Schöpfer des Zerbster Katharina-Denkmals- Michail Perejaslawez- wurde 70

Schöpfer des Zerbster Katharina-Denkmals – Michail Perejaslawez – wurde 70

Tatyana Nindel, Annegret Mainzer, Zerbst

Am 9. Juli jährte sich zum neunten Mal der Tag der Enthüllung und Weihe des Zerbster Denkmals für Katharina die Große, eine geborene Prinzessin von Anhalt-Zerbst. Es ist zwar kein rundes Jubiläum, aber ein willkommener Anlass für den seit 1992 agierenden Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. dieser Tage darauf aufmerksam zu machen, dass der aus Moskau stammende Bildhauer Professor Michail Perejaslawez, der das Katharina-Denkmal für Zerbst geschaffen hatte, am 30. März diesen Jahres seinen 70. Geburtstag beging.

Die Kontakte zwischen dem Katharinaverein und Michail Perejaslawez, initiiert und gefördert von Wladimir Teslenko, Vereinsgründer und Ehrenmitglied, reichen bis in die Mitte der 90er Jahre zurück.

Bereits 1995 hatte Perejaslawez eine Figur für die Sammlung Katharina II. auf der Zerbster Schlossfreiheit angefertigt. Zudem präsentierte er im darauffolgenden Jahr sein Modell für ein Katharina-Denkmal in Zerbst. Heftige Diskussionen füllten seinerzeit die Seiten der Zerbster Presse, das Aussehen und den Standort eines solchen Denkmals betreffend. Schlussendlich fügte sich alles zu einem guten Ende und alle Schwierigkeiten überwindend, wurde das von Michail Perejaslawez im Detail sehr filigran gearbeitete Denkmal für Katharina die Große am 9. Juli 2010 feierlich enthüllt und geweiht, begleitet von einem großen Medieninteresse, besonders von russischer Seite.

M. Perejaslawez zur Denkmalweihe in Zerbst

Michail Perejaslawez und sein Vater, der inzwischen 2018 verstorbene Maler Wladimir Perejaslawez, waren ebenfalls am Tag der Enthüllung in Zerbst zugegen. Michail Perejaslawez wurde zum Ehrenmitglied des Katharinavereins ernannt.

M. Perejaslawez trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Zerbst ein

Einen großen Anteil daran, dass der Katharinaverein das Denkmalprojekt zu Ende führen konnte hatten seine Ehrenmitglieder – Wladimir Teslenko und Uwe Tschackert.

Ungeachtet seines Alters steht Professor Michail Perejaslawez noch voll im beruflichen Leben. Aktiv arbeitet er im Künstlerkollegium des Moskauer Studios der Militärkünstler namens Grekow, das dem russischen Verteidigungsministerium unterstellt ist und dessen künstlerische Leitung Perejaslawez in den Jahren 2008/2009 innehatte. Außerdem lehrt er an der Moskauer Kunstakademie namens Surikow.

Werke aus dem Atelier des mehrfach ausgezeichneten Bildhauers Michail Perejaslawez sind nicht nur in Zerbst und in den Metropolen Moskau und Sankt Petersburg zu sehen, auch in Irkutsk, Nowosibirsk, Tobolsk und Sewastopol.

Stolz machte den Künstler auch, dass er in den 90er Jahren beauftragt wurde, das Relief „Die Salbung Salomos zum König“ für die seinerzeit sich im Wiederaufbau befindliche Christ-Erlöserkirche in Moskau anzufertigen, die zu Sowjetzeiten abgerissen und an deren Stelle das Freibad „Moskwa“ gebaut wurde.

Im April diesen Jahres wurde in Jaroslawl im dortigen Museum für moderne Kunst eine Personalausstellung mit Werken von Perejaslawez eröffnet – ein weiteres Zeichen dafür, dass der Künstler nicht den Ruhestand, sondern eher den Unruhestand bevorzugt.

Der inzwischen in Zerbst nicht unbekannte Bildhauer Yaroslaw Borodin, ebenfalls Mitglied im Katharinaverein, reiste im Frühjahr nach Moskau und überbrachte dem Jubilar Michail Perejaslawez im Namen aller Vereinsmitglieder die herzlichsten Glückwünsche sowie eine Fotocollage zum Thema „M. Perejaslawez und die Katharinafreunde in Zerbst“.

M. Perejaslawez und J. Borodin in Moskau

Rückblickend meinte Michail Perejaslawez, dass der Tag der Weihe des Katharina-Denkmals in Zerbst wohl zu den beeindruckendsten Tagen seines Lebens zähle und für ihn unvergesslich sei.

Im kommenden Jahr steht das Katharina-Denkmal zehn Jahre im Zerbster Schlossgarten. Bereits dieser Tage machen sich die Vorstandsmitglieder des Katharinavereins Gedanken darüber, in welcher Form dieses Jubiläum würdig begangen werden kann.

Zerbst, 10.07.2019

Werbeanzeigen

Поздравление с юбилеем скульптора Михаила Переяславца

Поздравление с юбилеем скульптора Михаила Переяславца

Аннегрет Майнцер, Цербст

9 июля с.г. в городе Цербст/Ангальт исполнилось 9 лет со дня открытия и освящения единственного в Германии памятника Екатерине Великой, урожденной принцессе Ангальт-Цербстской.

Хотя эта дата некруглая, она по мнению членов основанного в 1992 году в Цербсте Международного исторического общества «Екатерина II» является хорошим поводом указать на то, что 30 марта с.г. Московскому скульптору профессору Михаилу Переяславцу, автору памятника Екатерине II в Цербсте, исполнился 70 лет.

Уже в середине 90ых годов Михаил Переяславец, выпускник Московского государственного художественного института им. В.И. Сурикова, представил свой макет памятника Екатерине II в Цербсте.

Переяславец рассказывал о работе над памятником

Установление памятника не является обычным делом, поэтому прошло более 10 лет до осуществления проекта. Благодаря личным стараниям Владимира Тесленко, основателя и почетного члена Екатерининского общества, в 2010 году в Цербстском замковом парке был установлен памятник Екатерине Великой.

Особенной художественной удачей является филигранность бронзовой статуи, изображающей молодую принцессу Ангальт-Цербстскую, будущую императрицу Екатерину Великую, и атрибуты власти. Очевидно, что памятник выполнен с любовью и вниманием к деталям.

Весной 2019 года русский скульптор Ярослав Бородин, он тоже член Екатерининского общества, встретился с Михаилом Переяславцем в Москве, где Бородин от имени членов Екатерининского общества поздравил Переяславца с юбилеем и передал фотоколлаж под названием «М. Переяславцев и друзья Екатерины в Цербсте».

Переяславец и Бородин

Михаил Переяславец немотря на его возраст пока не собирается уйти на отставку, наоборот, он до сих пор является активным членом художественного коллектива Московской Студии военных художников им. Грекова и он преподает в Московском государственном художественном институте им. Сурикова.

Михаил Переяславец очень гордится тем, что ему поручили сделать рельеф «Помазание Соломона на царство» для восстановленного храма Спасителя в Москве (1994-1999 гг.).

Памятники из ателье Переяславца можно увидеть не только в Цербсте, Москве и Санкт-Петербурге, но также в Иркутске, Новосибирске, Тобольске и Севастополе.

В 2017 году он был награжден Государственной премией Российской Федерации в области литературы и искусства за создание скульптурных композиций, раскрывающих героизм, мужества и боевое братство защитников Отечества в годы Первой мировой войны и ВОВ (1941-1945).

В апреле с.г. в музее современного искусства в городе Ярославль была открыта выставка с произведениями Михаила Переяславца под названием « Символизм скульптур».

О своем пребывании в Цербсте во время торжественного открытия памятника Екатерине Великой Михаил Переяславец сказал, что этот день являлся одним из самых приятных и самых впечатляющих дней в своей жизни.

в день открытия памятника М. Переяславец пишет в золотую книгу г. Цербста

В следующем году в Цербсте отметят 10-летие со дня открытия памятника Екатерине Великой и в связи с этой круглой датой возможно провести 3й Цербстский праздник принцесс и принцев. Наверно, будущая новоизбранная «принцесса Ангальт-Цербстская» получит свою корону у подножия памятника своей «Великой» соотечественнице.

Цербст, 10 июля 2019 г.

Die ungewöhnliche Reise einer Katharina-Statue: Moskau- Jerewan- Moskau

Die ungewöhnliche Reise einer Katharina-Statue: Moskau- Jerewan- Moskau

Annegret Mainzer, Zerbst

Am 06. November 1896 stellten die Moskauer eine aus Carrara- Marmor angefertigte Statue der Zarin Katharina II., einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst, in der Großen Halle der Moskauer Stadt- Duma, d.h. des Moskauer Stadtparlaments auf. Dies geschah in Anwesenheit der Mitglieder der kaiserlichen Familie Russlands. Einen adäquaten Beschluss zur Aufstellung der Zarin-Statue hatte das Moskauer Stadtparlament schon ein Jahr zuvor gefasst. Geschaffen wurde die Statue vom bekannten russischen Bildhauer Alexander Michailowitsch Opekuschin (1838-1923), der auch am Petersburger Denkmal für Zarin Katharina II. mitgearbeitet hatte.

dscn3848

Nach 1917 brachte man die Statue ins Depot des Museums der Schönen Künste. Die neuen Machthaber Russlands beabsichtigten, den „kaiserlichen“ Marmor für die Anfertigung von ca. hundert neuen Büsten führender Kommunisten zu nutzen.

Später gelangte die Statue ins Atelier des Bildhauers Sergei Dimitrijewitsch Merkurow (1881-1952). Dieser wiederum fürchtete um die Sicherheit der Statue und sorgte deshalb dafür, dass sie Anfang der 50-er Jahre nach Jerewan, der Hauptstadt Armeniens, überführt werden konnte. Merkurow hatte sie seinem Freund Mark Wladimirowitsch Grigorjan (1900- 1978), seinerzeit Stadtarchitekt von Jerewan, übergeben. In Jerewan „schlummerte“ die Statue auf dem Hof des armenischen Nationalmuseums.

Im Jahr 2003 hatte die armenische Regierung beschlossen, die restaurierte Statue Katharinas II. Russland, d.h. nach Moskau zurückzugeben. Die Statue wiegt ohne Sockel 4,2 t und ist 2,85 m hoch.

Anfang 2006 war in der russischen Presse zu lesen, dass die aus Armenien zurückgekehrte Statue Katharinas II. auf dem Territorium des musealen Naturreservats Zarizyno aufgestellt werden soll. Kurz zuvor war die Statue im würdigen Rahmen im Großen Saal der Moskauer Tretjakow- Galerie von Armen Sambatjatin, dem Botschafter Armeniens in Russland, an Juri Luschkow, den damaligen Oberbürgermeister Moskaus, übergeben worden.

Das ist für uns alle ein freudiges Ereignis. Wir bekommen eine Skulptur eines unserer führendsten Bildhauer  Alexander Opekuschin zurück“, so seinerzeit Juri Luschkow, der noch darauf verwies, dass die Statue noch einige Zeit in der Tretjakow- Galerie verbleiben müsse, bevor sie im damals noch nicht fertiggestellten Palais von Zarizyno aufgestellt werde. Zarizyno war auch einst auf Anregung Katharinas II. errichtet worden. „Wir werden Katharina dann im zentralen Saal aufstellen, den wir Katharina- Saal nennen werden.“, so Luschkow.

20160917_163311ko    dscn3873ko

Zarizyno befindet sich südöstlich von Moskau. Im 16. Jahrhundert war dieser Ort noch ein Dorf mit dem Namen Bogorodskoje. Besitzerin dieses Dorfes war Zarin Irina Godunowa, Gattin von Zar Fjodor Iwanowitsch. Im Jahr 1712 schenkte Zar Peter I. den Flecken Bogorodskoje dem moldauischen Fürsten D. Kantemir. Bogorodskoje wurde 1775 von Zarin Katharina II. aufgekauft und von nun an Zarizyno genannt. Am Bau des Großen Palastes waren die Architekten Wassili Iwanowitsch Baschenow (1737-1788) und Matwei Fjodorowitsch Kasakow (1738- 1812)beteiligt. Mit dem Tod Katharinas II. wurden weitere Bautätigkeiten im Zarizyno eingestellt und ruhten bis zum Jahre 1803.

Im Jahr 2007 konnte die Restaurierung des Schloss- und Parkensembles Zarizyno abgeschlossen werden.

Alexander Michailowitsch Opekuschin (1838- 1923)

Der aus dem Gouvernement Jaroslawl stammende Bildhauer Alexander Michailowitsch Opekuschin erhielt seine künstlerisch-handwerklichen Unterweisungen in der Petersburger Werkstatt von Professor David Iwanowitsch Jensen (1816-1902). Anschließend besuchte Opekuschin die Kaiserliche Akademie der Künste, wo er für seine Arbeiten, zu denen auch die Skulptur Amor und Psyche gehörte, verschiedene Auszeichnungen bekam. Für die Anfertigung einer Büste des Grafen Schuwalow und seine Mitarbeit am Petersburger Denkmal für Katharina II. wurde Opekuschin in die Meisterklasse der Akademie aufgenommen. Der Titel Akademiker wurde ihm für die Anfertigung der Büste des Zarejewitsches Nikolai Alexandrowitsch und der Statue Peters I. zuerkannt. In den ersten Jahren seines Wirkens war Opekuschin vorrangig mit ornamentalen Stuckarbeiten in und an Petersburger Gebäuden befasst und zählte zu den engsten und wichtigsten Mitarbeitern des Bildhauers und Malers Michail Ossipowitsch Mikeschin (1835-1896), dem Schöpfer des Denkmals für Katharina die Große in St. Petersburg. Im Jahr 1882 präsentierte Opekuschin auf der Allrussischen Industrieausstellung gemeinsam mit Mikeschin und dem Architekten Dimitri Nikolajewitsch Tschitschagow (1835-1894) zwei Skulpturenensembles: Die Wolga und Das Erdöl. Weiterhin fertigte Opekuschin das Denkmal für Alexander II., das 1898 an der Südmauer des Moskauer Kremls aufgestellt wurde. Zu den Werken Opekuschins zählt ebenfalls das Denkmal für Alexander III., das man im Jahre 1912 neben der Christi-Erlöser-Kathedrale in Moskau eingeweiht hatte. Keines dieser zwei letzt genannten Denkmale ist erhalten geblieben. Denkmale, die ebenfalls von Opekuschin stammen, sind u.a. das Puschkin-Denkmal in Moskau, aber auch die Puschkin- Denkmale in St. Petersburg sowie in Kischinjow und das Lermontow – Denkmal in Pjatigorsk.

Quellen:

1.Mehling, M.: Moskau.Knaurs Kulturführer. München, 1990

2. Хатчатуров, С.: Спасенную статую Екатерины II вернули Москве,

http://www.vremya.ru/2006/10/10/143733.html 27.01.2006

3. Catherine the Great’s Statue returns to Moscow from Yerewan

http://www.pravdareport.com/news/science/08-10-2003/52993-0/ 09.11.2003

4.Katharina die Grosse wieder in Moskau, http://russlandonline.ru/mainmore 09.11.2003

5.Памятник Екатерине II, возвращенный Москве Арменией, будет установлен в Царицынo

http://monarhist-spb.narod.ru/Archives_news/2006/01-2006/23-01-2006-1.htm 26.01.2007

6.Опекушин, Александр Михайлович,

http://hrono.ru/biograf/bio_o/opekushin_am.php 11.04.2007

7.Российское монархическое движение. Информационный бюллетень №35, февраль 2006, стр. 15

8.http://www.museum.ru/N25145 27.10.2016

9.http://encspb.ru/object/2804030509?lc=ru 26.10.2016

10.https://rg.ru/2006/01/24/ekaterina.html 27.10.2016

Zerbst, den 16.November 2016

Der Hauptmann, der das Mädchen rettete – Капитан, кoторый спас девушку

Der Hauptmann, der das Mädchen rettete – Капитан, кoторый спас девушку

Sowjetisch- Ukrainisch- Magdeburger Geschichte – Совестско- украинско- магдебургская история

DSCN2560

Am 13. März 1969 spielte die 4- jährige Kathrin Lehmann unbeaufsichtigt am Fenster in der 5. Etage in der damaligen Wilhelm- Pieck- Allee im Zentrum der ostdeutschen Stadt Magdeburg, die heutige Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen- Anhalt.
Als das Mädchen dann wirklich 22 m in die Tiefe fiel, wurde sie vom vorübergehenden Igor Belikow, seinerzeit Oberst sowjetischen Streitkräfte in der damaligen DDR, aufgefangen.

13 марта 1969 г. четырехлетняя Катрин Леманн играла без присмортра у открытого окна на шестом этаже жилого дома, находящиегося в центре восточногерманского города Магдебург, который ныне является административным центорм федерльной земли Саксонии- Ангальт.
Когда девушка упала 22 м в глубину, Игорь Беликов, в то время капитан советских ВВС в тогдашней ГДР, ловил её при помощи своей шинели.

DSCN2563

DSCN2562

Igor Belikow, geboren 1941 in Charkow in der heutigen Ukraine, war seit 1960 Jagdflieger bei den sowjetischen Luftstreitkräften, die in der nicht weit von Magdeburg gelegenen Stadt Zerbst stationiert waren. An diesem 13. März 1969 war er in Magdeburg aufgrund eines Arztbesuches und war somit zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Blickauf den heutigen Zerbster Flugplatz
Blickauf den heutigen Zerbster Flugplatz

Игорь Беликов, который родился в Харкове в 1941 году, служил с 1960 года летчиком- истребителем советских ВВС в соседнем городе Цербст. В тот 13 марта 1969 года он приехал в Магдебург для медосмотра. Таким образом Игорь Беликов был в нужное время в нужное место.

DSCN2559

1970 kehrte Igor Belikow in die Sowjetunion zurück, wo er die Fliegerakademie Juri Gagarin absolvierte und weitere Einsätze in auf der Krim, im Kaukasus und Afghanistan.
Aufgrund seiner heldenhaften Rettungstat wurde Iwan Belikow 1977 Ehrenbürger der Stadt Magdeburg. Ihm zu Ehren steht heute im Stadtzentrum ein vom in Sachsen- Anhalt geborenen Bildhauer Heinrich Apel (*1935) gefertigtes Bronzedenkmal.

С 1970 года Игорь Беликов служил в СССЗ, где он стал выпускником авиационной акдемии им. Юрий Гагарина. Потом Беликов служил в Афганистане, Крыму и на Кавказе.
В 1977 году Игорь Беликов из- за своего геройского поступка был назначен почётным гражданином города Магдебурга. В его честь ныне в городском центре находится бронзовый памятник, сделанный скульптором Генрих Апель, который в 1935 году родился в Саксонии- Ангальте.

DSCN2556     DSCN2558

Der Bildhauer Heinrich Apel fertigte für die Stadt Magdeburg auch den Faunbrunnen in der Leiterstraße an.
Скульптор Генрих Апель является также автором так называемого Фонтана Фавна в городе Магдебурге.

Bild0289

Doch zurück zu Igor Belikow: Der unvergessene Held von Magdeburg, verstarb im Frühjahr 2015.

Возвращаемся к Игорю Беликову: Незабываемый герой города Магдебурга умер весной 2015 года.

DSCN2561

Muchelfriedhof- Kriegsgräberstätte in Zerbst/ Anhalt – Мухельное кладбище- военное кладбище в г. Цербст/ Ангальт

Muchelfriedhof- Kriegsgräberstätte in Zerbst/ Anhalt – Мухельное кладбище- военное кладбище в г. Цербст/ Ангальт

Im Fokus des vorliegenden Beitrages steht der bei Zerbst/ Anhalt, der Heimat der russischen Zarin Katharina II., gelegene Soldatenfriedhof, der auch Muchelfriedhof genannt wird. Angelegt wurde er zwischen 1916- 1920 und er diente als letzte Ruhestätte für Soldaten und Offiziere aus England, Frankreich, Belgien und Russland, die in den Jahren des 1. Weltkrieges im benachbarten Kriegsgefangenenlager verstarben.

В фокусе данной статьи находится расположенное недалеко от города Цербст/ Ангальт, являющегося родиной российской императрицы Екатерины II, военное кладбище, которое называется мухельное кладбище. Оно было создано в 1916 по 1920 гг. и служило последнему упокоению для солдат и офицеров из Англии, Франции. Бельгии и России, которые умерли в соседнем лагере для военнопленных.

Heutzutage sind hier vorwiegend Russen beigesetzt. Die Gebeine der verstorbenen Gefangenen anderer Nationalitäten wurden nach Kriegsende in ihre Heimatländer überführt. Die letzte Beisetzung fand hier im Jahr 1921 statt.

Ныне здесь находится прежде всего могилы русских военнопленных. После войны останки нерусских военнопленных были перевезены на родину. Последнее захоронение состоялось здесь в 1921 году.

Muchelfriedhof bei Zerbst/ Anhalt- мухельное кладбище у г. Цербст/ Ангальт
Muchelfriedhof bei Zerbst/ Anhalt- мухельное кладбище у г. Цербст/ Ангальт

Auf dem Territorium des einstigen Kriegsgefangenenlagers errichteten die russischen Gefangenen ein Denkmal aus Findlingssteinen, dessen oberer Abschluss ein gusseiserner Adler bildete. Heute ist dieser Adler verschwunden.

Denkmal für die Kriegsgefangenen- памятник военнопленным
Denkmal für die Kriegsgefangenen- памятник военнопленным

Um das Denkmal herum wurden acht große Feldsteine gelegt, die die Kriegsmächte symbolisierten. Der größte Feldstein stand für Russland und wurde an der Ostseite des Denkmals abgelegt. Am Denkmal waren vier Tafeln mit Inschriften in deutscher, englischer, französischer und russischer Sprache angebracht, die an die hier inhaftierten 12 809 Kriegsgefangenen erinnerten. Die Tafel mit der Inschrift auf Deutsch ist bis heute erhalten.

DSC_0759

На территроии бывшего лагеря русские военнопленные установили памятник из валунов. Над памятником раншье сидел чугунный орел, который скоро после войны исчез. Вокруг памятника положили восемь полевых камней, символизирующих вооруженные силы. Самый большой полевой камень был посвящен России и его положили у восточной стороны памятника. Памятник был также украшен четырьмя досками с надписями на немецком, английском, французском и русском языках. Эти доски напоминают о 12 809 военнопленных, живших в этом лагере. До сих пор сохранилась доска с намецкой надписью.

Wenn ein Gefangener verstarb, trugen seine engsten Freunde den Sarg. Chorgesang erklang am Grab. Eine Liste mit Namen von 80 verstorbenen russischen Kriegsgefangenen befindet sich im Zerbster Stadtarchiv.

Von russischen Kriegsgefangene angefertigte Gegenstände
Von russischen Kriegsgefangene angefertigte Gegenstände

Когда военнопленны умер, его лучшие друзья несли гроб и звучало хоровое пение. До сегодняшнего дня сохранился список 80 умерших русских военнопленных в Цербстском городском архиве.

Im Jahr 1918 wurde das Kriegsgefangenenlager aufgelöst. Auf dem Friedhof wurden zwei weitere Denkmale errichtet: Ein Denkmal für die gefallenen russischen Soldaten, ein anderes mit der Bezeichnung pro patria zum ewigen Gedenken an alle Gefallenen.

В 1918 г. этот лагерь для военнопденных был закрыт. На территории кладбища были установлены ещё два памятника: один памятник погибшим русским войнам и другой с названием про патриа, посвященный всем погибшим.

oberer Abschluss des Denkmals für gefallene russische Soldaten - верхняя часть памятника погибшим русским солдатам
oberer Abschluss des Denkmals für gefallene russische Soldaten – верхняя часть памятника погибшим русским солдатам

Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurden bei Zerbst sieben kanadische Flieger abgeschossen. Zuerst wurden ihre sterblichen Überreste auf dem Muchelfriedhof beigesetzt, wovon einst sieben Holzkreuze zeugten. Später; allerdings ist unbekannt, in welchem Jahr, erfolgten Exhumierung und Überführung nach Kanada.

К концу Второй мировой войны семь канадских летчиков были сбиты недалеко от г. Цербста. Их останки покоились на мухельном кладбище. Об этом свидетельствовали семь деревянных крестов. Позже, но не известно , в каком году, их останки были перевезены в Канаду.

Am 16. April 1945 wurde die Stadt Zerbst durch Bombardements zu 85 % in Schutt und Asche gelegt. Dabei kamen 574 Menschen ums Leben, unter ihnen waren auch 24 unbekannte russische Kriegsgefangene, die zunächst auf dem Muchelfriedhof beigesetzt wurden. Später wurde ihnen zur Erinnerung ein Gedenkstein auf dem Zerbster Heidetorfriedhof aufgestellt.

Gedenkstein f[r unbekannte russische Kriegsgefangene- памятный камень для неизвестных русских военнопленных
Gedenkstein für unbekannte russische Kriegsgefangene- памятный камень для неизвестных русских военнопленных

16 апреля 1945 г. город Цербст был разрушен на 85 % вследствие бомбардировок. Погибли 574 человека, среди них свыше 20 неизвестных русских военнопленных. Их похоронили на мухельном кладбище. Позже был установлен памятный камень на другом городском кладбище, который напоминает о них.

Im Auftrag des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge begannen im Jahr 1993 deutsche Bundeswehrsoldaten damit, den inzwischen verwilderten Muchelfriedhof wieder herzurichten. It einem Gedenkgottesdienst am 14.09. 2005 wurde der neu gestaltete Muchelfriedhof feierlich eingeweiht.

По поручению Нардного союза Германии по уходу за военными захоронениями немецкие военнослужащие начали с восстановлением заросшего заброшенного мухельного кладбища. 14 сентября 2005 г. состоялось торжественное богослужение по поводу открытия восстановленного мухельного кладбища.

Die im Beitrag verwendeten Fotos wurden freundlicherweise von Axel Kulоt, Zerbst, zur Verfügung gestellt.
Фотографии, использованные в данной статье, были предоставлены г- ном Аксель Кулот, Цербст.

Quelle:
Werner, M.: Das Kriegsgefangenenlager Zerbst/ Anhalt (I. Weltkrieg), Zerbst, 2011

Anhaltisch- russische Schnittpunkte durch Katharina II. in Bogorodizk wiederbelebt

Anhaltisch- russische Schnittpunkte durch Katharina II. in Bogorodizk wiederbelebt

Bogorodizk ist eine zirka 32 000 Einwohner zählende russische Kleinstadt, gelegen etwa 65 km südöstlich von Tula, wo die bekannten russischen Samoware hergestellt werden.
Wodurch erregte die Stadt Bogorodizk meine Aufmerksamkeit? Dadurch, dass im Juni 2015 in den russischen Medien zu lesen war, dass die dortigen politischen Entscheidungsträger in Sachen Kultur und Tourismus beschlossen, die Schloss- und Parkanlage Bogorodizk, die auch Tulaer Peterhof genannt wird, zu restaurieren. Dafür stellen die russische Regierung und das Gouvernement Tula insgesamt 65 Millionen Rubel (zurzeit zirka 830 000 Euro) zur Verfügung.
Im Zuge der geplanten Restaurierungsmaßnahmen soll nicht nur Verlorengegangenes wieder hergestellt, sondern auch ein Denkmal für die aus dem einstigen Fürstentum Anhalt- Zerbst stammende Zarin Katharina II. errichtet werden. Die offizielle Grundsteinlegung für das Denkmal erfolgte bereits Anfang des Sommers im Beisein lokaler Politprominenz.

Warum ein Denkmal für Katharina II. in Bogorodizk, in einem Ort, der 1663 von Zar Alexei Michailowitsch (1629- 1679), dem Vater von Zar Peter dem Großen, als Grenzbefestigung zum Schutz gegen Überfälle seitens der Krimtataren gegründet worden war?
Der Ort Bogorodizk ist eng mit der Geschichte der Grafen Bobrinski verknüpft. Als Begründer dieser Dynastie gilt Graf Alexei Grigorjewitsch Bobrinski (1762- 1813), der jüngste Sohn von Zarin Katharina II, geborene Prinzessin von Anhalt- Zerbst.

Porträt Graf Alexei Bobrinski von C.L.J.Christineck
Porträt Graf Alexei Bobrinski von C.L.J.Christineck (1732- 1792), ca. 1770

Weiterlesen

Schloss Zerbst: Eröffnung der Ausstellung “ Eremitage St. Petersburg im Zerbster Schloss“

Schloss Zerbst: Eröffnung der Ausstellung “ Eremitage St. Petersburg im Zerbster Schloss“

P1090245

Am 21. Juni d.J. wurde im Ostflügel des einstigen Zerbster Schlosses die Sonderausstellung “ Eremitage St. Petersburg im Schloss Zerbst“ eröffnet.

 памятник Екатерине II в Цербсте и вид на замок её предков

Seit 2003 bemüht sich der ehrenamtlich arbeitende Förderverein Schloss Zerbst e.V. um den Wiederaufbau des am 16. April 1945 durch Bombenhagel zerstörten Schlosses, dessen Grundsteinlegung 1681 durch die Vorfahren der russischen Zarin Katharina II. , geborene Prinzessin von Anhalt- Zerbst, erfolgte. Dabei sind nicht nur Fördergelder und Sponsoren gefragt, sondern auch Ideen für eine nachhaltige Nutzung des Wiederaufgebauten.

Kreative Ideen passen zu jungen Leuten und so befassten sich im Zuge der Fertigstellung ihrer Masterarbeiten die Architekturstudenten Manja Nöldner  und Dominik Schendel , die in Berlin studiert haben, mit dem Ostflügel des Zerbster Schlosses. Genauer gesagt arbeiten sie am Projek- eine deutsche Dependance der St. Petersburger Eremitage im Schloss Zerbst. Ich fragte die beiden inzwischen Jungarchitekten, wie sie dieses Thema gefunden hätten oder ob sie jemand auf darauf aufmerksam gemacht habe. Letzteres verneinten sie, sie hätten sich das Thema selbst gesucht, so Dominik Schendel.

P1090253

In Vorbereitung ihrer Masterarbeitenbesichtigten sie auch die schon vorhandenen Depandancen der Eremitage in London, Amsterdam und Las Vergas und nahmen natürlich die noch vorhandene Bausubstanz des Zerbster Schlosses genau unter die Lupe.

Insgesamt sieht ihr Plan vor, das nicht nur der Ostflügel, sondern auch andere Gebäude im Schlosspark mit in das Projekt einbezogen werden sollen. Nahc ihren Vorstellungen soll der Ostflügel des Schlosses ausschließlich für Ausstellungen vo historischem bis zum zeitgenössischen Coleur genutzt werden, die Zerbster Stadthalle das Festhaus bilden, das Raum für Veranstaltungen bietet und das einstige Gebäude zur Unterbringung der Pferde und Fuhrwerke soll zum Gästehaus mit Verwaltungstrakt für Mitarbeiter umfunktioniert werden.

P1090262

Interessant auch die architektonische Gestaltung der oberen Galerie, die zur Präsentation der zeitgenössischen Kunst vorgesehen ist. Hier treffen neue innovative Ideen auf alte Bausubstanz, die aber bei dieser Symbiose nicht verlorengeht.

P1090273

Sicherlich mag manch einer die euphorisch im zerbster schloss vorgetragene Idee einer Filiale der St. Petersburger Eremitage im ersten Moment belächeln und meine, das sei eine Nummer zu groß für Zerbst/ Anhalt. Jedoch diejenige, die den Grundstock für die St. Petersburger Eremitage legte, Katharina die Große, kam aus Zerbst und so pflegen die Zerbster eine enge Verbundenheit mit Russland, was sich in der schon über 20 Jahre währenden Städtepartnerschaft mit Puschkin/ St. petersburg (ehemals: Zarskoje Selo) zeigt.

Und wer nicht träumt, nicht wagt, der nicht gewinnt.

P1090271