Eine Retrospektive: Das Zerbster Katharina-Jahr 2019

Eine Retrospektive: Das Zerbster Katharina-Jahr 2019

Annegret Mainzer, Zerbst

Das Jahr 2019 neigt sich unaufhaltsam seinem Ende zu. Mit Fug und Recht kann es als Katharina-Jahr in Zerbst/Anhalt bezeichnet werden, in dem sich Russen und Deutsche in der Heimatstadt Katharinas der Großen, nämlich in Zerbst/Anhalt, trafen und für die Festigung und den künftigen Ausbau der deutsch-russischen Beziehungen votierten. Außerdem jährt sich am 17. November der Todestag von Katharina II., einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst,, zum 223. Male, es ist also an der Zeit, das Zerbster Katharina-Jahr 2019 Revue passieren zu lassen.

Aus Anlass des diesjährigen 290. Geburtstages von Katharina II. und des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Zerbst/Anhalt und Puschkin/ St. Petersburg wurde in Zerbst unter der Federführung von Bürgermeister Andreas Dittmann, des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalts sowie auf Initiativen des Internationalen Fördervereines „Katharina II.“ Zerbst e.V. und des Fördervereins Schloss Zerbst e.V. und bei aktiver Mitwirkung von Anhalt-Zerbster Unternehmen eine Vielzahl von deutsch-russischen Begegnungen unterschiedlichen Formats ins Leben gerufen.

Das Zerbster Katharina-Jahr startete am 09. Januar, als sich die Abreise der jungen Prinzessin von Zerbst nach Russland zum 275. Male jährte. Deshalb zeigte der Katharina-Verein in der Zerbster Filiale der Sparkasse Anhalt-Bitterfeld eine Ausstellung über die Leistungen Katharinas der Großen in Russland. Die Mitglieder des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e. V. leisteten 2019 eine intensive aufklärerische, wertvolle pädagogische Arbeit in den hiesigen Grundschulen und Kitas. Somit stand die frühzeitige Nachwuchsgewinnung im Fokus ihrer diesjährigen Tätigkeit. Kostümiert als Prinzessin oder Prinz konnten die Jüngsten auf ihren Geburtstagspartys für Katharina II. erste barocke Tanzschritte erlernen und so manches Wissenswerte aus dem Leben einer Prinzessin erfahren. Den Zerbster Drittklässlern wurden im Rahmen ihres Sachunterrichts informative Führungen durch das Zerbster Schloss geboten.

In Kooperation mit dem Staatlichen Museumsreservat „Zarskoje Selo“ in unserer Partnerstadt Puschkin eröffnete der Schlossverein am 01. Juni im Zerbster Schloss die russisch-deutsche Sonderausstellung „Auf den Spuren Katharinas“. Anwesend waren auch Vertreter von Zarskoje Selo sowie der Botschaft der Russlands in Deutschland. In Vorbereitung dieser Ausstellung arbeiteten Schloss- und Katharina-Verein eng zusammen, vor allem die Übersetzungsarbeiten betreffend. Ende Juni hatte der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann an den Feierlichkeiten anlässlich des Stadtgeburtstages von Puschkin/St. Petersburg teilgenommen. „Die Aufführung der Carmina Burana im Mariinsky Konzerthaus in St. Petersburg war dabei etwas ganz Besonderes“, erinnerte Dittmann sich.

Im September wurde in der Hof- und Stiftskirche St. Bartholomäi zu Zerbst die Fotoausstellung „Das deutsche Wolgagebiet. Eine unvollendete Fotogeschichte.“ eröffnet. Ihre Initiatoren sind der seit 1991 in und außerhalb von Russland agierende Internationale Verband der deutschen Kultur (IDVK) und die Moskauer Deutsche Zeitung, deren Herausgeberin Olga Martens zur Eröffnung in Zerbst sprach. Am Abend des 21. Septembers lud der Förderverein Schloss Zerbst e.V. zur 13. Schlossserenade unter dem Motto „Petersburger Serenade – ein Konzert für Katharina“ ein. Höhepunkte des Abends stellten zweifelsohne die Uraufführungen der Arie der Zerbster Prinzessin Sophie und der Ballmusik aus der Oper „Katharina- eine deutsche Zarin“ dar, an deren Vollendung zurzeit noch der Berliner Komponist Stefan Vinzberg arbeitet.

Stefan Vinzberg zur Zerbster Schlossserenade

Zum Großen Katharina-Ball luden am 29. Oktober die Stadt Zerbst und der IDVK erstmals nach Zerbst ein. Ein Ehrengast des Balls war Wladimir W. Omelnitzky, Chef der Verwaltung des Puschkiner Bezirks von St. Petersburg. Anlässlich unserer 25-jährigen Städtepartnerschaft überbrachte er die Grüße aus unserer Partnerstadt Puschkin und verwies auf den langjährigen Schüleraustausch zwischen dem Zerbster Gymnasium Francisceum und dem Gymnasium Nr. 406 in Puschkin: „Dieser Austausch bringt unsere Menschen näher und die Kinder sind unsere besten Diplomaten.“

Volksdiplomatie oder ziviler Ungehorsam – was ist das 2. Deutsch-Russische Katharina-Forum?“ – diese Frage stellte am Tag nach dem Katharina-Ball Bürgermeister Andreas Dittmann den Forumsteilnehmern. Etwa 160 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft Russlands und Deutschlands tauschten sich zwei Tage lang in Zerbst/Anhalt aus, um trotz bestehender Unstimmigkeiten zwischen der Europäischen Union und Russland bestehende Kooperationen zu intensivieren, neue zu starten.

Nicht nur die Zerbster luden in ihrem Katharina-Jahr in ihre Stadt ein, auch von außerhalb wurde Zerbst für würdig befunden, Austragungsort für verschiedene Veranstaltungen zu sein. So fand Anfang Juni die Eröffnung des Internationalen Diplomatenforums „Russland und Deutschland: Ein historisch-diplomatisches Erbe beider Länder“ im Schloss zu Zerbst/Anhalt, statt. Ende August konnte in Zerbst der Katharina-Verein 40 Mitglieder der „Gesellschaft zur Erforschung der russischen Villa“ mit Sitz in Moskau begrüßen. Die dort tätigen russischen Historiker, Kunsthistoriker, Museumsdirektoren, Archivare usw. hatten sich ganz bewusst für eine Reise nach Anhalt entschieden.

russische Historiker am Zerbster Denkmal für Katharina II.

Zahlreiche Zerbster und auch auswärtige Gäste konnten an den erwähnten Veranstaltungen teilnehmen. Welche Eindrücke haben sie aus Zerbst mitgenommen? Woran denken sie gern zurück?

russianhalthistory fragte nach:

Die vielen Katharina-Projekte in diesem Jahr in Zerbst hatten neben den Jubiläumsdaten Katharinas auch lokale Gründe- so die 25-jährige Städtepartnerschaft mit Puschkin/St.Petersburg. Für die Stadt selbst ist das 2. Katharina-Forum von herausragender Bedeutung, denn alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass unsere Stadt aufgrund ihrer historischen Beziehungen über Katharina zu Russland ein prädestinierter Brückenschlag ist, gerade in diplomatisch schwierigen Zeiten“, blickt Bürgermeister Andreas Dittmann zurück. „Die vielen guten Gespräche und die tolle Resonanz zum Katharina-Forum haben Mut gemacht, diesen Weg weiter zu gehen. Was wir hier bewegen können, geht weit über das hinaus, was man gemeinhin einer kleinen Stadt wie unserer zutraut. Für mich ist das praktische Arbeit zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen. Ich habe vor allem spüren können, dass es den Menschen egal ist, wie man offiziell in der EU oder in der NATO die Beziehungen zu Russland bewertet. Vor allem habe ich den Wunsch und den Willen für mehr Verständigung gespürt und das ist gut so“, resümiert er weiter. Des Weiteren stellten seine Reise nach Puschkin, die Ausstellung „Auf den Spuren Katharinas“ im gerade sanierten Corps de Logis des Schlosses sowie der Besuch seines Puschkiner Amtskollegen Wladimir Omelnitzky in Zerbst für ihn persönliche Höhepunkte des Zerbster Katharina-Jahres dar.

W. Omelnitzky (3.v.l.) zur Balleröffnung in Zerbst

Jana Reifarth vom Vorstand des Schlossvereins resümiert wie folgt: „Neben Katharina-Forum mit Ball und deutsch-russischer Sonderausstellung erinnere ich mich nachhaltig an eine Fortbildung für Russischlehrer/innen aus Sachsen-Anhalt, die ich im Juni mitgestaltete. Im September besuchten Russischklassen aus Calbe, Tangermünde und Genthin unsere zweisprachige Sonderausstellung im Schloss. Ausstellungsbegleitend hatte ich ein Quiz für sie vorbereitet, das Annegret Mainzer ins Russische übersetzte. So konnten die Klassen ihre Fremdsprachenkenntnisse praxisorientiert anwenden“.

Am Katharina-Ball und ~-Forum nahmen auch Mitglieder des Kieler Zarenvereins, der mit dem Katharina-Verein freundschaftlich zusammenarbeitet, teil. Darüber schreibt der Kieler Martin Schulz: „Geboten wurden zahlreiche Vorträge und Diskussionen mit regem Gedankenaustausch zwischen hochkarätigen Gästen. Gesellschaftlicher Höhepunkt war der Katharina-Ball, der beredtes Zeugnis von der Gastfreundschaft der Zerbster ablegte“. Zu den Baufortschritten im Zerbster Schloss meint Martin Schult: „Nicht zu Unrecht stand auch das Zerbster Schloss im Mittelpunkt, durch kluge vorläufige Renovierungsmaßnahmen als solches wieder erlebbar gemacht und die Ausstellungen zur Historie von hohem Informationswert. Gleiches gilt für die Hof- und Stiftskirche St. Bartholomäi mit der beeindruckenden Fotoausstellung über die Geschichte der Wolgadeutschen“.

Stefan Vinzberg, Komponist der bereits erwähnten Katharina-Oper und Teilnehmer sowohl am 1. wie auch am 2. Katharina-Forum, hat durch die deutsch-russischen Begegnungen in Zerbst Partner für sein musikalisches Katharina-Projekt gefunden. Gemeinsam mit der in Kaliningrad und Moskau arbeitenden russischen Designerin Inessa Koroleva wird Vinzberg ein Projekt erarbeiten, das uns den inneren Weg der Zerbster Prinzessin von Zerbst nach Moskau auf den Thron Russlands nachvollziehen lässt und es auf dem nächsten Forum präsentieren.

In den sozialen Netzwerken waren noch mehr derartige positive Äußerungen über die Katharina-Aktivitäten in Zerbst zu lesen. „Wir haben bald das Jahr 2019 hinter uns gebracht, jedoch keine Zeit zum Ausruhen, denn 2020 stehen wieder Jubiläen, die uns fordern, auf der Agenda, zum Beispiel, 275 Jahre Heirat von Katharina II. und Peter III., 25 Jahre Sammlung Katharina II. und 10 Jahre Katharina-Denkmal in Zerbst, 30 Jahre Städtepartnerschaft mit Jever und vielleicht ein 3. Katharina-Forum?“, blicken Tatyana Nindel und Annegret Mainzer vom Vorstand des Katharina-Vereins voraus.

Zerbst, den 15.11.2019

Триумфальное музыкальное возвращение Екатерины Великой на немецкую Родину

Триумфальное музыкальное возвращение Екатерины Великой на немецкую Родину

 

Аннегрет Майнцер, Цербст

21 сентября с. г. в родовом замке российской императрицы Екатерины Великой в г. Цербст/Ангальт прошел грандиозный концерт-бенефис под названием Петербургская серенада — концерт для императрицы Екатерины, приуроченный к 290-летию со дня рождения Екатерины Великой.

В связи с этим концертом собранные средства передали некоммерческому Обществу «Замок Цербст», чья цель состоится в восстановлении разрушенного в апреле 1945 г. Цербстского замка.

Гостей и музыкантов-художников приветствовал Дирк Херрманн, председатель Общества Замок Цербст. Среди гостей были Андреас Диттманн, мэр г. Цербст/Ангальт, и композитор Штефан Винцберг, который написал оперу Екатерина- немецкая императрица.

приветствие гостей

Ян Михаэль Хорстманн в этот вечер был не только главным дирижером Среднегерманского камерного оркестра г. Шенебек, он также выступил ведущим вечера.

Первое отделение концерта под названием Цербст началось с Йоганна Штрауса-сына, короля вальсов. Прозвучал его почти забытый в наши дни вальс У Эльбы, чья премьера прошла 28 ноября 1897 г. в Вене.

Была исполнена увертюра к сюиту, написанная немецким композитором Йоганном Фридрихом Фашом (1688-1758), который в 1722 г. был назначен придворным капельмейстером князя Ангальт-Цербстского.

Также прозвучала увертюра к оркестровому сюиту Москвичи, принадлежажая перу композитора Георга Филиппа Телеманна, родившегося в 1681 г. в Магдебурге. Кстати, его внук — Георг Михаэль Телеманн (*1748 г.) в 1773 г. был назначен музыкальным дирктором и кантором главного собора в Риге, где он умер в 1831 году.

Вернемся к концерту в Цербстском замке: Вне сомнения — одной из кульминаций концерта была премьера арии Цербстской принцессы Софии До конца моей жизни из оперы Екатерина- немецкая императрица Берлинского композитора Штефана Винцберга. Арию исполнила немецко-марроканская сопранистка Мириам Сабба. Она восхитила слушателей своим мастерством вокала.

сопранистка Мириам Сабба

Второе отделение вечернего концерта было посвящено городу Санкт-Петербургу. Прозвучали музыкальные шедевры итальянского оперного композитора Франческо Доменико Арайя (1709-1767/1771?), который был придворным капельмейстером при Елизавете Петровне (1709-1761). Арию из его оперы Сила любви и ненависти пела сопранистка Мириам Сабба.

Слушатели концерта в этот вечер пережили минуты волнения и радости — премьеру бальной музыки из опера Винцберга. Сочиняя бальную музыку, он подумал о бальном вечере в Цербстском замке, рассказал композитор Штефан Винцберг.

композитор Штефан Винцберг

Из оперы Антигона итальянского композитора Томмазо Траэтта (1727-1779) прозвучала ария Закончились мои мучения. Траэтта с 1769-1775 гг. был придворным капельмейстером при Екатерине Великой в Санкт-Петербурге.

Достойным завершением концерта в Цербстском замке стал известный вальс Прощание с Санкт-Петербургом, который Йоганн Штраус-сын написал в память о своих неоднократных гастролях в России. В связи с этим нельзя забыть о том, что он был дирижером известных в то время Павловских летних концертов на протяжении десять лет.

Все выбранные дирижером Я. М. Хорстманн музыкальные произведения для концерта в Цербстском замке были связаны с жизнью Екатерины Великой, с ее немецкой и русской родиной.

Мысль о долголетних мирных отношениях между немцами и русскими, вообще, прошла красной нитью через весь концерт.

Все — сопранистка, дирижер и ведущий и оркестр -, несомненно, на высоте. Время для слушателей пролетело незаметно, это объясняется не только великолепным исполнением описанных в статье музыкальных шедевров, но также живым красноречием ведущего.

Аннегрет Майнцер, автор данной статьи, и Штефан Винцберг

Цербст, 27 сентября 2019 г.

 

21 сентября: Концерт-Бенефис в Цербстском замке посвящен Екатерине Великой

21 сентября: Концерт-Бенефис в Цербстском замке посвящен Екатерине Великой

 

Аннегрет Майнцер, Цербст

Это стало традицией- раз в году в Цербстском замке проходит концерт-бенефис. Доход от него полностью поступает в пользу деятельности членов основанного в марте 2003 года общества «Замок Цербст». Его члены постоянно заботятся о восстановлении разрушенного в апреле 1945 года Цербстского замка, родового замка российской императрицы Екатерины Великой, урожденной принцессы Ангальт-Цербстской.

Denkmal für Katharina II. mit Blick auf Schloss Zerbst

В этом году в городе Цербст/Ангальт отмечают два юбилея: 290 летие со дня рождения Екатерины Великой и 25 летие установления дружеских побратимских отношений между городами Цербст/Ангальт и Пушкин/Санкт-Петербург.

Концерт под названием «Петербургская серенада — концерт для императрицы Екатерины» состоится 21 сентября с.г. в замке Цербст.

В концертную программу будут включены фрагменты из оперы «Екатерина — немецкая императрица», которая принадлежит перу Берлинского композитора Штефана Винцберга.

Будут исполнены увертюра, ария Цербстской принцессы Софии и бальная музыка. Арию принцессы «До конца моей жизни» исполнит немецко-марокканская  сопранистка Мириам Сабба.

Премьера первых фрагментов из оперы Винцберга состоялась осенью прошлого года в замке Дорнбург, где родился князь Христиан Август Ангальт-Цербстский, отец Екатерины Великой.

https://russianhalthistory.wordpress.com/2018/09/25/katharina-oper-dornburg/

В начале концерта в Цербстском замке прозвучит вальс «У реки Эльбы» композитора Йоганна Штрауса-сына, вошедшего в историю как «король вальсов». Концерт завершится его известным вальсом «Прощание с Санкт-Петербургом», который Штраус написал в память о своем пребывании в России.

Прозвучат также произведения Йоганна Фридриха Фаша и Франческо Арайя в исполнении Среднегераманского камерного филармонического оркестра под руководством дирижера Ян Михаэль Хорстманн.

1 августа с.г. начинается продажа билетов на концерт в бюро туризма города Цербст/Ангальт. Тел. 03923 23 51

Цербст, 25 июля 2019 г.

В замке Дорнбург прошел премьерный показ фрагментов из оперы «Екатерина — немецкая императрица»

В замке Дорнбург прошел премьерный показ фрагментов из оперы «Екатерина — немецкая императрица»

Аннегрет Майнцер, Цербст

Уже в 2010 г. немецкому оперному певцу и композитору Стефан Винцберг пришло в голову написать оперу под названием «Екатерина — немецкая императрица». В опере рассказывается о жизни и правлении российской императрицы Екатерины Великой, урожденной принцессы Ангальт-Цербстской. Стефан Винцберг сочиняет музыку этой оперы и пишет либретто к ней.

https://www.stiftung-vinzberg.berlin/

Для того, чтобы осуществить свой оперный проект, Стефан Винцберг в 2017 г. основал не только культурный фонд, он также установил контакт с мэрией г. Цербст/Ангальт, с правлениями действующих в городе некоммерческих организаций, как Международное историческое общество «Екатерина II» и общество «Замок Цербст».И он постоянно старается найти партнеры в России.

Когда Стефан Винцберг неоднократно посещал родовой замок Екатерины II в г. Цербст/Ангальт, у него возникла идея проведения возможного замкого музыкального фестиваля, потому что он считает Цербстский замок уникальной сценой для постановки своей оперы.

введение в оперу С. Винцбергом

22 сентября с.г. Стефан Винцберг приглашал в расположенный на реке Эльбы замок Дорнбург на премьерный показ фрагментов из своей оперы «Екатерина — немецкая императрица». Ок. 75 заинтересованных гостей пришли на концерт. Среди них были Андреас Диттманн, мэр г. Цербст/Ангальт, Антье Ром, начальник отдела культуры Цербстской городской администрации и Иоганна Людеке и Аннегрет Майнцер, представители правления Международного исторического общества «Екатерина II, и новоизбранная принцесса Ангальт-Цербстская Фридерике Бекк.

Находясь под сильным впечатлением его посещения Большого Екатерининского Бала в Москве в прошедшие выходные, Цербстский мэр Андреас Диттманн в своем приветствии указал на то, что опера «Екатерина — немецкая императрица», принадлежащая перу Стефана Винцберга, имеет потенциал, чтобы стать новым ведущим культурным мостом между Германией и Россией.

сцена в Цербстском замке

Композитор Стефан Винцберг рассказал своей аудитории, что он сначала работал над заключительным дуэтом Екатерины II и Григории Потемкина. Хотя Потемкин умер уже в 1791 г., т. е. на 5 лет раньше, чем Екатерина II. В опере Винцберга, они встречаются опять в последний день ее жизни.

заключительный дуэт Екатерины II и Потемкина

Другие ключевые сцены оперы «Екатерина — немецкая императрица», показанные в этот вечер, происходят в Цербстском замке и в замке в Берлине, у прусского короля Фридриха II, в 1743/1744 годах.

Для участия в премьерном показе отдельных сцен оперы автору удалось привлечь первоклассных профессиональных певцов и актеров, например из Берлина, Дрездена, Магдебурга и Галле.

Завершился премьерный показ фрагментов из своей оперы «Екатерина — немецкая императрица» длительными и бурными овациями публики. Слушатели стоя аплодировали создателю оперы и всем артистам.

Цербст, 25 сентября 2018 г.

Schloss Dornburg/Elbe: Katharina-Oper als deutsch-russische Kulturbrücke

Schloss Dornburg/Elbe: Katharina-Oper als deutsch-russische Kulturbrücke

Annegret Mainzer, Zerbst

Der in Berlin lebende Sänger und Komponist Stefan Vinzberg trage sich schon seit etwa dem Jahr 2010 mit dem Gedanken, eine Oper zu schreiben, in der es um die russische Zarin Katharina II., eine geborene Prinzessin von Anhalt-Zerbst, gehe, ließ er im Gespräch mit russianhalthistory wissen. Deshalb suchte er Kontakt zur Stadtverwaltung Zerbst/Anhalt, insbesondere zum Bürgermeister Andreas Dittmann, zum dortigen Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. und zum Förderverein Schloss Zerbst e.V., denn Stefan Vinzberg versucht, so eine Art „Zerbster Schlossfestspiele“ ins Leben zu rufen. Ein hehres Ziel, das zahlreiche helfende Partner deutschlandweit wie auch vor Ort in Anhalt braucht und vor allem eine solide finanzielle Grundlage. Außerdem sucht Vinzberg auch Partner und Unterstützung in Russland. Um sein Projekt der Oper Katharina – die deutsche Zarin zu realisieren, gründete Stefan Vinzberg im Jahr 2017 auch eine Stiftung.

Am 22. September d.J. war es dann soweit, Stefan Vinzberg und seine Mitstreiter luden ins Schloss Dornburg/Elbe zur Präsentation der ersten Sequenzen der Oper Katharina – die deutsche Zarin ein. Das in der Mitte des 18. Jahrhunderts nach Plänen des Baumeisters Friedrich Joachim Michael Stengel (1694-1787) errichtete Schloss Dornburg sollte einst der Witwensitz der Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst, der Mutter von Zarin Katharina II. werden. Zudem war Dornburg der Geburtsort des Fürsten Christian August von Anhalt-Zerbst, des Vaters der Zarin. Somit bildete Schloss Dornburg an der Elbe eine gute Wahl, um erste Szenen aus der Oper Katharina – die deutsche Zarin zu präsentieren.

Einführung durch Stefan Vinzberg

Gut 70 Interessierte waren der Einladung von Stefan Vinzberg auf Schloss Dornburg gefolgt. Unter ihnen Andreas Dittmann, Bürgermeister in Zerbst/Anhalt, und seine Kulturamtsleiterin Antje Rohm, Johanna Lüdecke und Annegret Mainzer vom Vorstand des Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V., Egbert Platte und Stefan Schüler vom Vorstand des Stengel- und Heimatvereins Dornburg/Elbe e.V. sowie die im Mai d.J. gewählte Prinzessin von Anhalt-Zerbst alias Friederike Beck. Auch Gäste aus Eutin, Berlin und Potsdam waren angereist. Ein weiterer Gast war Prinz Karl-Emich zu Leiningen, ein Nachfahre der Romanows.

Ein Grußwort des Abends kam vom Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann, der eine Woche zuvor noch am 4. Großen Katharinaball in Moskau teilgenommen hatte und unter diesem Eindruck stehend, davon sprach, dass die Oper Katharina – die deutsche Zarin durchaus ein wichtiges Bindeglied zwischen Deutschland und Russland seien könne und insbesondere für Anhalt eine enorme Chance darstelle.

Im ersten Teil des Abends gab der Komponist und Texter Stefan Vinzberg einige Fakten aus seinem Schaffen preis, so fühlte er sich bereits seit 1991 mehr als Produzent denn als Reproduzent. „Als Sänger singt man meist das, was schon da ist. Es ist auch wichtig, neue Musik zu schaffen“, so Vinzberg. Des Weiteren berichtete er von den „offenen Türen“, auf die er mit seiner Idee in Zerbst/Anhalt traf, obwohl der „große Investor“ fehle. Inspiriert wurde Vinzberg auch durch den noch vorhandenen Ostflügel des Zerbster Schlosses und den Schlosshof, was er als „unglaubliche Kulisse“ für eventuelle künftige Schlossfestspiele bezeichnete.

Musikalischer Leiter udn Chor

Der zweite Teil des Abends war geprägt von der Präsentation einzelner Szenen aus der Oper Katharina – die deutsche Zarin. Szenen, die im Schloss Zerbst, bei Friedrich II. in Berlin und im Sterbezimmer Katharinas II. spielen, wurden gelesen und gesungen. Um diese Szenen dem interessierten Publikum vorzustellen, hatten Stefan Vinzberg und sein musikalischer Leiter, der Dirigent und Opernregisseur Jan Michael Horstmann aus Wuppertal, ausschließlich professionelle und bühnenerfahrene Sänger- und SchauspielerkollegInnen gewinnen können.

Mitwirkende:

Guido Kunze (Bariton, Berlin) – Christian August von Anhalt-Zerbst u. Heinrich von Podewils

Jennifer Riedel (Koloratursopran, Dresden) – Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst

Julia Danz (Lyrischer Sopran,Dresden)- Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst

Kathrin Duschek (Sopran, Dresden) – Friedrich August von Anhalt-Zerbst

Undine Dreißig (Mezzosopran, Magdeburg)- Mamsell Cardel

Anna Erxleben (Sopran, Dresden) – Katharina II. von Russland.

Stefan Vinzberg (Tenor, Berlin) – Grigori A. Potjomkin u. Hans G. Wenzeslaus vonKnobelsdorff

Joachim Assböck (Schauspieler, Berlin) – Friedrich II. von Preußen

Jan Michael, Horstmann (Dirigent, Regisseur,Wuppertal)- musikalische Leitung u. Marschall Graf Heinrich IX. v. Reuß-Köstritz

Mitglieder des Extrachores der Oper Halle (Organisation Astrid Weiske)

gesungenes Familientreffen im Schloss Zerbst, 1743

Die kraftvollen und teilweise fast düsteren Anfangstöne der Ouvertüre ließen gleich zu Anfang erahnen, dass hier ein sehr konfliktgeladener Stoff musikalisch umgesetzt wird. Die gesungenen Szenen im Schloss Zerbst 1743, in denen sich die Zerbster Fürstenfamilie trifft, bringen durch Text und Musik sehr deutlich zum Ausdruck, dass die Zerbster Fürstin Johann Elisabeth stets ihre Söhne bevorzugte und ihre Tochter Sophie, die spätere Zarin, sich  zurückgesetzt fühlte. „Nie hast du mich zu Bett gebracht, nie ein Gedicht gelesen ..- der Grund dafür blieb mir stets verborgen… .“, beklagt sich Sophie. Ihr Kindermädchen Cardel mahnt die junge Zerbster Prinzessin stets zu „Sanftmut und Demut“, woraufhin diese mit der Frage „ Wie überwindet man die Natur?“ pariert.

gesungener Wortwechsel zwischen Sophie und ihrer Mutter

Die Szenen mit Preußenkönig wurden ausschließlich gesprochen. In seinen möglichen Texten, die Vinzberg zufolge die Chance haben, in der Endfassung der Oper wegzufallen, gekürzt oder vertont zu werden, zeigen sehr deutlich, wie der Preußenkönig über die Zerbster Fürstin Johanna Elisabeth dachte, nennt sie unverblümt eine „ehrgeizige Zicke“ und „putzsüchtiges Weib“.

Das Finale der Oper Katharina – die deutsche Zarin gipfelt in einem Duett von Katharina II. und ihrer großen Liebe Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, der jedoch schon fünf Jahre vor ihr starb. Doch mit dem Recht auf künstlerische Freiheit bringt Vinzberg in seiner Schlussszene Katharina II. und Potjomkin an ihrem Sterbetag noch einmal zusammen. „Die Masken fallen im Novembernebel …“ singen beide und entrücken zusehends der realen Welt. „Jetzt bleibst du hier, ich schicke dich nicht mehr fort“ – mit diesen Worten entschläft die große Zarin in der Gewissheit, nun ihrer Lebensliebe nah zu sein. Im Vorfeld hatte Stefan Vinzebrg bekannt, dass diese finale Szene, die er als „Wahnsinnsszene“ in aller Zweideutigkeit des Wortes bezeichnete, der Teil der Oper war, den er zuerst bearbeitete.

Schlussszene Duett Katharina und Potjomkin

Nicht nur der Urheber der Oper Katharina – die deutsche ZarinStefan Vinzberg – auch alle Mitwirkenden erfuhren an diesem Abend im Dornburger Schloss langanhaltenden Beifall, sofortige Bravo-Rufe und standing ovation.

Nach dieser ersten Präsentation, so Vinzberg, sei geplant, diese Szenen mit orchestraler Begleitung einzuspielen., jedoch sei man dabei auch auf Sponsoren angewiesen.

https://www.stiftung-vinzberg.berlin/

Musik verbinde die Menschen, Musik bringe auch Frieden – mit diesen Worte verabschiedete Stefan Vinzberg seine Gäste und gab gleichzeitig einen hoffnungsvollen Ausblick, dass zurzeit die Chancen nicht schlecht stünden, im Schloss Dornburg eine hochschulmusikalische Ausbildungsstätte zu etablieren, was auch Wolfgang Keilholz, einer der neuen Besitzer von Schloss Dornburg, in seinen Begrüßungsworten anklingen ließ.

Zerbst, 23. September 2018