Fotoausstellung „Auf den Spuren Katharinas“ aus Puschkin 2019 im Schloss Zerbst

Fotoausstellung „Auf den Spuren Katharinas“ aus Puschkin 2019 im Schloss Zerbst

Annegret Mainzer, Zerbst

Vom 08.-12- November weilten Dirk Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Zerbst e.V., und Vereinsmitglied Annegret Mainzer, die als Dolmetscherin fungierte, auf Einladung von Olga Taratynova, der Direktorin des Staatlichen Museumsreservats Zarskoje Selo, zu einem Arbeitsbesuch in Puschkin/St. Petersburg, seit 1994 Partnerstadt von Zerbst/Anhalt.

alle am Ausstellungsprojekt Beteiligten

Von Anfang Juni bis zum 30. September 2019 wird in Zerbst/Anhalt, wo die russische Zarin Katharina II. einen Teil ihrer Jugend verbrachte, eine Fotoausstellung mit Ansichten von Zarskoje Selo unter dem Titel Auf den Spuren Katharinas stattfinden.

Eine entsprechende Vereinbarung darüber schlossen kürzlich das Staatliche Museumsreservat Zarskoje Selo und der Förderverein Schloss Zerbst e.V. ab. Unterzeichnet wurde sie von Museumsdirektorin Olga Taratynova und dem Vorsitzenden des Fördervereins Dirk Herrmann.

Vertragsunterzeichnung

Die geplante Ausstellung zeigt 26 Darstellungen, unterteilt in 13 Bildpaare. Jeweils zwei Fotokopien zeigen historische Aquarelle und Stiche aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie zum Vergleich zeitgenössische Fotografien von ein und denselben Plätzen und Gebäuden in Zarskoje Selo.

Unter den historischen Darstellungen sind Stiche von Alexey Grekov und Michail Machaev wie Die Eremitage in Zarskoje Selo (1759), von Johann Meyer Ansicht der Cameron-Galerie in Zarskoje Selo (1793), Guache von Alexander Sacharov Ansicht der Insel auf dem großen See in Zarskoje Selo (nach 1771).

Für uns ist es eine große Ehre, mit solch einem berühmten Museum wie dem Katharinapalast in Zarskoje Selo, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, zusammenzuarbeiten. Mit dieser Ausstellung möchten wir den Menschen zeigen, wie schön Zarskoje Selo ist, aber auch welchen hohen Stellenwert Kultur und Kunst in Petersburg und Russland einnehmen. Die Besucher können in der Ausstellung sehen, welche Veränderungen sich in Zarskoje Selo vollzogen haben“, äußerte Dirk Herrmann. Zugleich stelle die geplante Ausstellung einen guten Beitrag des Fördervereins Schloss Zerbst e.V. zum 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Puschkin und Zerbst sowie zum 290. Geburtstag von Katharina II., einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst, dar, sind sich Mainzer und Herrmann einig. Beide Jubiläen werden im Jahr 2019 begangen.

Während meines Aufenthaltes in Zerbst war ich sehr beeindruckt von der gigantischen Arbeit, die die Mitglieder des Fördervereins und die Zerbster beim Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Flügels leisten. Das nötigt uns Respekt ab und erfordert ernsthafte wissenschaftliche Arbeit. Ich hoffe, dass nach dieser Ausstellung noch weitere gemeinsame Projekte folgen“, wertschätzte Museumsdirektorin Olga Taratynova die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder des Fördervereins Schloss Zerbst e.V.. Im Verlaufe des Arbeitsgespräches informierte Dirk Herrmann ebenfalls über die zurzeit am Schloss Zerbst laufende Baumaßnahme.

zurzeit laufende Bauarbeiten am Schloss Zerbst

Die Gäste aus Zerbst hatten die Möglichkeit, sich bei einer Führung durch den Katharinapalast und durch die vor Kurzem wiedererrichteten Achatzimmer davon zu überzeugen, dass es auch 74 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges keinen Stillstand bei der Wiederherstellung der einst zerstörten Räumlichkeiten gibt. Ein besonderes Erlebnis war für Annegret Mainzer und Dirk Herrmann die Besichtigung der in Restaurierung befindlichen Palastkirche. Baugerüste besteigend, konnten sie den Restauratoren vor Ort über die Schultern schauen und Erfahrungen austauschen.

Des Weiteren gab es eine Begegnung der Zerbster Delegation mit Vertretern der Puschkiner Stadtverwaltung, sie trafen Katharina Kovalenko, 1. stellvertretende Bürgermeisterin, der auch das Kulturamt untersteht, den Kulturamtsleiter Sergey Nikitin und Svetlana Tkatscheva, die Verantwortliche für internationale Beziehungen.

Treffen mit Vertretern der Puschkiner Stadtverwaltung

Während Annegret Mainzer über die für das Jahr 2019 geplanten Aktivitäten der Stadt Zerbst/Anhalt hinsichtlich des 25-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums informierte, berichtete Dirk Herrmann über den Fortschritt bei den am Schloss Zerbst laufenden Bau- und Sicherungsmaßnahmen sowie über die bevorstehende Zusammenarbeit mit dem Katharinapalast in Puschkin. Zudem wurden offizielle Grußadressen der sowohl des Zerbster wie auch des Puschkiner Stadtoberhauptes ausgetauscht.

Zerbst, den 19. November 2018

Fotos: Katharina Vysotzkaya, Annegret Mainzer

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Награда за плодотворное сотрудничество городов Цербст и Пушкин

Награда за плодотворное сотрудничество городов Цербст и Пушкин

 

Антье Ром, Аннегрет Майнцер

По инициативе министров иностранных дел России и Германии 2017/2018 был объявлен Перекрестным Годом российско-германских региональных и муниципальных партнерств. Эта инициатива быд опубликована на XIVой конференции городов-партнеров, состоявшейся в июне 2017 г. в Краснодаре.

Ведущими партнерами перекрестного года были со стороны РоссииСоюз российских городов и со стороны Германии — основанный в 1993 г. Германо-Российский Форум.

Углубление общения и взаимного доверия является целью этой инициативы. В наши дни существуют многочисленные совместные германо-российские проекты и инициативы в области экономики, культуры, образования, спорта и работы с молодежью в муниципальной сфере. Ныне насчитывается более 100 городов-партнеров России и Германии.

Осенью 1994 г. восточногерманский город Цербст/Ангальт заключил договор об установлении побратимских отношений с городом Пушкин/Ст. ПетербургПушкинским районом Санкт Петербурга). В рамках этого побратимства возник ряд проектов сотрудниества между отдельными институтами и организациями обоих городов.

Кульминацией этого сотрудничества стало весной с.г. проведение 1ого германо-российского экономического Екатерининского Форума в г. Цербст/Ангальт, в работе которого участвовали ок. 170 пердставителей экономики, политики, культуры, образования итд. из России и Германии.

Заключительное мероприятие Перекрестного Года российско-германских региональных и муниципальных партнерств состоялся в министерстве иностранных дел Германии в Берлине. Присутствовали министры иностранных дел России и ГерманииСергей Лавров и Хайко Маас.

C. Лавров, А. Ром, Х. Маас

В рамках этого торжества отметили германские и российские города и инициативы за их выдающуюся роль в партнерской деятельности. Среди награжденных были города Цербст/Ангальт и Пушкин/Ст. Петербург. Министры иностранных дел России и Германии Сергей Лавров и Хайко Маас — вручили награду г-же Антье Ром, начальнику отдела культуры Цербстской городской администрации. Награда была присуждена за почти 25 лет «живых» побратимских отношений между городами Цербст/Ангальт и Пушкин/ Ст. Петербург.

Фото: Германо-Российский Форум

Цербст, 20 сентября 2018 г.

Kleiner Katharinaball in Zerbst/Anhalt als Vorläufer der Großen Katharinaballs ?

Kleiner Katharinaball in Zerbst/Anhalt als Vorläufer der Großen Katharinaballs ?

Annegret Mainzer, Zerbst

Gewusel, Geplapper, Aufregung und Lampenfieber waren am Mittwochabend dieser Woche im Foyer der Zerbster Stadthalle zum Greifen nah, denn pünktlich um 20.00 Uhr sollte der Kleine Katharinaball in Zerbst/Anhalt beginnen. Der Kleine Katharinaball in Zerbst/Anhalt bildete den abschließenden Höhepunkt des vom Internationalen Verband der deutschen Kultur in Russland (IVDK) organisierten zweiwöchigen Sprachcamps in Zerbst/Anhalt.

Kulturamtsleiterin Antje Rohm und Campleiterin Larissa Schmidt

Unter den Ballgästen, die herzlich von der Campleiterin Larissa Schmidt begrüßt wurden, waren auch die Zerbster Kulturamtsleiterin Antje Rohm sowie Johanna Lüdecke, Ursula Böttge, Monika Friedrich und Annegret Mainzer vom Vorstand des Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V., der den Gästen aus Russland Kostüme aus seinem Fundus für diesen Kleinen Katharinaball zur Verfügung gestellt hatte.

Im Fasch-Saal der Zerbster Stadthalle lud Zeremonienmeister Viktor formvollendet zur Polonaise, mit der traditionell ein Ball bei Hofe eröffnet wurde. Zuvor hatte sich Kulturamtsleiterin Antje Rohm mit einem kurzen Grußwort an die Ballgäste gewandt und von den besonderen Beziehungen der Stadt Zerbst/Anhalt zu Russland, zur Partnerstadt Puschkin/St.Petersburg und zum IVDK gesprochen. Des Weiteren versprach sie im Namen der Stadt Zerbst/Anhalt und des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. die Beziehungen zum IVDK künftig fortzusetzen.

Danach lag die Leitung des weiteren Ballabends vollends in den Händen des sowohl im Russischen wie auch im Deutschen eloquenten und energischen Zeremonienmeisters Viktor.

Zeremonienmeister Viktor

Im Rahmen ihres zweiwöchigen Sprachcamps – sozusagen neben dem Sprachunterricht – hatten die Jugendlichen aus Russland 14 Tänze einstudiert, unter anderem Polonaise, Menuett, Polka, Walzer, eine französische Quadrille, Triolett, …. , die sie auf dem Kleinen Katharinaball in Zerbst/Anhalt präsentierten. Und es war den Mädchen und Jungen anzusehen, dass sie viel Spaß und Freude dabei hatten, in die Ballwelt des 18. Jahrhunderts einzutauchen.

  

Zwischen den Tänzen lasen die Mädchen auszugsweise aus ihren sehr emotionsgeladenen Aufsätzen, die sie im Vorfeld des Sprachcamps zur Persönlichkeit Katharinas II. in deutscher Sprache verfasst hatten.

                  

Da die Tänze die jungen Leute konditionell sehr forderten, brauchte es einige Verschnaufpausen, die mit einer Art Pfänderspielen gestaltet wurden.

        

Zugleich nutzten die Sprachcampteilnehmer und ihre Leiterin Larissa Schmidt die Gelegenheit, allen Partnern vor Ort, unter anderem der Stadt Zerbst/Anhalt, dem Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V., dem Förderverein Schloss Zerbst e.V. und ganz besonders dem Team des Europa-Jugendbauernhofes Deetz für die erwiesene Unterstützung zu danken. Besonderer Dank ging dabei an Annegret Mainzer, die die Gruppe in Magdeburg und Zerbst begleitete und an Ulrich Weimeister, den „Herbergsvater“ in Deetz.

Dank an Annegret Mainzer

Über den Kleinen Katharinaball in Zerbst/Anhalt äußerten sich die Gäste aus Russland in den sozialen Netzwerken folgendermaßen: „Der unvergessliche Abend in der Stadt Zerbst, wo unser lang ersehnter Ball stattfand, zeigte wirklich ein hohes Niveau.“

Fazit ? 2018- Kleiner Katharinaball in Zerbst/Anhalt.

2019 – 5. Großer Katharinaball in Zerbst/Anhalt ????

Zerbst, den 31. August 2018

Prof.G. Verheugen: Nennen Sie es das Signal von Zerbst! (2)

Prof.G. Verheugen: Nennen Sie es das Signal von Zerbst! (2)

1. Katharina-Forum 2018, ein deutsch-russischer Wirtschaftsdialog in Zerbst/Anhalt (Teil 2- Die Teilnehmer und die Stadt Zerbst/Anhalt )

Annegret Mainzer, Zerbst

In erster Linie richtete sich das I. Katharina-Forum, ein deutsch-russischer Wirtschaftsdialog, der am 31. Mai und 01. Juni d. J. unter der Schirmherrschaft von Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, in Zerbst/Anhalt, der Heimatstadt Katharinas der Großen, stattfand, an Vertreter der Wirtschaft Deutschlands und Russlands. Aber auch Vertreter der Politik, Wissenschaft und Kultur aus beiden Ländern waren als Gesprächspartner willkommen und gefragt, denn alle sollten vom I. Katharina-Forum partizipieren.

Gut 170 Interessierte nahmen an den Präsentations- und Gesprächsangeboten des I. Katharina-Forums in Zerbst/Anhalt teil, brachten ihre Erfahrungen auf dem deutsch-russischen Markt in die Diskussionen während der thematischen Panels und Speeddatings ein, stellten ihre Aktivitäten zur Belebung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen vor, gaben Erfahrungen weiter.

Über die Plenarvorträge des russischen Botschafters Sergej Netschajew und des langjährigen Deutschland- und EU-Politikers Professor Günter Verheugen wurde bereits berichtet, deshalb stehen im folgenden Beitrag die Diskussionen der Teilnehmer im Vordergrund.

https://russianhalthistory.wordpress.com/2018/06/03/prof-g-verheugen-nennen-sie-es-das-signal-von-zerbst/

Michail Voevoda, stellvertretender Vorsitzender der sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, stellte zunächst die Region Novosibirsk vor, wo es vielschichtige Beziehungen zu den Deutschen und der deutschen Kultur gibt, wovon das dortige deutsche Konsulat, das Russisch-deutsche Haus, das Goethe-Institut, die Aktivitäten des DAAD und der Organisation Wiedergeburt zeugen. An den dortigen Hochschulen werde Deutsch gelehrt, so Voevoda.

Michail Voevoda, Novosibirsk

Er machte auch darauf aufmerksam, dass Novosibirsk durchaus attraktiv für deutsche Investoren sei, da bisher Transport und Logistik so weit entwickelt wurden, dass Zugang fast zu allen Regionen Sibiriens möglich sei. Zum anderen verwies Voevoda darauf, dass die von ihm vorgestellte Region ein Zentrum der wissenschaftlichen Lehre und Innovation mit thematisch unterschiedlichen wissenschaftlich-technischen Parks u.a. auf den Gebieten der Biopharmazie, der Medizintechnik oder auch des Tourismus darstelle.

Oliver Köhn von der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH sprach über die Rahmenbedingungen, die das gastgebende Bundesland Sachsen-Anhalt als Wirtschaftsstandort im Herzen Europas bietet. Vorteile in Sachsen-Anhalt für interessierte Investoren seien u.a., so Köhn, kurze effiziente Transportwege, eine hohe Anzahl von Industrieparks, schnelle Genehmigungsverfahren, ein „Blumenstrauß“ an Fördermitteln. Köhn kam auch auf den Anteil internationaler Studierender an den Universitäten und Hochschulen Sachsen-Anhalts zu sprechen, der bei 13 % liegt. Studierende aus Russland seien jederzeit willkommen.

Dass potenzielle Studienbewerber aus der Russischen Förderation willkommen und gewünscht seien, bestätigte Dr.-Ing. Sven Schwerdt von der Hochschule Magdeburg-Stendal im Gespräch mit Evgenia Voronina, stellv. Leiterin der Stadtverwaltung des Puschkiner Bezirks St. Peterburgs. Im Rahmen der fast 25-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Zerbst/Anhalt und Puschkin/St. Petersburg besteht eine sehr lebendige Schulpartnershaft zwischen dem Gymnasium Nr. 406 in Puschkin und dem Gymnasium Francisceum in Zerbst. Schwerdt und Voronina trafen erste konkrete Absprachen, den alljährlichen Schüleraustausch nutzen, um in beiden Gymnasien die Studienmöglichkeiten an der Hochschule Magdeburg-Stendal vorzustellen.

v.l.n.r.: Olga Martens (Moskau); Annegret Mainzer (Katharinaverein, Zerbst), Evgenia Voronina (Stadtverwaltung Puschkin)

Des Weiteren tauschten sich die Teilnehmer des I. Katharina-Forums zu aktuellen Problemen der Energiewirtschaft aus. Hierbei waren auch lokale Unternehmen sehr aktiv, so z.B. der Erdgasspeicher Peissen GmbH, der im letzten Jahr den Untergrundgasspeicher Katharina festlich eröffnet hatte. Chris Doehring von der GETEC green energy AG lud interessierte Forumsteilnehmer zu einer Exkursion auf sein Firmengelände, d.h. des einstigen sowjetischen Flughafen bei Zerbst ein. Dort informierte er die Gäste nicht nur über Zahlen, die die Energieproduktion betreffen, sondern zeigte auch auf, dass das vorhandene Firmengelände in sehr vielfältiger Weise auch für soziale und Naturschutzprojekte in der Zerbster Region genutzt wird, so dass der Solar- und Windanlagenpark auch bei der Bevölkerung Akzeptanz findet.

Ein Panel des I. Katharina-Forums stand unter dem Motto Kultur trifft Wirtschaft. Olga Martens, Herausgeberin der Moskauer Deutschen Zeitung und stellvertretende Vorsitzende des Verbandes der deutschen Kultur in Russland, stellte ihr soziales Projekt, den Großen Katharinaball, der seit 2015 jährlich in Zarizyno bei Moskau durchgeführt wird, vor. Sie legte deutlich klar, wie nur bei diesem einen Projekt kulturelle und wirtschaftliche Interessen den gemeinsamen Nenner finden können. Im weiteren Verlauf des I. Katharina-Forums fand sich auch eine Firma aus der hiesigen Region, die voraussichtlich mit dem Großem Katharinaball zusammenarbeiten wird.

Olga Martens berichtet vom Potenzial des Großen Katharinaballes

Uwe Leuschner, Vorstandsmitglied des Wirtschaftsclubs Russland e.V. und selbst langjähriger Unternehmer in Russland, der sich laut eigener Aussage stets als Dolmetscher zwischen zwei Welten verstehe, gab den Forumsteilnehmern bezüglich der Zusammenarbeit mit Russland Folgendes mit auf den Weg, bereit zu sein, Vertrauen aufzubauen, den Dialog miteinander nicht zu scheuen, was auch bedeute, die Sprache des anderen zu erlernen, einen respektvollen Umgang miteinander zu pflegen und Verantwortung zu zeigen, d.h. zu handeln. Denn die russische Wirtschaft habe gute Voraussetzungen für den deutschen Mittelstand, so Leuschner. In seiner abschließenden Vision meinte er mit einem Augenzwinkern: „Vielleicht belächeln wir ja beim X. Katharina-Forum unsere heutigen Konflikte“, und er setzte dabei seine Hoffnung auf die kommende Generation.

Uwe Leuschner

Uwe Leuschner:

Es gibt nur noch unsere eine Welt, kein Ost und West.“

Die Vision eines X. Katharina-Forums kann durchaus Realität werden, denn erstens sprach sich der Schirmherr Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff für eine Fortsetzung dieses Formats aus und auch Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung signalisierte Unterstützung aus seinem Ministerium und zweitens befürworteten auch die Forumsteilnehmer im abschließenden Roadmap die Fortsetzung des Katharina-Forums in Zerbst/Anhalt.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff im Schloss Zerbst

Wie sieht nun der Ideengeber eines solchen deutsch-russischen Wirtschaftsforums in Zerbst/Anhalt, Bürgermeister Andreas Dittmann den Nutzen für seine Stadt?

Im Idealfall wird Zerbst nicht nur Synonym für die Deutsch-Russische Verständigung, sondern die Konferenzteilnehmer sehen, dass wir Unternehmen vor Ort nach Kräften unterstützen und dass es sich lohnt, sich in unserer Region anzusiedeln und sich zu engagieren. Aber auch für regionale Unternehmen kann es ein guter Marktplatz werden, um Kontakte zu knüpfen und Aufträge zu generieren. Damit würde das Katharina-Forum in der Wirkung bei vielen Menschen ankommen.“

Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann begrüßt die Gäste des Forums im Zerbster Schloss.

Anmerkung der Redaktion: zerbstergazette war es nicht möglich, an allen Sektionen des Katharina-Forums teilzunehmen, da sie zum Teil parallel liefen. Deshalb an dieser Stelle eine fokussierte Berichterstattung.

https://russianhalthistory.wordpress.com/2018/06/06/signal-von-zerbst/

Zerbst, den 06.06.2018

Поздравляем новоизбранную «Принцессу Ангальт-Цербстскую»

Поздравляем новоизбранную «Принцессу Ангальт-Цербстскую»

О 2 Цербстском празднике принцесс

Аннегрет Майнцер, Цербст

26 мая с.г. в замковом парке г. Цербст/Ангальт состоялся 2 Цербстский праздник принцесс. Его главные организаторы — Международное историческое общество «Екатерина II» г. Цербст/Ангальт и городская администрация — пригласили девушек из Цербстских школ к участию в конкурсе принцесс за почетный титул «Принцесса Ангальт-Цербстская». В конкурсе приняли участие 5 девушек из Цербстских школ.

5 кандидаток у Цербстского памятника Екатерине II

Одетые в роскошные барочные платья и причесанные по барочной моде, 5 претенденток в первом туре конкурса были приглашены на сцену, где они кратко представились. Во втором туре конкурса принцесс они должны были ответить на вопросы, относящиеся к городской истории и жизни российской императрицы Екатерины Великой.

Перед жюри, состоявшим из представителей действующих в Цербсте/Ангальт исторических обществ, предстала сложная задача выбрать новую «Принцессу Ангальт-Цербстскую», которая в следующие два года будет сопровождать выступления Цербстского мэра.

мэр Андреас Диттманн поздравляет новоизбранную принцессу Фридерику

Победительницей конкурса принцесс стала Фридерике Бек, из Цербстской гимназии Франсисеум, которая имеет побратимские отношения с гимназией №406 в Пушкине/ Санкт-Петебурге.

Фридерику поздравили мэр Андреас Диттманн и Татьяна Ниндель, председатель Международного исторического общества «Екатерина II» г. Цербст/Ангальт.

Мэр Андреас Диттманн сразу пригласил новоизбранную принцессу Фридерику сопровождать его на Большой Екатерининский Бал, который состоится 15 сентября с.г. в Царицыно под Москвой. Этот бал будет организован членами действующего в России Международного союза немецкой культуры. София Эстер Энке, которая была избрана «Принцессой Ангальт-Цербстской» в 2015 г., посетила Большой Екатерининский Бал в Царицыно уже в 2016 году.

Цербст, 28 мая 2018 г.

Дух дружбы с Россией никогда не покидает жителей города Цербст/Ангальт

Дух дружбы с Россией никогда не покидает жителей города Цербст/Ангальт

Аннегрет Майнцер, Цербст/Ангальт

В новейшей истории расположенного в федеральной земле Саксония-Ангальт города Цербст/Ангальт можно наблюдать растущий интерес к сотрудничеству с различными партнерами в России. На чем он основан?

памятник Екатерине II в Цербсте/Ангальт

Дело в том, что российская императрица Екатерина II (1729-1796), вошедшая в историю под именем Екатерины Великой, была урожденной принцессой Ангальт-Цербстской и замок, посторенный ее предками в стиле барокко, находится в городе Цербст/Ангальт.

История интенсивных отношений между бывшим княжеством Ангальт-Цербстским и Российской Империей берет своё начало в 1744 году, когда императрица Елизавета Петровна (1709-1761) пригласила принцессу Софию Августу Фридерику Ангальт-Цербстскую в Россию для бракосочетания с наследником престола Великим князем Петром Федоровичем, будущим императором Петром III.

Eщё во второй половине 18 века, и позже в 19 веке, выходцы из Ангальта сделали карьеру в Российской Империи. Среди них был один из выдающихся в то время в России детских врачей — Карл Андреас Раухфус (1835-1915), семейные корни которого находятся в Цербсте/Ангальт. Раухфуса считают основателем научной педиатрии в России. К числу этих выходцев из Ангальта принадлежал и Фердинанд Адольф Гельбке (1812-1892), родившийся в Цербсте и работавший музыкальным педагогом, писателем, переводчиком и композитором в Санкт-Петербурге. Одним из его ближайших друзей в Санкт-Петербурге был его земляк — музыкальный педагог и композитор Иоганн Леопольд Фукс (1785-1853), уроженец ангальтского города Дессау.

Стоит напомнить ещё о другой связи между Ангальтом и Россией: Граф Фридрих фон Ангальт (1732-1794), побочный сын наследнего принца Вильгельма Густава Ангальт-Дессауского (1699-1737), в 1783 году решил уехать в Россию, где его дальная родственница правила как императрица Екатерина II, которая пригласила его в свою свиту. В Санкт-Петербурге он был назначен директором Сухопутного шляхетского корпуса.

граф Фридрих фон Ангальт

Ещё другой представитель Ангальтского дома стоял на русской службе, – принц Виктор Амадей Ангальт-Бернбург-Шаумбургского (1744-1790). Он в Россию выбрал военную карьеру и был одним из героев штурма крепости Очаков. Он погиб в сражении во время русско-шведской войны.

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Открылись фестиваль культуры и выставка «ГИНХУК Малевича» в г. Цербст/Ангальт

Открылись фестиваль культуры и выставка «ГИНХУК Малевича» в г. Цербст/Ангальт

Аннегрет Майнцер, Цербст

«В этом году впервые за 53-летнюю историю Цербстского фестиваля культуры представители всех наших трех городов-побратимов принимают участие в фестивальной программе»,- такими словами Андреас Диттманн, мэр города Цербст/Ангальт, недавно открыл 53-й Цербстский фестиваль культуры.

Андреас Диттманн на открытие фестиваля

В рамках этого ежегодного четырехнедельного фестиваля местные общественные организации, институты, школы и художественные группы организуют ряд интересных культурных мероприятий: например, чтения, воркшопы, дискуссии, музыкально-литературные вечера, выставки и концерты, в которых принимают участие как профессиональные художники так и художники-любители.

Впервые в нынешнюю фестивальную программу входит выставка под названием «ГИНХУК Малевича»*, которая была подготовлена и организована сотрудниками Государственного музея «Царскосельская коллекция» города Пушкин/Санкт-Петербург.

В рамках празднования Дня города в Пушкине 2017 г. Цербстский мэр Андреас Диттманн и Аннегрет Майнцер, член правления Международного исторического общества «Екатерина II“ г. Цербста, встретились с Александром Некрасовым, директором музея «Царскосельская коллекция», и в их разговорах родилась идея показать выставку «ГИНХУК Малевича» в Цербстском городском музее в 2018 г..

встреча в музее „Царскосельская коллекция“ летом 2017 г.

Для этого говорят следующие убедительные причины: Самая главная причина состоит в соседстве города Цербст/Ангальт с городом Дессау, где в 2019 г. отметят 100-летие основания Баухауза. «Помимо того, существуют очевидные параллели между появлением Баухауза в Германии и ГИНХУКа в России. В обоих институтах использовались самые передовые идеи того времени», -как отметил Александр Некрасов в своем приветствии на открытии выставки в Цербсте. «Не следует забывать, что оба института были закрыты тогдашними режимами», продолжает Некрасов. Важно отметить, что в 1927 г. Вальтером Гроппиусом и Ласло Махоем-Нади была издана книга «Мир как беспредмедность», написанная Казимиром Малевичем, директором ГИНХУКа и основоположником супрематизма. Эта книга входила также в учебную программу Баухауза.

                    

16 февраля 2018 г. была открыта выставка «ГИНХУК Малевича» в музее г. Цербст/Ангальт. Ок. 130 заинтересованных посетителей не только из Цербстского региона, но и из других городов Германии пришли на открытие выставки.

Произведения из собрания музея «Царскосельская коллекция», показанные на данной выставке «ГИНХУК Малевича» в Цербсте, были сделаны художниками в 1920-х и 1930-х годов, которые являлись учениками и соратниками Казимира Малевича. Среди них, напр. Павел И. Басманов (1906-1993), Вера М. Ермолаева (1893-1937), Вера Ф. Матюх (1910-2003), Владимир В. Стерлигов (1904-1973), Борис В.Эндер (1893-1960), Лев А. Юдин (1903-1941), Валида Э. Делакроа (1899–1972), Михаил В. Матюшин(1861–1934) итд.

 
 М.В. Матюшин
Избушки. Сиверское

Данная выставка в Цербстском городском музее длится с 16 февраля до 18 марта 2018 года.

* ГИНХУК = Государственный институт художественной культуры

Цербст, 18 феравля 2018 г.