 Werro genannt und zur Kreisstadt bestimmt wurde. Da die Stadt Werro sich auf dem Territorium von Estland befindet, heißt sie heutzutage Võru. Zur gegografischen Lage von Võru ist hinzuzufügen, dass die Stadt am Ufer des Sees Tamula und wenige Kilometer entfernt von der jeweiligen Grenze Estlands zu Russland und Lettland liegt.

Lutherische und orthodoxe Katharinenkirche

Im Jahr 1793 begann man in Werro mit dem Bau der lutherischen Katharinenkirche, der 1804 vollendet wurde. Diesen Kirchenbau bezuschusste Zarin Katharina II. mit 28.000 Silberrubel aus ihrer persönlichen Schatulle. Die lutherische Katharinenkirche, erbaut im frühklassizistischen Stil mit Elementen des Barock, wurde nach Plänen des Architekten Christoph Haberlandt errichtet. 1879 erfolgte eine umfassende Sanierung und 1913 der Einbau einer neuen Orgel.

Eine zweite Katharinenkirche, eine orthodoxe, wurde im Jahr 1806 in Werro gebaut.

Denkmal für Katharina II. im estnischen Võru

Das Jahr 1784 wird als das Gründungsdatum der heutigen Stadt Võru angesehen und Zarin Katharina II. als Stadtgründerin. Deshalb stellten die Einwohner von Võru im Jahr 2014 in ihrer Stadt ein Denkmal für Katharina II. auf, sozusagen anlässlich des 230. Stadtgeburtstages.

https://www.visitestonia.com/en/catherine-ii-sculpture-and-catherine-alley-katariina-allee

Die Bronzestatue der Zarin, angefertigt vom renommierten estnischen Bildhauer Jaak Soans, hält in der rechten Hand den Reichsapfel und in der linken – den Ukas zur Gründung der Stadt Võru.

Kurz einen Blick auf Werro bzw. Võru im 19. Jahrhundert: Im Jahr 1819 zählte man in Werro 717 Einwohner, unter ihnen 461 Deutsche.

Im 19. Jahrhundert war Werro eine europaweit anerkannte Schulstadt. Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt war zum Beispiel die Krümmersche Anstalt, die ihre Schüler auf den Eintritt in die Universität vorbereitete. In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts gab es in Werro 7 Schulen, an denen 31 Pädagogen lehrten und 317 Schüler lernten.

Pädagoge aus Anhalt in Werro

Gymnasium Francisceum in Zerbst/ Anhalt

Da zahlreiche deutsche Pädagogen im 18. und 19. Jahrhundert ins Russische Reich auswanderten, findet sich neben Zarin Katharina II. noch eine zweite historische Verbindung zwischen Anhalt und Werro. Von 1862-1866 oblag die Leitung der Krümmerschen Anstalt in Werro dem Gymnasiallehrer Franz Leopold Friedrich Sintenis, geboren 1835 in Alten bei Dessau. Sintenis hatte seine Schulbildung in Dessau sowie in den Jahren 1853/54 am Gymnasium Francisceum in Zerbst erhalten. Im 1903 von Professor Glöckner herausgegebenen Verzeichnis der Primaner von 1803-1903 findet sich unter Nr. 248 der Name Franz Leopold Friedrich Sintenis mit dem Vermerk, dass dieser nach Dorpat (heute: Tartu/Estland) gegangen und Kaiserlich-Russischer Kollegien- und Staatsrat geworden sei. Im Jahr 1866 wurde laut Berichten der Rigaischen Stadtblätter die Krümmersche Anstalt aufgelöst, heißt, Sintenis war ihr letzter Direktor. Eine etwas ausführlichere Beschreibung der Vita von Sintenis ist im Zerbster Heimatkalender 2012, verfasst von Annegret Mainzer, nachzulesen.

Zerbst, 30.04.2020

 

Zerbst/Anhalt: Regionale Geschichte aus weiblicher Sicht präsentiert

Zerbst/Anhalt: Regionale Geschichte aus weiblicher Sicht präsentiert

 Annegret Mainzer, Zerbst

Etwa 260 Gäste konnten die Mitglieder des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.v. am Nachmittag des 01. März im Katharina-Saal der Stadthalle Zerbst begrüßen. Im Rahmen der derzeit laufenden 55. Zerbster Kulturfesttage hatte der Internationale Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.v. zur Veranstaltung „Regionale Geschichte aus weiblicher Sicht – Frauenpersönlichkeiten aus verschiedenen Jahrhunderten stellen sich vor“ geladen, wobei der Fokus auf den aus Anhalt-Zerbst stammenden Frauen lag.

Alle vorgestellten Frauenpersönlichkeiten auf einen Blick

Dieser Nachmittag mit den historischen Frauenpersönlichkeiten aus Zerbst und Umgebung war eine sehr prägnante und volkstümliche Darbietung unserer regionalen Geschichte, eine andere Art informativer Geschichtsdarstellung“, fasste die Zerbster Besucherin Marlies Kellpinski ihre Eindrücke zusammen, nachdem sich 15 Frauen, die einst in Anhalt-Zerbst lebten und wirkten, vorgestellt hatten. Die Geschichte unserer Region werde unter anderem auf verschiedenen Plattformen im Internet dargestellt, aber Frauen stünden bisher dabei selten im Mittelpunkt, so hätten die Besucherinnen und Besucher viel Neues erfahren, fuhr Kellpinski fort.

Der Nachmittag mit vielem Neuen rund um Anhalt-Zerbster Frauen stellte das Resultat der Zusammenarbeit des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. mit Frauen verschiedenen Alters, die zurzeit in der Region Anhalt-Zerbst lernen oder ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen und nicht unbedingt Vereinsmitglied sind.

Annegret Mainzer in der Rolle einer nach Russland ausgewanderten Zerbsterin begrüßt die Gäste

Wir sind erfreut und überwältigt zugleich von solch regem Interesse an diesem Thema“, begrüßte Annegret Mainzer vom Vorstand des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. die zahlreich erschienen Gäste. Dafür war sie in die Rolle der Zerbsterin Friederika Augusta Winter geschlüpft, die 1767 an die Wolga ausgewandert war, wie ein Blick in die Erstsiedlerliste von Katharinastadt (heute: Marx/ Russland)belegt.

ABM-Maßnahmen befassten sich mit Zerbster Frauengeschichte

Die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Anhalt-Bitterfeld Ursula Böttge, ebenfalls vom Vorstand des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. hatte an diesem Nachmittag die Funktion der Regisseurin übernommen. Sie informierte die Besucherinnen und Besucher im Vorfeld der Präsentation über die Entstehung dieses Projektes. „Im Jahr 1995 habe ich mich gefragt, wie viele Straßen in Zerbst nach Frauenpersönlichkeiten benannt sind. Das Resultat war sehr ernüchternd“, gestand Böttge.

Uta Böttge berichtet über die Entstehung des Projektes

Deshalb habe sie vor Jahren ABM-Projekte mit dem Ziel ins Leben gerufen, Näheres über Frauen in Anhalt-Zerbst zu erfahren. Ausstellungen seien organisiert worden, ein Geburtstagskalender und eine Broschüre herausgegeben, berichtete sie weiter. Und sie erinnerte daran, dass seit dem Jahr 2000 zur EXPO die Stadt Zerbst/Anhalt offiziell zu den „FrauenOrten“ Sachsen-Anhalts gehört. Für Schulklassen haben Böttge und ihre damaligen Mitstreiterinnen Spaziergänge rund um die Zerbster Stadtmauer organisiert, auf denen sich die historischen Frauenpersönlichkeiten zumeist an ihren Wirkungsstätten vorstellten.

Vielfalt an Anhalt-Zerbster Frauenpersönlichkeiten

So machten die Gäste am Sonntagnachmittag in der Stadthalle Zerbst Bekanntschaft mit einer lebensfrohen und naturverbundenen Nonne aus dem hiesigen Frauenkloster, dargestellt von Kerstin Bette. „Nein, immer mehr Abgaben. Diese Gier stets zu Lasten der Schwächeren…“, klagte die allen Zerbster Kindern bekannte Butterjungfer, alias Uta Thiele, und brandmarkte somit die Gier der Mächtigen an. Barbara Lamottke beschrieb eindrucksvoll das einerseits turbulente und andererseits leidvolle Leben der europaweit im 18. Jahrhundert bekannten Theaterprinzipalin Caroline Neuber, die mehrmals mit ihrer Truppe in Zerbst und sogar in St. Petersburg gastierte.

eine naturverbundene Zerbster Nonne                                                      
Zerbster Butterjungfer

Schauspielerin der Neuberschen Truppe

 

Zerbster Prinzessin und russische Zarin „angereist“

Besuch aus dem Zerbster Schloss und Russland war auch angereist. Während Prinzessin Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Zerbst, dargestellt von Friederike Beck, mit ihrer jüngeren Schwester Elisabeth (Greta Mattke) gekommen war und von einem mysteriösen Brief der Zarin Elisabeth Petrowna aus Russland berichtete, bekannte die selbstbewusste Zarin Katharina II., alias Tatyana Nindel, dass sie unter einer liebenswürdigen Hülle gleichermaßen als Diplomatin, Heuchlerin und Erpresserin agiere, um sich gegen die täglichen Intrigen durchsetzen zu können.

 

Die Frauenfrage ist eine Erwerbsfrage

Die Frauenfrage ist eine Erwerbsfrage“, meinte die vielseitig gebildete Frauenrechtlerin Jenny Hirsch, gespielt von Manuela Schätzchen. Zu den Frauen, die sich wie Jenny Hirsch ihren Lebensunterhalt selbst verdienten, gehörten auch die auch wissenschaftlich tätige Zerbster Handelsgärtnerin Luise Corthum, dargestellt von Silke Beck, sowie die Zerbster Wasserjette, alias Anika Johannes. Die Wasserjette, ein echtes Zerbster Kind, zog mit ihrem Handwagen und Wasserkannen vor und erzählte salopp nach Zerbster Mundart von ihren Ärgernissen mit den Zerbster „Jören und Kerls“. Vom gelegentlichen Ärger mit den Jungen in ihrer Klasse wusste ebenfalls Ida Möhring zu erzählen, denn einige Male steckten ihre Zöpfe im Tintenfass. Ida Möhring, gespielt von Cherine Boutaba, besuchte als erstes Mädchen am Zerbster Gymnasium Francisceum.

Handelsgärtnerin Luise Corthum
Frauenrechtlerin Jenny Hirsch

Erinnerung an die Zerbster Trümmerfrauen

Astrid und Paula Klausnitzer erinnerten in ihrer dialogischen Szene an die körperlich schwere Arbeit der Zerbster Trümmerfrauen nach 1945, eine Zeit, die durch Zerstörung, Hunger, Krankheit und dem Mangel an zupackenden männlichen Arbeitskräften charakterisiert war.

Zerbster Wasserjette
Francisceerin Ida Möhring
Zerbster Trümmerfrau
Zerbster Trümmerfrau

Avantgardistinnen in ihren Berufen waren Dr. Berta von Scheven, die erste Ärztin im Landkreis, dargestellt von Ursula Böttge. Die Rolle der ersten in Anhalt ordinierten Pastorin Anneliese Salm übernahm Sabine Brauns und die von Dr. Käthe Lüderitz, der ersten Chirurgin im Zerbster Krankenhaus, – Silke Hoffmann.

erste Chirurgin im Zerbster Krankenhaus

erste in Anhalt ordinierte Pastorin

Dr. Inge Werner, die erste Direktorin am Zerbster Gymnasium Francisceum, berichtete selbst über ihren beruflichen Werdegang.

Dr. Inge Werner

Die musikalische Umrahmung der Spielszenen lag nach wohl bewährter Art in den Händen von Marina Drobyshevskaya.

Mit lang anhaltendem Applaus und viel Zustimmung dankte das Publikum den Darstellerinnen. Bei anschließender Kaffeetafel konnten die Gäste mit den Mitwirkenden und den Mitgliedern des des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. ins Gespräch kommen und sich an einem Quiz rund um die vorgestellten Frauenpersönlichkeiten beteiligen.

Freude über Gewinn

Viele Gäste folgten aufmerksam den Spielszenen und konnten somit alle zehn Quizfragen richtig beantworten, sodass schlussendlich das Los entscheiden musste. Als Glücksfeen fungierten dabei Friedrike Beck, Cherine Butaba und Greta Mattke.

Gewinnerin Sigrid Wörlitz (li)

Über den Hauptpreis, einen Gutschein für zwei Personen für den Russischen Abend am 07. August im Zerbster Hotel-Restaurant von Rephuns Garten konnte sich Sigrid Wörlitz freuen. Herzlichen Glückwunsch!

Dank des des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. an folgende Sponsoren und Unterstützer:

– Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld

– Stadtverwaltung Zerbst/Anhalt

– Team der Stadthalle Zerbst/Anhalt

– Team des Hotel-Restaurant von Rephuns Garten in Zerbst/Anhalt

– Katharina-Apotheke, Zerbst/Anhalt

– Schlosskonditorei Zerbst/Anhalt

– Musikschule „J.F. Fasch“ Zerbst/Anhalt

Zerbst, 04.03.2020

Цербст/Ангальт: cтарт открытой акции „Забег за мир от Цербста/Ангальт до Санкт-Петербурга“ перенесен на 2021 г.

Цербст/Ангальт: cтарт открытой акции „Забег за мир от Цербста/Ангальт до Санкт-Петербурга“ перенесен на 2021 г.

Организаторы открытой акции „Забег за Мир: Цербст/Ангальт -Санкт Петербург“ сообщили, что старт этого забега перенесен на 2021 год из-за распространения коронавипрусной инфекции. Новая информация будет известна в ближайшем времени.

Цербст/Ангальт: Осенью 2020 г. старт открытой акции

„Бег за мир от Цербста/Ангальт до Санкт-Петербурга“

 

Аннегрет Майнцер, Цербст

В восточногерманском городе Цербст/Ангальт в 2020 году будут отмечать два юбилея, которые связаны с историей германо-российских отношений:

Первый юбилей — 25-летие торжественного открытия Цербстского Екатерининского музея, целиком посвященного жизни и творчеству российской императрицы Екатерины Великой, урожденной принцессы Ангальт-Цербстской.

Вторым юбилеем является 10-летие открытия и освящения памятника Екатерине Великой в Цербстском замковом парке.

По этим поводам в регионе Ангальт по инициативе спортсменов, заинтересованных в укреплении мира и дружеского сотрудничества с Россией, будет проведена открытая акция «Бег за мир 2020г.: Цербст/Ангальт — Ст. Петербург».

Старт забега будет дан 5 сентября 2020 года от подножия Цербстского памятника Екатерине Великой, который является работой известного Московского скульптора профессора Михайла Переяславца.

Петр Юнге, председатель некоммерческого общества «Будущее — Мир» города Биттерфельда и один из главных организаторов запланированной акции «Бег за мир 2020г.: Цербст/Ангальт — Ст. Петербург», подчеркнул: «Мир, демократия, терпимость и международное взаимопонимание являются нашей основной мотивацией в организации бега за мир. Мы, спортсмены, участвующие в этом беге, которые уже раньше неоднократно принимали участие в национальных и международных соревнованиях, очень хорошо понимаем, что особенно в наши дни без дружеского сотрудничества с Россией мира в Европе и во всем мире не бывает и быть не может. Этот факт доказан историей последних веков».

По словам Петра Юнге, спортсмены несут ответственность за судьбу будущих поколений. «Мы, спортсмены, являемся самой большой заинтересованной группой в мире, которая объединяет людей разных мировоззрений. И этот малоизвестный факт играет особую роль в осуществлении наших проектов», сказал Петр Юнге.

Маршрут акции «Бег за мир 2020г.: Цербст/Ангальт — Ст. Петербург» пройдёт по немецким городам Галле, Магдебург, Шверин, Штральзунд, по ганзейским городам Польши и прибалтийских государств, Калининграду и финишем бега станет Пушкинский район Санкт-Петербурга.

Ининциаторы планируют провести акцию «Бег за мир 2020г.: Цербст/Ангальт — Ст. Петербург» под покровительством пяти восточногерманских земель.

По мнению Андреас Диттманна, мэра города Цербста/Ангальт, Цербстская мэрия готова вполне оказать поддержку организаторам бега. Некоммерческое Международное общество «Екатерина II» города Цербста/Ангальт также будет поддерживать это спортивное событие. По инициативе Екатерининского общества накануне старта «Бега за мир 2020г.: Цербст/Ангальт — Ст. Петербург» состоится концерт с русским колоритом. Поэтому члены правления Екатерининского общества установили контакт с известной исполнительницей русских романсов и заслуженной певицей Российской Федерации Лидией Небабой и ее дочерью Лидией Валентой, которая недавно успешно дала концерт с Тино Эизбреннер в Русском Доме науки и культуры в Берлине. Лидия Небаба уже в 1997 году в Цербсте дала сольный концерт в пользу установления Цербстского памятника Екатерине Великой.

В Санкт-Петербурге бегуны хотят передать представителям муниципалитета особый «Колокол Мира», отлитый из гильз и медалей, завоеванных участвующими в этом беге спортсменами на прошедших ранее соревнованиях. В мае текущего года в рамках мероприятий, приуроченных к 75-летию Победа в ВОВ в посольстве России в Германии спортсмены хотят передать макет «Колокола Мира» Сергею Нечаеву, Чрезвычайному и Полномочному Послу Российской Федерации в Германии. И на каждом этапе бега они хотят посадить яблоню.

На недавном новогоднем приеме мэрии города Цербстa/Ангальт организаторы встретили Аннегрет Майнцер и Урзула Беттге, членов правления Екатерининского общества, и г-на Дитмар Краузе, депутата парламента земли Саксонии-Ангальт, который тоже хочет поддержать этот бег.

члены Екатерининского и Биттерфельдских обществ с депутатом Д. Краузе на новогоднем приеме в Цербсте

25 января с.г. члены и друзья общества «Будущее — Мир» города Биттерфельда, т. е. Петр Юнге и его команда, собрались на общее и информационное членское собрание, посвященное предстоящему событию «Бег за мир 2020г.: Цербст/Ангальт — Ст. Петербург».

Среди гостей были Армин Шенк, мэр города Биттерфельд-Вольфен, Ютта Фишер, мэр города Лутерштадт-Эислебен, и Аннегрет Майнцер и Урзула Беттге, члены правления Екатерининского общества.

Открывая собрание, председатель Петр Юнге подчеркнул, что в настоящий момент они разработали точный маршрут до границы России. Для разработки дальнейшего маршрута, от Калининграда до Санкт-Петербурга, они рассчитывают на поддержку со стороны членов Екатерининского общества, которые поддерживают долголетнюю связь с разными обществами, учреждениями и СМИ в России и в Прибалтике. На собрании Аннегрет Майнцер подтвердила готовность Екатерининского общества оказать спортсменам помощь, насколько это будет возможно.

Петр Юнге и его соратники также подчеркнули, что членам общества «Будущее — Мир» города Биттерфельда обязательно нужны обратить внимание на работу по привлечению новых членов общества и спонсоров. Это является необходимой предпосылкой для проведения бега.

бегуны перед тренировкой

Организаторы и участники бега очень заинтересованы в установлении прямого контакта с спортивными объединениями, группами в России,  обществами и активными людьми, учреждениями и предпринимателями, которые намерены поддержать этот «Бег за мир 2020г.: Цербст/Ангальт — Ст. Петербург».

Для получения дальнейшей информации и установления контакта, пожалуйста, воспользуйтесь электронными адресами ниже:

anne-mainzer@googlemail.com (на немецком и русском языках)

mspjunge@googlemail.com (на немецком языке)

Цербст, 26 января 2020 г.

Zerbst/Bitterfeld: Friedenslauf: Zerbst/Anhalt – St. Petersburg verschoben auf 2021

Zerbst/Bitterfeld: Friedenslauf: Zerbst/Anhalt – St. Petersburg verschoben auf 2021

„Auch an unserer Arbeit, beziehungsweise unserem Vorhaben, geht die aktuelle Situation nicht spurlos vorbei. Es ist eine schwere Zeit für die Wirtschaft, für Familien, für das Gesundheitswesen, für alle Bereiche in unserem Leben. Diese gilt es nun, bestmöglich zu meistern und zu überstehen. Damit auch wir in unserem Verein und alle Unterstützer dies tun können, sehen der Vorstand und wir uns leider gezwungen, den Friedenslauf nach St. Petersburg  zu verschieben, und  zwar auf das Jahr 2021.  Diese Entscheidung ist für uns selbstverständlich, aber dennoch nicht leicht. „, heiß es dieser Tage aus dem Verein „Zukunft-Frieden“ Bitterfeld e. V. .

 

Zerbst/Bitterfeld: Friedenslauf 2020: Zerbst/Anhalt – St. Petersburg

Annegret Mainzer, Zerbst

Es gibt in Europa keine Stabilität und Sicherheit ohne Russland und schon gar nicht gegen Russland“ – darin waren sich die beiden Grandseigneurs der bundesdeutschen Politik einig, nämlich – Egon Bahr (1922-2015), SPD-Politiker und Mitgestalter der ab 1969 von Willy Brandt praktizierten Ost- und Deutschlandpolitik, und Hans-Dietrich Genscher (1927-2016), FDP-Politiker und von 1974-1992 Bundesaußenminister und Vizekanzler.

Dass ohne gute und freundschaftliche Beziehungen zu Russland der Friede nicht nur in Europa, auch auf der Welt am seidenen Faden hängt, dies haben die Mitglieder des 2019 gegründeten gemeinnützigen Vereins „Zukunft-Frieden“ Bitterfeld e. V. ebenfalls verinnerlicht und deshalb initiieren sie einen „Friedenslauf 2020: Zerbst/Anhalt – Sankt-Petersburg“, der am 5. September 2020 am Fuße des Denkmals für die russische Zarin Katharina II., eine geborene Prinzessin von Anhalt-Zerbst, im Zerbster Schlossgarten starten soll.

Katharina-Denkmal in Zerbst

Laufen für Stabilität in Europa und Freundschaft zu Russland

Die Stadt Zerbst/Anhalt und der Internationale Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e. V. unterstützen dieses ambitionierte Vorhaben der engagierten Läufer. So erfolgten bereits Zusammenkünfte von Peter Junge, dem Vorsitzenden des Vereins „Zukunft-Frieden“ Bitterfeld e. V., und seinen Mitstreitern mit dem Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann und seiner Kulturamtsleiterin Antje Rohm sowie mit Annegret Mainzer und Ursula Böttge vom Vorstand des gemeinnützig tätigen Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e. V. .

Mitglieder des Biterfelder Sportvereins und des Katharina-Vereins in Zerbst

Wir als Sportler bilden weltweit die größte Interessengemeinschaft, die Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen zusammenbringt, tragen eine große Verantwortung für die künftigen Generationen. Uns ist bewusst, dass Russland stets ein wichtiger Partner ist und bleiben wird, wollen wir in Frieden leben. Deshalb laufen wir in diesem Jahr gut 2600 km, sozusagen auf den Spuren Katharinas der Großen, von Zerbst nach St. Petersburg“, argumentiert Vereinsvorsitzender Peter Junge.

2600 km- Strecke von Zerbst bis St. Petersburg

Streckenverantwortlicher Wolfgang Nadler und seine Mannschaft sind die Strecke bis zur russischen Grenze bereits im Vorfeld abgefahren und haben Absprachen getroffen, Unterkünfte klar gemacht usw. .

Start wird in Zerbst/Anhalt sein, dann geht es über Halle, Magdeburg, Schwerin, Stralsund, weiter entlang der polnischen Ostseeküste bis nach Kaliningrad. Bei der Planung des weiteren Streckenverlaufs von Kaliningrad über Klaipeda, Riga, Tallinn bis nach Puschkin/St. Petersburg rechnen die Läufer auf die Unterstützung durch den Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e. V., der langjährige Kontakte ins Baltikum und nach Russland pflegt. „Zum anderen“, so Katharina-Vereinvorstandsmitglied Annegret Mainzer, „stehen wir derzeit in Verhandlungen mit der russischen Sängerin Lydia Nebaba und deren Tochter Lidia Valenta, ebenfalls Sängerin, die kürzlich sehr erfolgreich mit Tino Eisbrenner ein Konzert im Russischen Hau der Wissenschaften und Kultur in Berlin gab. Denn wir beabsichtigen am Vorabend des Starts zum Friedenslauf, also am 4. September 2020, in Zerbst ein Konzert mit russischem Kolorit zu organisieren.“

Übergabe der „Friedensglocke“ geplant

Des Weiteren möchten die engagierten Sportler um Peter Junge am 9. Mai anlässlich des 75. Jahrestages des Sieges über Hitlerdeutschland Sergej Netschajew, dem Botschafter der Russischen Förderation in Deutschland, ein Modell der „Friedensglocke“ überreichen, die die Läufer beim Zieleinlauf in Puschkin/St. Petersburg den offiziellen Vertretern der Stadt übergeben werden. Diese „Friedensglocke“ wird aus Patronenhülsen und Sportmedaillen in Lauchhammer gegossen werden. Außerdem ist geplant, an jedem größeren Etappenziel einen Apfelbaum zu pflanzen.

Läufer vor dem Training

Dass der Start des „Friedenslaufes 2020: Zerbst/Anhalt – Sankt-Petersburg“ am 5. September 2020 in Zerbst/Anhalt erfolgen solle, sei eine gute Sache, denn in diesem Jahr begehe die Stadt zwei eng mit der Historie der deutsch-russischen Beziehungen verbundene Jubiläen: 25-Jahre Sammlung Katharina II. und 10 Jahre Denkmal für Katharina II. in Zerbst/Anhalt, darin sind sich Bürgermeister Andreas Dittmann und die Damen vom Vorstand des Katharina-Vereins einig.

Wer Interesse hat, mit dem Verein „Zukunft-Frieden“ Bitterfeld e. V. zusammenzuarbeiten, den „Friedenslaufes 2020: Zerbst/Anhalt – Sankt-Petersburg“ auf die eine oder andere Weise zu unterstützen, der wende sich per E-Mail bitte an:

mspjunge@googlemail.com

oder

anne.mainzer@googlemail.com

oder über

https://www.facebook.com/Zukunftfrieden/

Zerbst, 28.01.2020

Eine Retrospektive: Das Zerbster Katharina-Jahr 2019

Eine Retrospektive: Das Zerbster Katharina-Jahr 2019

Annegret Mainzer, Zerbst

Das Jahr 2019 neigt sich unaufhaltsam seinem Ende zu. Mit Fug und Recht kann es als Katharina-Jahr in Zerbst/Anhalt bezeichnet werden, in dem sich Russen und Deutsche in der Heimatstadt Katharinas der Großen, nämlich in Zerbst/Anhalt, trafen und für die Festigung und den künftigen Ausbau der deutsch-russischen Beziehungen votierten. Außerdem jährt sich am 17. November der Todestag von Katharina II., einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst,, zum 223. Male, es ist also an der Zeit, das Zerbster Katharina-Jahr 2019 Revue passieren zu lassen.

Aus Anlass des diesjährigen 290. Geburtstages von Katharina II. und des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Zerbst/Anhalt und Puschkin/ St. Petersburg wurde in Zerbst unter der Federführung von Bürgermeister Andreas Dittmann, des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalts sowie auf Initiativen des Internationalen Fördervereines „Katharina II.“ Zerbst e.V. und des Fördervereins Schloss Zerbst e.V. und bei aktiver Mitwirkung von Anhalt-Zerbster Unternehmen eine Vielzahl von deutsch-russischen Begegnungen unterschiedlichen Formats ins Leben gerufen.

Das Zerbster Katharina-Jahr startete am 09. Januar, als sich die Abreise der jungen Prinzessin von Zerbst nach Russland zum 275. Male jährte. Deshalb zeigte der Katharina-Verein in der Zerbster Filiale der Sparkasse Anhalt-Bitterfeld eine Ausstellung über die Leistungen Katharinas der Großen in Russland. Die Mitglieder des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e. V. leisteten 2019 eine intensive aufklärerische, wertvolle pädagogische Arbeit in den hiesigen Grundschulen und Kitas. Somit stand die frühzeitige Nachwuchsgewinnung im Fokus ihrer diesjährigen Tätigkeit. Kostümiert als Prinzessin oder Prinz konnten die Jüngsten auf ihren Geburtstagspartys für Katharina II. erste barocke Tanzschritte erlernen und so manches Wissenswerte aus dem Leben einer Prinzessin erfahren. Den Zerbster Drittklässlern wurden im Rahmen ihres Sachunterrichts informative Führungen durch das Zerbster Schloss geboten.

In Kooperation mit dem Staatlichen Museumsreservat „Zarskoje Selo“ in unserer Partnerstadt Puschkin eröffnete der Schlossverein am 01. Juni im Zerbster Schloss die russisch-deutsche Sonderausstellung „Auf den Spuren Katharinas“. Anwesend waren auch Vertreter von Zarskoje Selo sowie der Botschaft der Russlands in Deutschland. In Vorbereitung dieser Ausstellung arbeiteten Schloss- und Katharina-Verein eng zusammen, vor allem die Übersetzungsarbeiten betreffend. Ende Juni hatte der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann an den Feierlichkeiten anlässlich des Stadtgeburtstages von Puschkin/St. Petersburg teilgenommen. „Die Aufführung der Carmina Burana im Mariinsky Konzerthaus in St. Petersburg war dabei etwas ganz Besonderes“, erinnerte Dittmann sich.

Im September wurde in der Hof- und Stiftskirche St. Bartholomäi zu Zerbst die Fotoausstellung „Das deutsche Wolgagebiet. Eine unvollendete Fotogeschichte.“ eröffnet. Ihre Initiatoren sind der seit 1991 in und außerhalb von Russland agierende Internationale Verband der deutschen Kultur (IDVK) und die Moskauer Deutsche Zeitung, deren Herausgeberin Olga Martens zur Eröffnung in Zerbst sprach. Am Abend des 21. Septembers lud der Förderverein Schloss Zerbst e.V. zur 13. Schlossserenade unter dem Motto „Petersburger Serenade – ein Konzert für Katharina“ ein. Höhepunkte des Abends stellten zweifelsohne die Uraufführungen der Arie der Zerbster Prinzessin Sophie und der Ballmusik aus der Oper „Katharina- eine deutsche Zarin“ dar, an deren Vollendung zurzeit noch der Berliner Komponist Stefan Vinzberg arbeitet.

Stefan Vinzberg zur Zerbster Schlossserenade

Zum Großen Katharina-Ball luden am 29. Oktober die Stadt Zerbst und der IDVK erstmals nach Zerbst ein. Ein Ehrengast des Balls war Wladimir W. Omelnitzky, Chef der Verwaltung des Puschkiner Bezirks von St. Petersburg. Anlässlich unserer 25-jährigen Städtepartnerschaft überbrachte er die Grüße aus unserer Partnerstadt Puschkin und verwies auf den langjährigen Schüleraustausch zwischen dem Zerbster Gymnasium Francisceum und dem Gymnasium Nr. 406 in Puschkin: „Dieser Austausch bringt unsere Menschen näher und die Kinder sind unsere besten Diplomaten.“

Volksdiplomatie oder ziviler Ungehorsam – was ist das 2. Deutsch-Russische Katharina-Forum?“ – diese Frage stellte am Tag nach dem Katharina-Ball Bürgermeister Andreas Dittmann den Forumsteilnehmern. Etwa 160 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft Russlands und Deutschlands tauschten sich zwei Tage lang in Zerbst/Anhalt aus, um trotz bestehender Unstimmigkeiten zwischen der Europäischen Union und Russland bestehende Kooperationen zu intensivieren, neue zu starten.

Nicht nur die Zerbster luden in ihrem Katharina-Jahr in ihre Stadt ein, auch von außerhalb wurde Zerbst für würdig befunden, Austragungsort für verschiedene Veranstaltungen zu sein. So fand Anfang Juni die Eröffnung des Internationalen Diplomatenforums „Russland und Deutschland: Ein historisch-diplomatisches Erbe beider Länder“ im Schloss zu Zerbst/Anhalt, statt. Ende August konnte in Zerbst der Katharina-Verein 40 Mitglieder der „Gesellschaft zur Erforschung der russischen Villa“ mit Sitz in Moskau begrüßen. Die dort tätigen russischen Historiker, Kunsthistoriker, Museumsdirektoren, Archivare usw. hatten sich ganz bewusst für eine Reise nach Anhalt entschieden.

russische Historiker am Zerbster Denkmal für Katharina II.

Zahlreiche Zerbster und auch auswärtige Gäste konnten an den erwähnten Veranstaltungen teilnehmen. Welche Eindrücke haben sie aus Zerbst mitgenommen? Woran denken sie gern zurück?

russianhalthistory fragte nach:

Die vielen Katharina-Projekte in diesem Jahr in Zerbst hatten neben den Jubiläumsdaten Katharinas auch lokale Gründe- so die 25-jährige Städtepartnerschaft mit Puschkin/St.Petersburg. Für die Stadt selbst ist das 2. Katharina-Forum von herausragender Bedeutung, denn alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass unsere Stadt aufgrund ihrer historischen Beziehungen über Katharina zu Russland ein prädestinierter Brückenschlag ist, gerade in diplomatisch schwierigen Zeiten“, blickt Bürgermeister Andreas Dittmann zurück. „Die vielen guten Gespräche und die tolle Resonanz zum Katharina-Forum haben Mut gemacht, diesen Weg weiter zu gehen. Was wir hier bewegen können, geht weit über das hinaus, was man gemeinhin einer kleinen Stadt wie unserer zutraut. Für mich ist das praktische Arbeit zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen. Ich habe vor allem spüren können, dass es den Menschen egal ist, wie man offiziell in der EU oder in der NATO die Beziehungen zu Russland bewertet. Vor allem habe ich den Wunsch und den Willen für mehr Verständigung gespürt und das ist gut so“, resümiert er weiter. Des Weiteren stellten seine Reise nach Puschkin, die Ausstellung „Auf den Spuren Katharinas“ im gerade sanierten Corps de Logis des Schlosses sowie der Besuch seines Puschkiner Amtskollegen Wladimir Omelnitzky in Zerbst für ihn persönliche Höhepunkte des Zerbster Katharina-Jahres dar.

W. Omelnitzky (3.v.l.) zur Balleröffnung in Zerbst

Jana Reifarth vom Vorstand des Schlossvereins resümiert wie folgt: „Neben Katharina-Forum mit Ball und deutsch-russischer Sonderausstellung erinnere ich mich nachhaltig an eine Fortbildung für Russischlehrer/innen aus Sachsen-Anhalt, die ich im Juni mitgestaltete. Im September besuchten Russischklassen aus Calbe, Tangermünde und Genthin unsere zweisprachige Sonderausstellung im Schloss. Ausstellungsbegleitend hatte ich ein Quiz für sie vorbereitet, das Annegret Mainzer ins Russische übersetzte. So konnten die Klassen ihre Fremdsprachenkenntnisse praxisorientiert anwenden“.

Am Katharina-Ball und ~-Forum nahmen auch Mitglieder des Kieler Zarenvereins, der mit dem Katharina-Verein freundschaftlich zusammenarbeitet, teil. Darüber schreibt der Kieler Martin Schulz: „Geboten wurden zahlreiche Vorträge und Diskussionen mit regem Gedankenaustausch zwischen hochkarätigen Gästen. Gesellschaftlicher Höhepunkt war der Katharina-Ball, der beredtes Zeugnis von der Gastfreundschaft der Zerbster ablegte“. Zu den Baufortschritten im Zerbster Schloss meint Martin Schult: „Nicht zu Unrecht stand auch das Zerbster Schloss im Mittelpunkt, durch kluge vorläufige Renovierungsmaßnahmen als solches wieder erlebbar gemacht und die Ausstellungen zur Historie von hohem Informationswert. Gleiches gilt für die Hof- und Stiftskirche St. Bartholomäi mit der beeindruckenden Fotoausstellung über die Geschichte der Wolgadeutschen“.

Stefan Vinzberg, Komponist der bereits erwähnten Katharina-Oper und Teilnehmer sowohl am 1. wie auch am 2. Katharina-Forum, hat durch die deutsch-russischen Begegnungen in Zerbst Partner für sein musikalisches Katharina-Projekt gefunden. Gemeinsam mit der in Kaliningrad und Moskau arbeitenden russischen Designerin Inessa Koroleva wird Vinzberg ein Projekt erarbeiten, das uns den inneren Weg der Zerbster Prinzessin von Zerbst nach Moskau auf den Thron Russlands nachvollziehen lässt und es auf dem nächsten Forum präsentieren.

In den sozialen Netzwerken waren noch mehr derartige positive Äußerungen über die Katharina-Aktivitäten in Zerbst zu lesen. „Wir haben bald das Jahr 2019 hinter uns gebracht, jedoch keine Zeit zum Ausruhen, denn 2020 stehen wieder Jubiläen, die uns fordern, auf der Agenda, zum Beispiel, 275 Jahre Heirat von Katharina II. und Peter III., 25 Jahre Sammlung Katharina II. und 10 Jahre Katharina-Denkmal in Zerbst, 30 Jahre Städtepartnerschaft mit Jever und vielleicht ein 3. Katharina-Forum?“, blicken Tatyana Nindel und Annegret Mainzer vom Vorstand des Katharina-Vereins voraus.

Zerbst, den 15.11.2019

„Россия лучше своей репутации“ – 2ой германо-российский экономический Екатерининский форум прошел в Цербсте/Ангальт

«Россия лучше своей репутации» – 2ой германо-российский экономический Екатерининский форум прошел в Цербсте/Ангальт

Аннегрет Майнцер, Цербст

После успешнего проведения Большого Екатерининского Бала вечером 29 сентября, в Цербстском городском холле утром 30 сентября на том же месте прозвучал сигнал из Цербста во второй раз. В начале лета прошлого года заслуженный немецкий политик проф. Гюнтер Верхойген назвал 1ый германо-российский экономический Екатерининский форум сигналом из Цербста.

30 сентября и 01 октября с. г. Министерство экономики, науки и дигитализации федеральной земли Саксония-Ангальт и мэрия города Цербст/Ангальт пригласили принять участие в работе 2го германо-российского экономического Екатерининского форума, который прошел в том же здании, где в XVIII веке молодую Цербстскую принцессу, будущую российскую императрицу Екатерину Великую, научили ездить верхом. Более аутентичного места проведения форума невозможно себе и представить.

Екатерина Великая — это просто мурашки по коже

Д-р Юрген Уде, государственный секретарь в министерстве экономики, науки и дигитализации Саксонии-Ангальта, в своей приветственной речи сказал: «Екатерина Великая — это просто мурашки по коже».

«Екатерина Великая объединяет наши страны», — подтвердил Александр Смекалин, председатель правительства Ульяновской области.

Екатерининский форум — это вид народной дипломатии или гражданского неповиновения?


На правах хозяина Андреас Диттманн, мэр г. Цербст/Ангальт, приветствовал участников 2го Екатерининского форума.

Среди них были:

– д-р Юрген Уде, госсекретарь Министерства экономики, науки и дигитализации Саксонии-Ангальт;

Александр Смекалин, председатель правительства Ульяновской области;

Андрей Л. Вертлужских, депутат Государственной Думы Российской Федерации;

Олег Заремба, заместитель мэра г. Омск;

Хольгер Хевельманн, депутат парламента Саксонии-Ангальт;

Ян Эдо Альберс, мэр г. Йевер;

Ольга Федулова, ТПП г. Омск;

Хансюрген Оверштольц, президент Bosch Group Russia;

Маттиас Шепп, председатель правления Российско-германской внешнеторговой палаты;

Сергей Никитин, руководитель представительства ТПП России и Германии;

Павел Рубцов, заместитель руководителя Торгово-экономического бюро Посольства России

в Германии;

д-р Ютта Фолькнер, автор и журналист.

В работе 2го Екатерининского форума принял участие также Владимир В. Омельницкий, глава администрации Пушкинского района Санкт-Петеребурга. Побратимские отношения между городами Пушкин/Санкт-Петербург и Цербст/Ангальт установились в 1994 году.

Цербстский мэр Андреас Диттманн приветствует участников форума

В своем приветственном слове Цербстский мэр Андреас Диттманн сослался на Владимира Гринина, бывшего посла Российской Федерации в Германии, который возлагает большие надежды на народную дипломатию в данном внешнеполитическом кризисе между Евросоюзом и Россией.

По словам Андреаса Диттманна, Екатерининский форум можно считать видом народной дипломатии или гражданского неповиновения. «Для меня диалоги на нашем форуме являются самым лучшим выходом из кризиса, потому что обе наши страны срочно нуждаются в стабилизационных инициативах», — продолжил Диттманн свою речь.

Мэр отметил также важность поддержки при проведения форума со стороны министерства экономики, науки и дигитализации Саксонии-Ангальт и всех сотрудников в мэрии Цербста/Ангальт. Помимо того, он поблагодарил членов действующего с 1992 г. в Цербсте Международного исторического общества Екатерины II и общества Замок Цербст, основанного в 2003 году, за оказанную ему в подготовке форума поддержку.

Госсекретарь д-р Юрген Уде в своем приветствии передал всем участникам форума привет от министра проф. Армина Виллингманна. Одновременно он говорил о готовности министерства поддерживать такие формы германо-российского экономического диалога как Екатерининский форум в будущем. От имени министра Виллингманна он предложил поставить тему науки в фокус 3го Екатерининского форума.

Екатерининский форум — уникален в своем формате

Александр Смекалин, председатель правительства Ульяновской области, в первую очередь поблагодарил Андреаса Диттманна за инициативу проведения Екатерининского форума и за возможность принять участие в нем. По его мнению, Екатерининский форум — уникален в своем формате. Александр Смекалин в своей речи неоднократно указывал на аналогичные экономические структуры Ульяновской области и города Цербст/Ангальт. «Если мы вместе двигаемся вперед, мы можем многого достичь», — такими словами он закончил своё выступление.

Работу 2го германо-российского экономического Екатерининского форума в Цербсте вступительным словом под названием Бош в России: устойчивый успех несмотря на препятствия открыл Хансюрген Оверштольц, президент Bosch Group Russia. Фирма Бош еще с 1904 г. работает в России.

Россия — страна с большим потенциалом

Хансюрген Оверштольц, президент Bosch Group Russia

Оверштольц назвал Россию страной с большим потенциалом. Об этом свидетелсьвуют также принятые правительством Российской Федерации приоритетные национальные проекты, направленные на дальнейшее развитие здравоохранения, образования, культуры и т. д.

О филисофии компании Бош в России он сказал: «Мы не идем в другую страну, чтобы производить на экспорт. Мы производим для нужд местного рынка».

Оверштольц сообщил, что доля Европы в российской торговле составила 43%, это ок. 300 миллиардов долларов США. Но доля США в российской торговле — только 20 миллиардов долларов США. Это также объясняет, почему США в дискуссиях о санкциях ведут себя безжалостно по отношению к Европе.

Оверштольц указал также на препятствия для немецких предпринимателей в России. Важнейшей проблемой для них является небольшое количество средних предприятий. «И в России куча администраций», — предупредил он. Но по его мнению, в России есть и много плюсов, например, в последние годы там создали ряд сельскохозяйственных и промышленных парков, которые предлагают много возможностей для потенциалных инвесторов.

На вопрос о секрете многолетнего успеха компании Бош в России он ответил: «Существует не единственная гениальная мера, наш успех — это сумма всего, что мы делаем. В связи с этим ряд различных факторов играeт роль, например, это качество, особый способ общения с сотрудниками, наши меры и решения в условиях кризиса.»

панельная дискуссия

После вступительного слова Хансюргена Оверштольца и деловых знакомств прошла панельная дискуссия, в которой принимали участие Маттиас Шепп, председатель правления Российско-германской внешнеторговой палаты, Александр Смекалин, председатель правительства Ульяновской области, Сергей Никитин, руководитель представительства ТПП России и Германии, и Павел Рубцов, заместитель руководителя Торгово-экономического бюро Посольства России в Германии.

Отрывки из дискуссии:

Маттиас Шепп

«Россия лучше своей репутации.»

«Нам не нужно заново изобретать историю.»

«Конкуренты из Азии выходят на рыночные пробелы.»

«Наша сеть с россиянами уникальна. Этого не существует ни с США, ни с Китаем.»

«Русские очень хорошо решают проблемы, которые кажется, никто не может решить.»

Александр Смекалин

«Если кто-то не приходит на рынок, другой приходит.»

Сергей Никитин

«Несмотря на известные Вам стереотипы о немцах, русские также выполняют свои обязательства по доставке.»

Павел Рубцов

«Новые санкции в будущем не имеют основного влияния на нашу экономику.»

Екатерина Великая была бы очень довольна этим форумом

После горячей дискуссии Владимир Омельницкий, глава администрации Пушкинского района Санкт-Петербурга, отметил, что уровень Цербстского Екатерининского форума напоминает ему о Петербургском диалоге. По его мнению, Екатерина Великая, если она присутствовала бы на форуме, была бы им очень довольна.

Вечером все участники форума собрались в Цербстском замке на совместном приеме, организованном Министерством экономики, науки и дигитализации федеральной земли Саксония-Ангальт и мэрией города Цербст/Ангальт. В своем приветствии министр Армин Виллингманн утвердил готовность своего министерства к продолжению и дальнейшему развитию Екатерининского форума в будущем.

Второй день 2го Екатерининского форума обещал стать не менее насыщенным и интересным, чем первый.

Россия хочет мира и Германия того же

В своем приветственном слове к участникам форума Андрей Леонидович Вертлужских, депутат Государственной Думы Российской Федерации из Екатеринбурга, отметил: «Россия хочет мира и Германия того же. Екатерина Великая дала нашим странам прекрасную возможность эффективного сотрудничества.»

Андрей Л. Вертлужских, депутат ГосДумы РФ

Представьте, через 10 лет в Цербсте будет открыт 10ый Екатерининский форум!

В ходе своей речи он напомнил участникам форума, что через 10 лет будет отмечаться 300-летие со дня рождения Екатерины Великой. По этому поводу уже сегодня в Санкт-Петербурге начал работать оргкомитет. В связи с этим юбилеем в будущем Андрей Вертлужских развил смелое видение: «Представьте, через 10 лет в Цербсте будет открыт 10ый германо-российский Екатерининский форум!»

По его мнению, не достаточно, если Екатерининский форум работает раз в году, он предложил расширить форум, приглашая на встречи с космонавтами, на Екатерининские чтения с писателями и т. д.

Аннегрет Майнцер, автор статьи, и Андрей Л. Вертлужских на форуме

Олег Заремба, заместитель мэра г. Омск, в своей речи рассказал о положительном опыте в сотрудничестве города Омск с городом Барлебен под Магдебургом. Олег Заремба подчеркнул, что Екатерининский форум поддреживает диалог не только между немцами и русскими, но и между поколениями.

В ходе 2го рабочего дня Екатерининского форума были представлены стартапы и участники имели возможность принять участие в различных воркшопах:

– химическая промышленность и энергетика;

– медицинская техника и биотехнологии;

– цифровая трансформация;

– аграрная и пищевая промышленность;

– мастер-класс: правовые аспекты сотрудничества с российскими предприятиями.

В завершении 2го Екатерининского форума состоялась панельная дискуссия под названием Перспективы и сотрудничество. Участники дискуссии:

д-р Ютта Фолькнер, автор и журналист;

Ольга Федулова, ТПП г. Омск;

Аилика Ангаль-Цербстская, бюро Ангальт.

Ольга Федулова, ТПП г. Омск

В своем заключении Цербстский мэр Андреас Диттманн поблагодарил всех за их мужество посетить маленький Цербст/Ангальт. И он надеется заново приветствовать всех и еще больше заинтересованных на 3ем германо-российском экономическом Екатерининскои форуме в Цербсте/Ангальт.

Итоги:

  1.  Экономические санкции против России признали безполезными в Германии.
  2.  Несмотря на различные внешнеполитические дрязги, германо-российские отношения, особенно межрегиональные в областях эконимики, культуры, образования и науки, функционируют, и даже укрепляются.
  3.  Нельзя игнорировать негативные последствия санкций и антисанкций.
  4.  3ий германо-российский экономический Екатерининский форум состоится в Цербсте/Ангальт.
  5.  В связи с проведением 2го германо-российского экономического Екатерининского форума город Цербст/Ангальт нашел ряд новых партнеров.
  6.  Первые идеи для проведения 3го германо-российского экономического Екатерининского форума уже зародились в Цербсте/Ангальт.

Цербст, 5 октября 2019 г.

Замечание

Аннегрет Майнцер, автор данной статьи, – заместитель председателя Международного исторического общества Екатерина II в г. Цербст/Ангальт. Если Вы заинтересованы в установлении контакта со мной, вот  контактные данные:

E-Mail: anne.mainzer@googlemail.com

mobil Tel.: 0159 07675 312

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Визит членов Общества изучения русской усадьбы в г. Цербст/Ангальт

Визит членов Общества изучения русской усадьбы в г. Цербст/Ангальт

Аннегрет Майнцер, Цербст

В каждом году члены основанного в 1992 году Общества изучения русской усадьбы организуют так называемую экспедиционную поездку. В состав Общества изучения русской усадьбы входят историки, искусствоведы, архитекторы, директора музеев, реставраторы и доценты МГУ, короче говоря, представители гуманитарной сферы.

Их экспедиционная поездка в 2019 году была приурочена к 290-летию со дня российской императрицы Екатерины Великой, урожденной принцессы Ангальт-Цербстской. Поэтому русские ученые посетили те места в Германии, которые связаны с Екатериной Великой и Романовыми.

Поездка началась с посещения города Штеттин (ныне: Щецин/ Польша), где в 1729 году Екатерина II родилась. Члены Общества изучения русской усадьбы посетили немецкие города Киль, Ойтин, Глюксбург, Любек, Брауншвейг итд.

Замок в Дорнбурге на реке Эльбы

Кульминацией их экспедиционной поездки 2019 года, несомненно, было посещение региона Ангальта, где Екатерина Великая провела свое детство и отрочество. 29 августа с.г. Аннегрет Майнцер, заместитель председателя основанного в 1992 году некоммерческого Международного исторического общества «Екатерина II» г. Цербст/Ангальт, и Илона Пфлуг, также член правления Екатерининского общества, встретили гостей из России перед замком в деревне Дорнбург, где в 1690 году родился князь Христиан Август Ангальт-Цербстский, отец Екатерины II.

В городе Цербст/Ангальт гости из России, во-первых, посетили родной замок Екатерины II, где Дирк Херрманн, председатель основанного в 2003 году некоммерческого Общества «Замок Цербст», их приветствовал.

Дирк Херрманн и Аннегрет Майнцер приветствовали русских гостей в Цербстском замке

Аннегрет Майнцер и Дирк Херрманн вместе показали русским гостям апартамент княгини Иоганны Елизаветы Ангальт-Цербстской, матери Екатерины II. Кроме того, гости посетили открытую 1 июня с.г. германо-российскую выставку «По следам Екатерины», которая была создана членами Общества «Замок Цербст» в тесном сотрудничестве с Государственным музеем-заповедником «Царское Село» в городе Пушкин/Ст. Петербург. Эта выставка является частью международного культурного проекта «Русские сезоны» в Германии.

экскурсия по замку

После экскурсии по Цербстскому замку гости из России посетили Екатерининский музей, который был открыт в 1995 году в здании бывшего кавалерского дома, где ныне находится ратуша города Цербст/Ангальт. В Екатерининском музее Андреас Диттманн, мэр г. Цербст/Ангальт, сердечно приветствовал гостей из России и дал краткую информацию о дружеских отношениях между городами Цербст/Ангальт и Пушкин/ Ст. Петербург, которые в текущем году отмечают 25-летие установления побратимских отношений.

В Екатерининском музее /встреча с мэром и Владимиром Тесленко

Экскурсию по Екатерининскому музею вел Владимир Тесленко, основатель и почетный член Международного исторического общества «Екатерина II» г. Цербст/Ангальт. Русские ученые очень заинтересовались его рассказом о начале деятельности Екатерининского общества и о выставленных экспонатах.

Конечно, группа русских ученых двинулась к памятнику Екатерине Великой, который был открыт и освящен летом 2010 года в Цербстском замковом парке. Памятник является работой Московского скульптора профессора Михаила Переяславца.

у памятника Екатерине Великой

После такой насыщенной программы все, гости и гиды, радовались вкусному ужину в уютном Цербстском ресторане «Морино».

Поводя итоги дня, Андрей Чекмарёв, член правления Общества изучения русской усадьбы, подчеркнул, что они в Цербсте не только были на родной земле Екатерины Второй, они здесь также встретили людей, которые из-за любви к родному городу занимаются волонтерской деятельностью в разных некоммерческих обществах. «Такие активные люди нам больше нужны в России», сказал Чекмарёв.

Уроженки города Цербст/Ангальт Аннегрет Майнцер и Дирк Херрманн единогласно уверены в том, что визит 40 членов Общества изучения русской усадьбы в Цербст был только началом для будущего плодотворного сотрудничества между своими обществами.

Цербст, 03 сентября 2019 года

2019 – das Jahr für Katharina die Große in Zerbst/Anhalt

2019 – das Jahr für Katharina die Große in Zerbst/Anhalt

Annegret Mainzer, Zerbst

Denkmal für Katharina II. in Zerbst

Das Jahr 2019 ist im ostdeutschen Zerbst/Anhalt durch zwei Jubiläen geprägt: Zum einen durch den 290. Geburtstag von Zarin Katharina der Großen, einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst und zum anderen durch die 25-jährige Partnerschaft der Städte Zerbst/Anhalt und Puschkin/St. Petersburg (ehemals Zarskoje Selo). Deshalb wurden bereits und werden noch verschiedene Events in Zerbst/Anhalt organisiert, die thematisch mit dem Leben und Wirken von Katharina der Großen und den deutsch-russischen Beziehungen im engen Zusammenhang stehen.

Die Mitglieder des 1992 gegründeten Internationalen Fördervereins „Katharina II:“ Zerbst e. V. starteten im Januar diesen Jahres mit einer Ausstellung zum Leben und den Verdiensten Katharinas der Großen. Anlass war die 275. Wiederkehr ihrer Abfahrt von Zerbst nach Russland, wo sie 1745 den russischen Thronfolger, den späteren Zaren Peter III., heiratete und sich 1762 zur Zarin ausrufen ließ.

Den 290. Geburtstag von Katharina der Großen begingen die Mitglieder des Katharinavereins gemeinsam mit Zerbster Drittklässlern, indem sie die Ausstellungen im Zerbster Schloss besuchten und dabei nicht nur in die Zerbster, auch in die russische und teilweise europäische Historie eintauchten.

Katharina-Denkmal und Schloss in Zerbst

Bereits Mitte April fand im Rahmen der diesjährigen Internationalen Fasch-Festtage in Zerbst/Anhalt eine wissenschaftliche Konferenz zum Thema „Musik in Anhalt-Zerbst“ statt. Dort war ein Beitrag von Annegret Mainzer, der stellvertretenden Vorsitzenden des Katharinavereins, zu hören, in dem es um aus Anhalt stammende Musiker, Sänger und Komponisten ging, die im 18./19. Jahrhundert im Russischen Reich Karriere machten.

Am 01. Juni wurde im Zerbster Schloss die russisch-deutsche Sonderausstellung „Auf den Spuren Katharinas“ festlich eröffnet. Sie entstand in enger Kooperation des seit dem Jahr 2003 in Zerbst agierenden Fördervereins „Schloss Zerbst“ mit dem Staatlichen Museumsreservat „Zarskoje Selo“ in Puschkin. Zur Ausstellungseröffnung kamen gut 120 Gäste, unter anderem auch Vertreter der Russischen Botschaft in der BRD und des Staatlichen Museumsreservats „Zarskoje Selo“.

Zwei Tage später startete im Zerbster Schloss das Internationale diplomatische Forum „Russland und Deutschland: Ein historisch-diplomatisches Erbe beider Länder“. Einer der eingeladenen Redner war Wladimir M. Grinin, ehemaliger Botschafter der Russischen Förderation in der BRD, der bereits im Jahr 2012 zur Eröffnung der touristischen Route „Katharina die Große“ und 2017 anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Ansichten Liechtensteins“ mit Werken des russischen Künstlers Alex Doll in Zerbst/Anhalt weilte.

Wladimir Grinin

Außerdem wies der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann in seiner Begrüßung darauf hin, dass es im Jahr 2014 Wladimir Grinin war, seinerzeit amtierender Botschafter Russlands in Deutschland, der den Wiederaufbau des am 16. April 1945 zerstörten Zerbster Schlosses unter seine Schirmherrschaft stellte.

Am 29. Juni diesen Jahres begeht die Stadt Puschkin/ St. Petersburg ihren Stadtgeburtstag, an deren Feierlichkeiten auch der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann teilnehmen und die Glückwünsche der Zerbster Bürgerschaft überbringen wird.

Bürgermeister Andres Dittmann 2017 in Puschkin

Noch bis zum 18. Juli diesen Jahres ist im Zerbster Rathaus die Ausstellung „Der Deutsche Karl Bulla – der erste russische Fotoreporter“ zu sehen. Gezeigt werden mehr als 80 einzigartige Fotografien aus dem einstigen St. Petersburger Atelier von Karl Bulla (1858-1919), der nicht nur bekannte Künstler und Staatsmänner fotografierte und der Hoffotograf der Zarenfamilie war, sondern auch als Begründer der russischen Fotoreportage gilt.

Am 29. September laden die Stadt Zerbst/Anhalt, der Internationale Verband der deutschen Kultur mit Sitz in Moskau und der Internationale Förderverein „Katharina II:“ Zerbst e. V. in die Zerbster Stadthalle zum Großen Katharinaball, der erstmals in Zerbst, der Heimatstadt Katharinas der Großen, stattfinden wird, ein. Bisher wurde der Große Katharinaball im Großen Palast von Zarizyno bei Moskau veranstaltet Auf dem Großen Katharinaball in Zerbst wird der Auftritt der Elevinnen und Eleven der Kaiserlichen Schule des russischen Balletts aus der Partnerstadt Puschkin erwartet.

Zerbster Delegation auf dem Katharinaball 2016 in Zarizyno

Das 2. Katharina-Forum, ein deutsch-russischer Wirtschaftsdialog, initiiert vom Bundesland Sachsen-Anhalt und der Stadt Zerbst/Anhalt, findet in Zerbst/Anhalt am 30. September/ 01. Oktober 2019 statt. Das Kathaina-Forum bietet Vertretern deutscher und russischer Unternehmen und Organisationen sowie Startups eine Plattform für die direkte Kontaktaufnahme.

S. Netschajew, Botschafter Russlands in BRD auf 1. Katharina-Forum

Biotechnologie, Maschinenbau, chemische und Lebensmittelindustrie, Energetik sowie Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft bilden die wesentlichen Themen des Katharina-Forums im Jahr 2019.

https://russianhalthistory.wordpress.com/2018/06/03/prof-g-verheugen-nennen-sie-es-das-signal-von-zerbst/

Neben den im vorliegenden Beitrag aufgeführten deutsch-russischen Events soll die seit dem Jahr 2011 existierende Schulpartnerschaft zwischen dem Zerbster Gymnasium Francisceum und dem Gymnasium Nr. 406 in Puschkin nicht unerwähnt bleiben. Jeden Herbst organisieren die Pädagogen beider Gymnasien einen Schüleraustausch, der sich zunehmend großer Beliebtheit erfreut. Somit erhalten nachfolgende Generationen die Chance, die freundschaftlichen Beziehungen ihrer Heimatstädte Zerbst und Puschkin fortzusetzen und zu vertiefen.

Gymnasium Francisceum in Zerbst/ Anhalt

Weiterführende Informationen unter folgenden Links:

https://www.stadt-zerbst.de/de/de.html

https://katharina-forum-zerbst.com/

http://www.ifv-katharinaii.de/

https://www.schloss-zerbst-ev.de/

Zerbst, 26. Juni 2019

 

2019й год – посвящен в г. Цербст/Ангальт Екатерине Великой

2019й год — в г. Цербсте/Ангальт посвящен Екатерине Великой

Аннегрет Майнцер, Цербст

                                                           памятник Екатерине Великой в Цербсте

2019й год посвящен российской императрице Екатерине Великой, а прежде всего в восточногерманском городе Цербст/Ангальт, расположенном в федеральной земле Саксония-Ангальт.

За последние 27 лет в Цербсте проводили ряд интересных культурных, музыкальных, литературных и научных мероприятий, связанных с жизнью и творчеством российской императрицы Екатерины Великой. Это объясняется тем, что она была урождённой принцессой Ангальт-Цербстской и замок, построенный её предками, находится именно в городе Цербст/Ангальт.

В январе текущего года было отмечено 275-летие её отъезда из Цербста в Россию, где она в 1745 году вышла замуж за наследника русского престола, будущего императора Петр III. По этому поводу члены действующего с 1992 года в Цербсте Международного исторического общества «Екатерина II» организовали выставку, рассказывающую не только о жизни, но и о её заслугах перед Россией.

В начале мая этого года члены уже названного Екатерининского общества отметили 290-летие со дня рождения Екатерины Великой. Поэтому Цербстские третьеклассники и отдетые по моде барокко члены Екатерининского общества встретились в Цербстском замке, где школьники, посещая выставки, организованные Цербстскими краеведами, ознакомились с жизнью и творчеством своей «Великой» соотечественницы.

памятник Екатерине II и замок ее предков в Цербсте

Уже в середине апреля Международное общество им. Йоганна Фридриха Фаша провело научную конференцию под названием «Музыка в княжестве Ангальт-Цербст». Й.Ф. Фаш был придворным капельмейстером при дворе князя Ангальт-Цербстского, который, например, в 1757 году написал торжественную серенаду «Осчастливленный День»,посвятив её 28-летию дочери своего князя-патрона, восшедшей в 1762 году на русский престол и вошедшей в русскую историю как Екатерина Великая. На уже названной научной конференции Аннегрет Майнцер, заместитель председателя Международного исторического общества «Екатерина II», выступила с докладом, который был посвящен творчеству тех выходцев-музыкантов из Ангальта, сделавших в XVIII и XIX веках карьеру в Российской империи.

290-летие со дня рождения Екатерины Великой и 25-летие установления побратимских отношений между городами Цербст/Ангальт и Пушкин/Ст. Петербург (раньше: Царское Село) послужили поводом для проведения российско-германской тематической выставки под названием «По следам Екатерины», которая была открыта 01 июня с.г. в Цербстском замке. Она была создана при сотрудничестве Государственного художественно-архитектурного музея-заповедника «Царское Село» с основанным в 2003 году зарегистрированным обществом «Замок Цербст».

В прошлом ноябре Дирк Херрманн, председатель общества «Замок Цербст» и Аннегрет Майнцер, член того же общества, встретились с Ольгой Таратыновой, директором ГМЗ «Царское Село» в Пушкине, где они подписали договор о проведении и презентации выставки «По следам Екатерины» в Цербстском замке.

Выставка показана в недавно отремонтированных помещениях на нижнем этаже главного корпуса замка. В этом корпусе на верхнем этаже в XVIII веке располагались «детские» помещения Екатерины Великой. Ныне они ждут своего восстановления.

Двуязычная выставка «По следам Екатерины» разделена на две части: Вступительная часть выставки посвящена детству и молодости Екатерины Великой. Другая, гораздо большая часть выставки показывает изображения различных мест Екатерининского парка в Царском Селе при жизни Екатерины Великой. Среди них акварели, гравюры и рисунки, сделанные русскими и иностранными художниками в XVIII и XIX веках. Рядом с ними фотографии 2017/2018 годов отражают состояние Екатерининского парка в настоящее время. На открытие выставки пришло примерно 120 гостей, среди которых были представители ГМЗ «Царское Село» и посольства Российской Федерации в ФРГ.

Русские ныне считают Екатерину Великую одной из самых известных и ключевых фигур в истории своей страны, поэтому 3 июня текущего года в замке-резиденции князей Ангальт-Цербстских, т. е. в Цербстском замке был открыт Международный дипломатический форум под названием «Россия и Германия: историко-дипломатическое наследие обеих стран». В нем принял участие Владимир М. Гринин, бывший посол Российской Федерации в ФРГ, который в 2014 году взял проект восстановления разрушенного 16 апреля 1945 года Цербстского замка под своё покровительство.

Владимир Гринин

В январе с.г. в Берлинском Доме науки и культуры открылась выставка под названием «Немец Карл Булла — первый русский фоторепортер», которая посвящена историческому наследию основоположника Карл Булла (1858-1929). По телемосту эта выставка была показана в Дрездене и Лейпциге. До 18 июля с.г. выставка проходит в здании городской администрации г. Цербст/Ангальт. Представлены более 80 уникальных фотографий из ателье Карла Буллы, отражающих ведущих в то время художников и государственных деятелей. Карл Булла был также официальным фотографом императорской семьи России.

29 июня с.г. город Пушкин/Ст. Петербург отметит День основания города. По этому поводу Андреас Диттманн, мэр города Цербст/Ангальт, посетит с официальным дружеским визитом город-побратим, где он передаст поздравление жителей города Цербст/Ангальт.

                                                  выступление мэра А. Диттманна в 2017 г. в Пушкине

28 аввгуста с.г. в г. Цербст/Ангальт ожидают представителей «Общества изучения русской усадьбы» из Москвы. Они в рамках своей ежегодной экспедиционной поездки в этом году специально делают акцент на места в Германии, связанные с Екатериной II и Романовыми. Конечно, в их программу будут включены посещения замки в Дорнбурге и Цербсте.

21 сентября с.г. в Цербстском замке состоится концерт под названием «Петербургская серенада — концерт для императрицы Екатиерины». В концертную программу включены фрагменты из оперы «Екатерина — немецкая императрица», которая принадлежит перу Берлинского композитора Штефана Винцберга. Осенью прошлого года прошла премьера фрагмаентов из этой оперы в замке, находящемся в деревне Дорнбург, где родился князь Христиан Август Ангальт-Цербстский, отец Екатерины Великой.

29 сентября с.г. город Цербст/Ангальт и Международный союз немецкой культуры и Международное историческое общество «Екатерина II» приглашают на Большой Екатерининский Бал, который впервые состоится в Цербстском городском холле, в бывшем манеже князей Ангальт-Цербстских. До сих пор Большой Екатерининский Бал состоялся в Большом дворце в музее-заповеднике Царицыно под Москвой. На Цербстском балу ожидают выступление учениц и учеников Императорской школы русского балета из города Пушкин/ Ст. Петербург.

                                                        Цербстская делегация на Екатерининском балу в 2016 г.

30 сентября/ 01 октября с.г. состоится 2ой Екатерининский форум, германо-российской диалог федеральной земли Саксония-Ангальт, на Родине Екатерины Великой.

посол С. Нечаев на 1ом Екатерининском форуме

Биотехнология, машиностроение, химическая и пищевая промышленности, энергетика и дигитализация в образовании и науке являются основными темами Екатерининского форума в 2019 году.

Этот форум должен служать прямому обмену между представителями предприятий и организаций и политиков Германии и России. Министерство экономики и информационных технологий федеральной земли Саксония-Ангальт и город Цербст/Ангальт являются организаторами 2ого Екатерининского форума при поддержке со стороны Международного исторического общества «Екатерина II».

https://russianhalthistory.wordpress.com/2018/06/06/signal-von-zerbst/

Кроме названных в данной статье мероприятий можно обратить внимание на двусторонние отношения между Цербстской гимназии «Франсисеум» и гимназии № 406 в Пушкине. На основе подписанного в 2011 году договора о сотрудничестве гимназий педагоги ежегодно организуют живой обмен учащимися. Таким образом, молодое поколение получает возможность продолжать и укреплять дружеские сязи между своими родными городами.

гимназия „Франсисеум“ в Цербсте

Для получения дальнейшей информации, пожалуйста, воспользуйтесь ссылками ниже:

https://www.stadt-zerbst.de/de/de.html

https://katharina-forum-zerbst.com/

http://www.ifv-katharinaii.de/

https://www.schloss-zerbst-ev.de/

Цербст, 26 июня 2019 г.