Большой Екатерининский Бал 2018 г. ждет гостей из г. Цербст/Ангальт

Большой Екатерининский Бал 2018 г. ждет гостей из г. Цербст/Ангальт

Аннегрет Майнцер, Цербст

«Как только родилась идея Большого Екатерининского Бала, нам сразу стало ясно, что его должно отличать от других балов: место проведения исключительно в местах, где ступала нога императрицы и где есть связь с жизнью её семьи, а также его просвещенческая миссия, как это было в эпоху Екатерины Второй. Мировосприятие российских немцев настроено именно в духе наследия Екатерины Второй и на российскую, и на немецкую волну. Поэтому и взор наш после запуска первого бала в Москве сразу обратился в Германию, в Цербст – город, который отождествляет себя с этим именем. Я лично считаю выдающимся достижением, что такой маленький город как Цербст, благодаря своим инициативам в российско-германском сотрудничестве, известен далеко за пределами Германии в России. К счастью, и наши российско-германские инициативы были приняты с открытым сердцем и душой и лично бургомистром города и его активными жителями. Нам важно показать жителям Москвы и России, что „их великую Екатерину“ чтят и в Германии. Участие в бале делегации из Цербста во главе с бургомистром – это знак уважения к нашим традициям. А мы, естественно, рады развитию нашего сотрудничества в дальнейших проектах!» – с таким искренним энтузиазмом Ольга Мартенс, директор Большого Екатерининского Бала, первый заместитель председателя Международного союза немецкой культуры в России и издатель Московской немецкой газеты, говорила о важности участия представителей г. Цербст/Ангальт в Большом Екатерининском Балу.

Ольга Мартенс и Аннегрет Майнцер на Екатерининском Форуме в Цербсте

15 сентября с.г. в музее-заповеднике «Царицыно» состоятся Фестиваль бальных традиций и Большой Екатерининский Бал, уже четвертый год подряд. В Балу также принимает участие делегация из г. Цербст/Ангальт, исторической родины Екатерины Великой.

Цербстская делегация 2016 г.

В состав Цербстской делегации входят Андреас Диттманн, мэр города, юная Фридерике Бек, избранная в мае принцесса Ангальт-Цербстская, Аннегрет Майнцер как представитель Международного исторического общества «Екатерина II» и общества «Замок Цербст» и в качестве переводчика, и семья принцессы Фридерики.

Цербстская делегация 2017 г.

Об участии Цербстской делегации в Балу мэр Андреас Диттманн сказал следующее: «Как раз в наши дни необходимо использовать и поддержать всякую возможность коммуникации и сотрудничества между Германией и Россией. И город Цербст/Ангальт хочет сделать свой вклад в этот процесс. Нам нужно помнить личность Екатерины II. Я уверен, что у нас, т. е. у русских и немцев, есть больше общего, чем различий. Поэтому я с удовольствием принял приглашение на Большой Екатерининский Бал. Думаю, он для нашей юной принцессы станет особым опытом. Я очень рад, что ее родители оказывают поддержку нашей поездке в Россию.»

мэр Андреас Диттманн и новоизбранная принцесса Фридерика

Цербст, 11 сентября 2018 г.

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Zerbst/Anhalt: Hoheiten von einst und heute treffen sich

Zerbst/Anhalt: Hoheiten von einst und heute treffen sich

Annegret Mainzer, Zerbst

Nicht nur aus Zerbst und der Region Anhalt, auch aus Dessau, Dresden, Hamburg, Lutherstadt-Wittenberg, Braunschweig, Timmenrode/Harz und Berlin kamen sie am Nachmittag des 11. März in die Zerbster Stadthalle – die ehemaligen und noch aktiven Darstellerinnen der Zerbster Prinzessin Sophie Friederike Auguste, der Großfürstin Katharina Alexejewna, der russischen Zarin Katharina II.und der Hofdamen, die den Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. in den vergangenen 25 Jahren bei seinen Auftritten regional, überregional und international begleitet hatten.

Manche der einstigen Hoheiten brachte nebst Partner sogar ihren Nachwuchs mit. Viel Freude bereitete den angereisten jungen Frauen das Anziehen der barocken Kleider, auch wenn ihr letzter Auftritt vielleicht schon 10 Jahre oder länger zurücklag. Auch die Frage Passe ich noch in mein Kleid? war sicher spannend.

Karrieren“ im Katharinaverein

Einige der jungen Frauen unterstützten den Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. mehrere Jahre, wenige gar mehr als ein Jahrzehnt, so zum Beispiel Ina Lemke und Desirée Mainzer.

Ina Lemke zur Eröffnung der Sammlung Katharina II.

Während Ina Lemke die Eröffnung der Zerbster Sammlung Katharina II. im Jahr 1995 als Großfürstin Katharina Alexejewna erlebte, war die damals 6-jährige Desirée Mainzer eine der kleinen und jüngsten Blumen streuenden Hofdamen im Hochzeitszug. Aus der jüngsten Hofdame Desirée wurde in den Jahren 2006/2007 die Zarin, die sogar vor der Kamera für den mdr im Zerbster Schloss posierte.

Desirée Mainzer führt 1995 den Hochzeitszug an

Nach dem Genuss von Kaffee und Kuchen begrüßte Tatyana Nindel, Vorsitzende des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V., offiziell die zahlreich erschienenen Gäste und sprach allen, die bisher im Verein und im Besonderen an der Vorbereitung und Durchführung dieses Nachmittags mitgewirkt haben, ihren Dank aus.

2006: Desireée Mainzer als Zarin bei Museumsnacht

Katharina-Einsätze regional, überregional und international

Den Rückblick auf 25 Jahre Internationaler Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. hielt Vorstandsmitglied Johanna Lüdecke, die seit März 1993 Vereinsmitglied ist und so manche Darstellerin aufwachsen sah.

Anhand einer Powerpoint-Präsentation gab sie einen sehr eindrucksvollen und informativen Überblick darüber, wo und wann die Mädchen und jungen Frauen den Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. repräsentiert haben. Neben fast obligatorischen Einsätzen auf den Sachsen-Anhalt-Tagen, Fläming-Frühlingfesten, bei Luthers Hochzeit, auf der ITB oder auf Zerbster Stadtfesten und zu diversen Ausstellungseröffnungen u.a. im Landtag in Magdeburg oder im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin gab es auch des Öfteren Einsätze auf internationaler Ebene: 1997 nahm Katharina Beckmann als Zarin Katharina II. im Auftrag der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt auf der Hardthöhe an der 38. Jahresabschlussunterrichtung der in Bonn notifizierten ausländischen Militärattachés teil und wurde vom damaligen Ministerpräsident Sachsen-Anhalts Rainer Höppner sowie von Volker Rühe, seinerzeit Verteidigungsminister der BRD, begrüßt und die anwesenden russischen Militärattachés hießen sie mit den Worten „Nascha Katinka“ willkommen.

           

Auch auf einem Wirtschaftsempfang in Wien im Jahr 1998 gab es einen Einsatz der „Zarin“ Katharina Beckmann aus Zerbst gemeinsam mit Luther und Guericke.. Zu den Aktiven in all den Jahren zählen auch Jeanette Markmann und Karin Rettig, die ihre Auftritte wohl nicht mehr zählen können.

                                                

Im Jahr 2016 besuchte die im Jahr zuvor gewählte „Zerbster Prinzessin“ Esther Sophie Enke den Großen Katharinaball in Zarizyno bei Moskau.

Die hier vorliegende Aufzählung von Einsätzen der jungen Frauen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, das würde den Rahmen der Berichterstattung sprengen.

Ehrung für Initiator

Zurück zum Hoheitentreff am 11. März in der Zerbster Stadthalle: Im Laufe des Nachmittags erfolgte eine würdige öffentliche Ehrung von Wladimir Teslenko, Initiator, Gründungs- und Ehrenmitglied des Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. durch den Vorstand.

Katharina-Darstellerin von 1949 anwesend

Doch Ehrengast war unbestritten Renate Frebel. Sie hatte als 18-Jährige im Jahr 1949 am Festumzug anlässlich der 1000-Jahrfeier der Stadt Zerbst teilgenommen und saß damals als Zarin Katharina II. in der Kutsche. Die heute fast 88-jährige Renate Frebel hatte sichtlich viel Spaß beim Zusammentreffen mit ihren jüngeren „Kolleginnen“ und ließ es sich nicht nehmen, an diesem Sonntag ebenfalls ein barockes Kleid zu tragen.

Unter den Gästen war auch die von Heike Richert geleitete Theatertruppe des Zerbster Gymnasiums Francisceum, deren Mitglieder bereits des Öfteren Veranstaltungen und Auftritte des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. unterstützen, indem sie nicht nur in barocke Kostüme, auch in historische Rollen schlüpften.

Zerbster Prinzessinnenfest am 26. Mai 2018

Im Anschluss an die eineinhalbstündige Rückschau machten die Gäste reichlich von der Möglichkeit Gebrauch, sich in das Gästebuch des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. einzutragen.

Anzumerken sei noch, dass die Vereinsvorsitzende Tatyana Nindel alle großen und kleinen Interessierten zum Zerbster Prinzessinnenfest am 26. Mai 2018 in den Zerbster Schlossgarten einlud.

Stets Nachwuchs beim Katharinaverein gesucht

Gesucht werden im Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. stets Mädchen und Jungen ab 7 Jahre, die Spaß daran haben, in ein historisches Kostüm zu schlüpfen und als Zerbster Hoheit uns bei unseren Auftritten zu untertsützen. Denn dadurch, dass uns aufgrund des Studiums oder einer Ausbildung immer wieder junge Mitstreiterinnen verlassen, sind wir stets an Nachwuchs interessiert.

Bei Interesse bitte melden. Tel 03923/   754-250 oder E-Mail: info@ifv-katharinaII.de

Zerbst, den 12. März 2018

Fotos: Internationaler Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V., Annegret Mainzer, Johanna Lüdecke, Lydia Kulot

 

Dornburg a.d.Elbe – 2017: Festakt anlässlich 20 Jahre Stengel-Gesellschaft Dornburg/Elbe e.V.

Dornburg a.d.Elbe – 2017: Festakt anlässlich 20 Jahre Stengel-Gesellschaft Dornburg/Elbe e.V.

Annegret Mainzer, Zerbst

Am frühen Abend des 07. Oktober d.J. waren das Foyer sowie der Gartensaal des Schlosses Dornburg an der Elbe hell erleuchtet, wurden doch Gäste anlässlich des Festaktes zum 20-jährigen Bestehen der StengelGesellschaft Dornburg/Elbe e.V. erwartet und mit einem Glas Sekt durch den Vereinsvorsitzenden Egbert Platte persönlich begrüßt.

Gekommen waren nicht nur die lokalen VIPs wie Dr. Steffen Burchhardt, Landrat des Landkreises Jerichower Land, und Jens Hünerbein, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Gommern. Zu den Gratulanten gehörten auch Vertreter befreundeter Vereine wie des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. und des thüringischen Vereins „Christiane Eleonore von Zeutsch“.

Vertreter der Stengel-Gesellschaft, des Katharinavereins Zerbst und des Zeutsch-Vereins
Vereinsvorsitzender Egbert Platte hält den Rückblick

In seinem Rückblick erinnerte Vereinsvorsitzender Egbert Platte an die die Vereinsgründung und Vereinsarbeit prägenden Persönlichkeiten wie an den Nestor der Stengelfreunde, den Dornburger Lehrer, liebevoll Kantor genannt, Erhard Micklisch (†2006), auf dessen unermüdlich permanentes Insistieren so manche Maßnahme zur Erhaltung des bis heute verwaisten Schlosses Dornburg zurückgeht. „Egal, ob Dr. Wolfgang Böhmer, Dr. Rainer Höppner oder Dr. Reiner Haseloff – Erhard Micklisch schaffte es, dass fast alle Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts einmal nach Dornburg ins Schloss kamen,“ würdigt Egbert Platte das Wirken von Erhard Micklisch.

Vereinsnestor Erhard Micklisch

Wie das Schloss Dornburg auf eine ereignisreiche Bau- und Nutzungsgeschichte zurückblicken kann, so verhält es sich auch mit der Vereinsgeschichte der StengelGesellschaft Dornburg/Elbe e.V.. Mit vielfältigen Veranstaltungen wie Schlossfeste, Schlossöffnungen und Vorträgen versuchten die Stengelfreunde von Anbeginn ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit an, die Aufmerksamkeit auf die Probleme um die Erhaltung und künftige Nutzung des Schlosses Dornburg zu lenken. Eine wesentliche Rolle spielten dabei wissenschaftliche Symposien. In diesem Zusammenhang vergegenwärtigte Egbert Platte noch einmal die Bedeutung des Fundes der Baupläne für Schloss Dornburg, die der Moskauer Professor Georgi Smirnow in der Grafischen Sammlung der Westeuropa-Abteilung der St. Petersburger Eremitage fand und sie auf dem Symposium 2002 in Dornburg präsentierte.

Symposium 2002: Gespräch zwischen der damaligen Vereinsvorsitzenden Annegret Mainzer u. Prof. Georgi Smirnow

Auch erwarb die Stengel-Gesellschaft die Diplomarbeit von Anja Riemann zu den Dornburger Gärten, die von der Bernadotte-Stiftung auf der Insel Mainau mit einer Goldmedaille bedacht wurde.

Auch den fast nicht zu bewältigenden Strom von interessierten Besuchern im Schloss Dornburg an den ersten Tagen des offenen Denkmals führte der Vereinsvorsitzende den Anwesenden nochmals vor Augen. Mit einem Augenzwinkern berichtete er davon, dass seinerzeit angereiste Kunsthistoriker >not amused< waren, dass am Stengel-Schloss rote Werbebanner der Sparkasse, einer der ersten Förderer der Stengel-Gesellschaft, hingen. Bereits bei der ersten Schlossöffnung geriet die Dornburger Dorfjugend in Aufgregung, denn der 270 Seelen zählende Ort wurde aufgrund eines Staus zwischen Prödel und Dornburg in den SAW-Verkehrsnachrichten erwähnt, berichtete schmunzelnd der Vereinschef. 

In seiner Retrospektive verwies Egbert Platte auch darauf, dass das Vereinsleben auch das Dorfleben beeinflusste. So werden stets vom aktiven Vereinsmitglied Stefan Schüler mit sehr viel Akribie sogenannte Plauderabende vorbereitet, deren Themen sowohl die Schlossgeschichte wie auch die des Dorfes betreffen. Aber auch die Zusammenarbeit mit der Theatergrupe Bühnchen sellt eine tragende Säule der Vereinsarbeit dar, so Vereinschef Platte.

So weit es möglich sei, fuhr der Vereinsvorsitzende fort, unterstütze die Stengel-Gesellschaft stets auch andere Projekte in Dornburg, als Beispiele dafür seien die Sanierung der Kirche, Kirchturmuhr und Sperling-Orgel genannt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausführungen von Egbert Platte bildete die Erinnerung an die unterschiedlichen Versuche, Schloss Dornburg einer langfristigen Nutzung zuzuführen. Auch dabei galt es, die Spreu vom Weizen zu trennen, denn nicht jeder vermeintliche Investor war seriös. In dieser Hinsicht ist zu sagen, dass Schloss Dornburg bis heute zum Verkauf steht. Egbert Plattes Informationen zufolge gebe es zurzeit einen ernstzunehmenden aussichtsreichen Kaufinteressenten, aber in solche Verhandlungen werde der Verein nicht unbedingt miteinbezogen.

Musikalisch umrahmt wurden die Ausführungen des Vereinsvorsitzenden durch Darbietungen von Gesangsstücken wie Süße Stille, sanfte Quelle und Flammende Rose, Zierde der Erden, die aus der Feder von Georg Fiedrich Händel stammen, dargeboten von der Magdeburger Opern-und Konzertsängerin Ulrike Vellmer, begleitet am E-Piano von Istvan Visontay.

Bevor sich die Gäste zu Erinnerungen und Gesprächen ans Buffet zurückzogen, gratulierte Annegret Mainzer in Personalunion, d.h. als einstige Vorsitzende der Stengel-Gesellschaft Dornburg/Elbe e.V. und heutiges Vorstandsmitglied des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. den Stengelfreunden zu ihrem bisherigen Durchhaltevermögen und stellte wieder künftige gemeinsame Projekte in Aussicht.

Gratulation durch Annegret Mainzer

 

https://russianhalthistory.wordpress.com/2014/07/27/schloss-dornburg/

Zerbst, den 08.Oktober 2017

September 2017: Premiere des Musicals „Fieke“ in Zarizyno bei Moskau

September 2017: Premiere des Musicals „Fieke“ in Zarizyno bei Moskau

Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst: „Die Zeit diktiert ihre Interessen“

Annegret Mainzer, Zerbst

Am 16. September d.J. fand im Park von Zarizyno bei Moskau das vom Internationalen Verband Deutsche Kutur (IVDK) organisierte Festival der Balltraditionen zur Zeit von Zarin Katharina II. statt.

Besondere Programmpunkte dieses herbstlichen Freiluftfestivals bildeten u.a. öffentliche Tanzlektionen, in denen Interessierte jeglichen Alters sich in Etiketten und Tänzen zur Zeit des Barock ausprobieren konnten, und auch nicht unerwähnt sollten die professionellen akrobatisch choreografierten Vorführungen mit gefährlich klingenden Degen a la les trois mousquetaires bleiben.

                

Doch den absoluten Höhepunkt des diesjährigen Open-Air-Festivals in Zarizyno stellte die Premiere des Musicals Fieke dar, das die Frage >Wie wurde aus der kleinen Fieke die große Katharina?< thematisiert. Bereits einige Zeit zuvor war die Musicalpremiere in verschiedenen sozialen Netzwerken und deutschen sowie russischen Medien angekündigt worden.

Besucher auch aus Zerbst/ Anhalt

Auch Annegret Mainzer und Dirk Herrmann von Katharina-und Schlossverein in Zerbst/Anhalt, die im Rahmen des 3. Großen Katharinaballs in Moskau weilten, waren unter den zahlreichen Zuschauern im Park von Zarizyno. Noch vor Vorstellungsbeginn trafen sie auf Elena Eliseeva und Ivan Zolotuchin, die kindlichen Darsteller von Fieke und Peter. Die zwei jungen Darsteller ließen sich auch nicht lange zu einem gemeinsamen Foto mit den Gästen aus der deutschen Heimat von Katharina II. bitten.

v.l.n.r.: Dirk Herrmann, Elena Eliseeva, Ivan Zolotuchin, Annegret Mainzer

Zahlreiche Besucher– jung wie alt- standen erwartungsvoll und dicht gedrängt sowie mit Kameras und Smartphones bestückt an der Bühne, um interessiert das Musical Fieke zu verfolgen.

Sehr ausdrucksstark und effektvoll – die Musik. Imposant, gewaltig und markant – die Stimmen. Groß und typisch russisch-pathetisch – die Worte. Praktikabel-tanzbar – die Kostüme. Spartanisch und transparent – das Bühnenbild.

Jedoch, unvergesslich und bleibend – der Eindruck!

Die Darstellerinnen und Darsteller

Die in Alma-Ata geborene und im klassischen Gesang ausgebildete Schauspielerin Irina Lindt mit deutschen Wurzeln, Regisseurin des Musicals Fieke und Darstellerin von Zarin Elisabeth Petrowna, ist in der Moskauer und russischen Theater-und Filmlandschaft keine Unbekannte. Ihre Stimmgewalt füllt würdevoll den Bühnenraum aus, wie es sich für eine Zarin gebührt.

            

Eine weitere Darstellerin im Musical Fieke ist Anna Bagmet, die die Rolle der ehrgeizigen und geltungsbedürftigen Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst verkörpert. All ihre Gestik und Mimik, ihr voller Stimmeinsatz auf der Bühne überzeugten die Zuschauer vom Streben der Zerbster Fürstin nach Höherem, von ihren hochfliegenden Plänen für ihre Tochter Fieke. „Die Zeit diktiert ihre Interessen“ („Время диктует свои интересы“) – so rechtfertigt Johanna Elisabeth alias Anna Bagmet im Musical Fieke ihr Handeln. Zweifelsfrei brilliert die theater-und filmerfahrene Anna Bagmet in der Rolle der Mutter der Zerbster Fürstentochter Fieke.

             

Das Pendant dazu bildet Fürst Christian August von Anhalt-Zerbst, Vater von Fieke, dargestellt von Alexander Kolzov. Sehr ergreifend und überzeugend die Szene des Abschiednehmens von Tochter Fieke. Sein fein nuancierter Stimmeinsatz, seine pointengenaue Gestik und Mimik in dieser Szene zeugen von Alexander Kolzovs hohem Empathievermögen. Auch Anna Glaube, Darstellerin der vierzehnjährigen Fieke, wirkte auf der Bühne mit all ihrem jugendlichen Übermut und Abschiedsschmerz sehr glaubwürdig.

                                     

Das Zusammenspiel der Solistinnen und Solisten mit den Damen und Herren vom Ballett des Moskauer Musicaltheaters war erstklassig professionell und harmonisch.

Mit einem Koffer voller unauslöschlicher positiver Eindrücke und Ideen für das Jahr 2018 fuhren Annegret Mainzer und Dirk Herrmann zurück nach Zerbst/Anhalt. Und vielleicht macht das Musical Fieke in naher Zukunft auf dem Hof des Schlosses Zerbst halt?

Zerbst, den 05.Oktober 2017

Jahreshauptversammlung beim Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. – Годовое собрание Международного исторического общества «Екатерина II“

Jahreshauptversammlung beim Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. 

Годовое собрание Международного исторического общества «Екатерина II“

Annegret Mainzer, Zerbst

Am 08. April diesen Jahres lud der Internationale Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V zu seiner alljährlichen Jahreshauptversammlung ein.

8 апреля с.г. состоялось годовое отчетное собрание Международного исторического общества «Екатерина II» г. Цербст.

Nicht nur Vereinsmitglieder wie der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann, der Hallenser Publizist Dr. Michael Pantenius und Vereinsgründer und Ehrenmitglied Wladimir Teslenko, auch Vertreter der Partnervereine wie des Zerbster Schlossvereins und der Internationalen Fasch Gesellschaft waren dieser Einladung gefolgt.

Среди гостей были не только члены общества как Андреас Диттманн, мэр г. Цербст/ Ангальт, д-р Михаэл Пантениус, публицист из г. Галле, и Владимир Тесленко, основатель и почетный член Екатериниснкого общества, но и представители паpтнерских ассоциаций как, например, Общества «Замок Цербст» и Международного общества им. « И.Ф.Фаша».

Neben den Rechenschaftsberichten der Vereinsvorsitzenden, der Schatzmeisterin und des Kassenprüfers sowie der Vorstellung des Jahresarbeitsplanes 2017 standen in diesem Jahr auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung.

Повестка дня включала в себя следующие вопросы: отчет председателя правления о деятельности 2016 г., бухгальтерский отчет, отчет ревизионной комиссии, ознакомление с программой 2017 г. и избрание членов правления.

Tatyana Nindel, Vorstandsvorsitzende, konnte in ihrer Rechenschaftslegung, die sie mithilfe einer Powerpointpräsentation illustrierte, auf ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr 2016 zurückblicken.

Оглядываясь на истекший отчетный период, Татьяна Ниндель, председатель правления общества, в своем отчете отметила, что 2016 год был насыщен рядом важных для общества событий.

Ein erster Höhepunkt im Jahr 2016 war ohne Zweifel die erste Wiederbegegnung zwischen Katharina II. und Zar Peter III. seit etwa 255 Jahren im Zerbster Gebäude der Sparkasse Anhalt-Bittelfeld im Rahmen der 51. Zerbster Kulturfesttage. Gemeinsam mit dem Zarenverein aus Kiel hatte der Katharinaverein eine Ausstellung und einen Vortrag über die Persönlichkeit von Zar Peter III. organisiert. „Dem Kieler Zarenverein in Zerbst eine Plattform zu geben, war bei uns im Vorstand nicht unumstritten“, bekannte Tatyana Nindel. Doch man habe durch die Zusammenarbeit mit dem Kieler Zarenverein zahlreiche neue historische Fakten über den oft in der Geschichtsschreibung stiefmütterlich behandelten Zaren Peter III. erfahren, die man bis dato anders gesehen hat, führte sie weiter aus.

Несомненно, одной из первых кульминацией 2016 года стала встреча императрицы Екатерины II с императором Петром III, с последней встречи которых прошло 255 лет, в Цербстском здании сберкассы Ангальт-Биттерфельд в рамках 51 Цербстского фестиваля культуры. Члены Екатерининского общества вместе с членами Кильского царского общества организовали выставку и лекцию о личности императора Петра III. „Дать Кильскому царскому обществу шанс выступить в Цербсте, – это был довольно спорный вопрос среди членов правления“, признала она. Но, благодаря этим мероприятиям они узнали много новых интерсных фактов об этом императоре, продолжала она свой рассказ.

https://zerbstergazette.wordpress.com/2016/02/17/erstmalige-begegnung-zwischen-katharina-ii-und-peter-iii-in-zerbster-sparkasse/

Des Weiteren erinnerte die Vereinsvorsitzende in ihrem Jahresbericht an den im März 2016 in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule am Standort Zerbst/ Anhalt und anderen Vereinen organisierten multikulturellen Frauentreff. Ein Ziel des Katharinavereins sei es, so Tatyana Nindel, die Neu-Zerbster, u.a. Flüchtlinge mit der historischen Seite von Zerbst bekannt zu machen. Einige Vereinsmitglieder engagieren sich auch als Familienpaten in der Zerbster Flüchtlingshilfe.

https://zerbstergazette.wordpress.com/2016/03/21/mulitkultureller-frauentreff-in-zerbst-voneinander-lernen-miteinander-leben/

В дальнейшем Татьяна Ниндель напомнила о том, что в марте 2016 г. была организована встреча с женщинами-беженцами, живущими в Цербсте/ Ангальт. Это мероприятие было организовано в тесном сотрудничестве с другими Цербстскими обществами и институтами. Среди членов Екатерининского общества ряд женщин, которые активно поддерживают семьи беженцев. «Ознакомиться их с историей нашего города, это также одна из наших целей», сказала она.

Unvergesslich für die Vereinsmitglieder auch, führt die Vorsitzende weiter aus, der 29. April 2016 im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin. Dank der Initiative der Ehrenmitglieder Wladimir Teslenko (Zerbst) und Jurij Korolkov (Moskau) konnten gleich zwei Ausstellungen im Berliner Russischen Haus der Wissenschaften und Kultur im Beisein von Wladimir M. Grinin, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter Russland in Deutschland, eröffnet werden.

https://zerbstergazette.wordpress.com/2016/04/30/ausstellungen-bieten-einladung-zum-rendevous-mit-russland-zwischenstation-zerbst-anhalt/

Незабываемым событием для членов Екатерининского общества стал 29 апреля прошлого года. В этот день в Русском Доме науки и культуры в Берлине они благодаря инициативе почетных членов Владимира Тесленко и Юрия Королькова могли открыть одновремнно две выставки. На торжественном открытии присутствовал Владимир М. Гринин, Чрезвычайный и Полномочный посол Росссии в Германии.

Sehr erfolgreich wurde im Sommer 2016 der Russische Abend, gestaltet vom Ensemble Trio Shoshana, mit feinster Klezmermusik und einem dreigängigen russischen Menü durchgeführt. Schnell waren die Karten ausverkauft und die Vorsitzende versprach, dass es 2018 eine Fortsetzung geben wird.

Летом 2016 г. был проведен так называемый Русский Вечер c исполнением традициионной народной музыкой восточноевропейских евреев в стиле клезмера. Выступил ансамбль «Трио Шошана». Кроме того, гости в этот вечер познакомились с русской национальной кухней.

https://zerbstergazette.wordpress.com/2016/07/24/wodka-pelmeni-borschtsch-froehliche-musik-alles-was-zum-russischen-abend-gehoert/

Ein anderer bedeutender Meilenstein im Jahr 2016 war die Teilnahme einer Zerbster Delegation mit Bürgermeister Andreas Dittmann an der Spitze und den Vereinsmitgliedern Olga Tidde und Annegret Mainzer sowie der Zerbster Prinzessin Esther Sophie Enke am 2. Großen Katharinaball im Großen Palast von Zarizyno bei Moskau. Außerdem übernahm Yurij Korolkov auf dem ball die Rolle des Botschafters des Katharinavereins.

Еще одной важной вехой в 2016 г. было участие Цербстской делегации в 2. Большом Екатерининском Балу в Большом дворце музея-заповедника «Царицыно» в Москве. В состав делегации входили члены общества Андреас Диттманн, Ольга Тидде, Аннегрет Майнцер и избранная в 2015 г. Цербстская принцесса София Эстер Энке. Кроме того, Юрий Королков выступил в качестве посла Екатерининского общества на балу.

https://zerbstergazette.wordpress.com/2016/09/29/grosser-katharinenball-bei-moskau-roter-teppich-ballroben-sektpyramiden-und-ehrengaeste-aus-zerbst-anhalt/

Das Zerbster Schloss war im Sommer 2016 auch Treffpunkt der Deutschen aus Russland, die ihre Heimat in Sachsen-Anhalt gefunden haben. Den Abschluss ihrer Kulturwoche bildete ein Gala-Konzert im Katharina-Saal der Zerbster Stadthalle, das Vereinsmitglied Olga Tidde als Zarin Katharina II. moderierte.

Olga Tidde als Katharina II.

Летом прошлого года в Цербстском замке встретились немцы из России, живущие в Саксонии-Ангальт. Их неделя культуры была завершена Гала-концертом в Екатерининском зале городского холла г. Цербст/ Ангальт. Ольга Тидде, член Екатерининского общества, выступала ведущей Гала-концерта.

https://russianhalthistory.wordpress.com/2016/07/03/zerbst-anhalt-mit-katharina-denkmal-und-schloss-treffpunkt-fuer-deutsche-aus-russland/

Auch die Lesung mit dem Autor der ersten Katharina-Biografien in der DDR-Zeit Jan von Flocken anlässlich des 220. Todestages von Katharina II. im November 2016 blieb nicht unerwähnt.

По поводу 220-летия со дня смерти Екатерины II в ноябре 2016 г. состоялось в Цербсте чтение с историком и автором Ян фон Флокен, автор первой биографии Екатерины II, изданной в ГДРровские времена.

https://femininpower.wordpress.com/2016/11/13/jan-von-flocken-koenigin-luise-muss-man-lieben-katharina-ii-verehren/

Alle vom Katharinaverein im Jahr 2016 durchgeführten Veranstaltungen an dieser Stelle zu nennen, würde den Rahmen der Berichterstattung sprengen.

Перчислить все организованные Екатерининским обществом мероприятия 2016 г. — это выходило бы за пределы данной статьи.

Im anschließenden Finanzbericht wurden Ein- und Ausgaben dargelegt. Zum anderen erfuhren die Vollversammlung, dass der Verein zurzeit 102 Mitglieder zählt. Auch der Bericht des Kassenprüfers war zufriedenstellend, sodass „ein sorgsamer und verantwortungsvoller Umgang mit den anvertrauten Geldern konstatiert und die Entlastung des Vorstandes empfohlen werden konnte. Im weiteren Verlauf erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes.

Из бухгальтерского отчета и из отчета ревизионной комиссии члены общества узнали, что число членов общества достигло 102 человек. Подводя итоги проверки финансово-хозяйственной деятельности Екатерининского общества ревизионная комиссия считала работу правления удовлетворительной и просила собрание утвердить настоящий акт. В ходе собрания члены общества единогласно утвердили отчет правления и финансовые отчеты.

Die Wahl des neuen Vorstandes stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Laut Satzung mussten 7 Vorstandsmitglieder gewählt werden. Vorgeschlagen wurden 8 Kandidaten. Die Vollversammlung hat wie folgt gewählt:

Tatyana Nindel – Vorsitzende

Johanna Lüdecke- stellvertretende Vorsitzende

Ilona Pflug – Schatzmeisterin

Monika Friedrich – Schriftführerin

Ursula Böttge – Kinder-u. Jugendarbeit/ Veranstaltungen

Annegret Mainzer – Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit/ Auslandsverbindungen

Silke Hoffmann – Wirtschaftskontakte

Außerdem wurde Frau Marlies Kellpinski zum Kassenprüfer gewählt.

Für die Durchführung verschiedener Aufgaben auf internationaler Ebene wird вer Vorstand demnächst Yurij Kоrolkov berufen.

Повестка дня включала в себя избрание членов правления общества. В соответствии с уставом общества состав правления состоит из 7 действительных членов. Были 8 предложений. Собрание избрало следующим образом:

Татьяна Ниндель — председатель

Иоганна Людеке — зампредседатель

Илона Пфлуг — казначей

Моника Фридрих — секретарь

Урзула Беттге – отвечает за работу с детьми и молодежью и за организацию мероприятий

Аннгерт Майнцер — пресс-бюро/ отвечает за международные связи

Сильке Хоффманн — отвечает за контакт с предпринимателями

Кроме того, Марлиз Келльпинский была избрана членом Ревизионной комиссии.

В ближайщее будущее члены правления будут назначен Юрия Королькова членом с особенными заданиями на международном уровне.

Zwei langjährige Mitglieder – Marlies Kellpinski und Frau Reina Steffen – wurden an diesem Abend aus dem Vorstand verabschiedet. Frau Reina  Steffen wurde nach einstimmigen Beschluss der anwesenden Mitglieder die Ehrenmitgliedschaft im Katharina-Verein zuerkannt.

В этот вечер члены Екатерининского общества поблагодарили Марлиз Келльпинский и Рейна Штеффен за свою активную работу в правлении в прошедших годах. Рейна Штеффен была назначена почетным членом Екатерининского общества.

Auch Bürgermeister Andreas Dittmann dankte allen Mitgliedern des Katharinavereins für ihr Engagement und bekannte: „Ohne Sie, ohne Ihr ständiges Treiben gäbe es keine Sammlung Katharina II., kein Katharina-Denkmal in Zerbst.“ Lobend hob er die aktuelle Unterstützung, die die Stadt Zerbst/ Anhalt bei der Organisation des ersten deutsch-russischen Katharina-Forums 2017 am 1. Juni in Zerbst erfährt, hervor.

Цербстский мэр Андреас Диттманн поблагодарил также всех членов Екатерининского общества и признал: «Без вашей постоянной активной работы мы не могли бы открыть Екатерининский музей или памятник Екатерине II в Цербсте.» Он говорил также о поддержке со стороны общества в связи с организацией германо-российского Екатерининского форума- 2017 г., который будет проходить 01 июня с.г в г. Цербст/ Ангальт.

Über das Veranstaltungsprogramm 2017 des Katharina-Vereins kann man sich auf folgender website informieren:

С программой Екатерининского общества в 2017 г. можно ознакомиться на следующем веб-сайте:

http://www.ifv-katharinaii.de/de/aktuelles/veranstaltungsplan

Zerbst, den 08. April 2017

Die ungewöhnliche Reise einer Katharina-Statue: Moskau- Jerewan- Moskau

Die ungewöhnliche Reise einer Katharina-Statue: Moskau- Jerewan- Moskau

Annegret Mainzer, Zerbst

Am 06. November 1896 stellten die Moskauer eine aus Carrara- Marmor angefertigte Statue der Zarin Katharina II., einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst, in der Großen Halle der Moskauer Stadt- Duma, d.h. des Moskauer Stadtparlaments auf. Dies geschah in Anwesenheit der Mitglieder der kaiserlichen Familie Russlands. Einen adäquaten Beschluss zur Aufstellung der Zarin-Statue hatte das Moskauer Stadtparlament schon ein Jahr zuvor gefasst. Geschaffen wurde die Statue vom bekannten russischen Bildhauer Alexander Michailowitsch Opekuschin (1838-1923), der auch am Petersburger Denkmal für Zarin Katharina II. mitgearbeitet hatte.

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Nach 1917 brachte man die Statue ins Depot des Museums der Schönen Künste. Die neuen Machthaber Russlands beabsichtigten, den „kaiserlichen“ Marmor für die Anfertigung von ca. hundert neuen Büsten führender Kommunisten zu nutzen.

Später gelangte die Statue ins Atelier des Bildhauers Sergei Dimitrijewitsch Merkurow (1881-1952). Dieser wiederum fürchtete um die Sicherheit der Statue und sorgte deshalb dafür, dass sie Anfang der 50-er Jahre nach Jerewan, der Hauptstadt Armeniens, überführt werden konnte. Merkurow hatte sie seinem Freund Mark Wladimirowitsch Grigorjan (1900- 1978), seinerzeit Stadtarchitekt von Jerewan, übergeben. In Jerewan „schlummerte“ die Statue auf dem Hof des armenischen Nationalmuseums.

Im Jahr 2003 hatte die armenische Regierung beschlossen, die restaurierte Statue Katharinas II. Russland, d.h. nach Moskau zurückzugeben. Die Statue wiegt ohne Sockel 4,2 t und ist 2,85 m hoch.

Anfang 2006 war in der russischen Presse zu lesen, dass die aus Armenien zurückgekehrte Statue Katharinas II. auf dem Territorium des musealen Naturreservats Zarizyno aufgestellt werden soll. Kurz zuvor war die Statue im würdigen Rahmen im Großen Saal der Moskauer Tretjakow- Galerie von Armen Sambatjatin, dem Botschafter Armeniens in Russland, an Juri Luschkow, den damaligen Oberbürgermeister Moskaus, übergeben worden.

Das ist für uns alle ein freudiges Ereignis. Wir bekommen eine Skulptur eines unserer führendsten Bildhauer  Alexander Opekuschin zurück“, so seinerzeit Juri Luschkow, der noch darauf verwies, dass die Statue noch einige Zeit in der Tretjakow- Galerie verbleiben müsse, bevor sie im damals noch nicht fertiggestellten Palais von Zarizyno aufgestellt werde. Zarizyno war auch einst auf Anregung Katharinas II. errichtet worden. „Wir werden Katharina dann im zentralen Saal aufstellen, den wir Katharina- Saal nennen werden.“, so Luschkow.

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Zarizyno befindet sich südöstlich von Moskau. Im 16. Jahrhundert war dieser Ort noch ein Dorf mit dem Namen Bogorodskoje. Besitzerin dieses Dorfes war Zarin Irina Godunowa, Gattin von Zar Fjodor Iwanowitsch. Im Jahr 1712 schenkte Zar Peter I. den Flecken Bogorodskoje dem moldauischen Fürsten D. Kantemir. Bogorodskoje wurde 1775 von Zarin Katharina II. aufgekauft und von nun an Zarizyno genannt. Am Bau des Großen Palastes waren die Architekten Wassili Iwanowitsch Baschenow (1737-1788) und Matwei Fjodorowitsch Kasakow (1738- 1812)beteiligt. Mit dem Tod Katharinas II. wurden weitere Bautätigkeiten im Zarizyno eingestellt und ruhten bis zum Jahre 1803.

Im Jahr 2007 konnte die Restaurierung des Schloss- und Parkensembles Zarizyno abgeschlossen werden.

Alexander Michailowitsch Opekuschin (1838- 1923)

Der aus dem Gouvernement Jaroslawl stammende Bildhauer Alexander Michailowitsch Opekuschin erhielt seine künstlerisch-handwerklichen Unterweisungen in der Petersburger Werkstatt von Professor David Iwanowitsch Jensen (1816-1902). Anschließend besuchte Opekuschin die Kaiserliche Akademie der Künste, wo er für seine Arbeiten, zu denen auch die Skulptur Amor und Psyche gehörte, verschiedene Auszeichnungen bekam. Für die Anfertigung einer Büste des Grafen Schuwalow und seine Mitarbeit am Petersburger Denkmal für Katharina II. wurde Opekuschin in die Meisterklasse der Akademie aufgenommen. Der Titel Akademiker wurde ihm für die Anfertigung der Büste des Zarejewitsches Nikolai Alexandrowitsch und der Statue Peters I. zuerkannt. In den ersten Jahren seines Wirkens war Opekuschin vorrangig mit ornamentalen Stuckarbeiten in und an Petersburger Gebäuden befasst und zählte zu den engsten und wichtigsten Mitarbeitern des Bildhauers und Malers Michail Ossipowitsch Mikeschin (1835-1896), dem Schöpfer des Denkmals für Katharina die Große in St. Petersburg. Im Jahr 1882 präsentierte Opekuschin auf der Allrussischen Industrieausstellung gemeinsam mit Mikeschin und dem Architekten Dimitri Nikolajewitsch Tschitschagow (1835-1894) zwei Skulpturenensembles: Die Wolga und Das Erdöl. Weiterhin fertigte Opekuschin das Denkmal für Alexander II., das 1898 an der Südmauer des Moskauer Kremls aufgestellt wurde. Zu den Werken Opekuschins zählt ebenfalls das Denkmal für Alexander III., das man im Jahre 1912 neben der Christi-Erlöser-Kathedrale in Moskau eingeweiht hatte. Keines dieser zwei letzt genannten Denkmale ist erhalten geblieben. Denkmale, die ebenfalls von Opekuschin stammen, sind u.a. das Puschkin-Denkmal in Moskau, aber auch die Puschkin- Denkmale in St. Petersburg sowie in Kischinjow und das Lermontow – Denkmal in Pjatigorsk.

Quellen:

1.Mehling, M.: Moskau.Knaurs Kulturführer. München, 1990

2. Хатчатуров, С.: Спасенную статую Екатерины II вернули Москве,

http://www.vremya.ru/2006/10/10/143733.html 27.01.2006

3. Catherine the Great’s Statue returns to Moscow from Yerewan

http://www.pravdareport.com/news/science/08-10-2003/52993-0/ 09.11.2003

4.Katharina die Grosse wieder in Moskau, http://russlandonline.ru/mainmore 09.11.2003

5.Памятник Екатерине II, возвращенный Москве Арменией, будет установлен в Царицынo

http://monarhist-spb.narod.ru/Archives_news/2006/01-2006/23-01-2006-1.htm 26.01.2007

6.Опекушин, Александр Михайлович,

http://hrono.ru/biograf/bio_o/opekushin_am.php 11.04.2007

7.Российское монархическое движение. Информационный бюллетень №35, февраль 2006, стр. 15

8.http://www.museum.ru/N25145 27.10.2016

9.http://encspb.ru/object/2804030509?lc=ru 26.10.2016

10.https://rg.ru/2006/01/24/ekaterina.html 27.10.2016

Zerbst, den 16.November 2016

Chor „Heiliger Wladimir“ aus Moskau mit gesungenen Gebeten in Zerbst

Chor „Heiliger Wladimir“ aus Moskau mit gesungenen Gebeten in Zerbst

von Annegret Mainzer, Zerbst

Immer des Sommers geht der seit 1993 bestehende Moskauer Männerchor Heiliger Wladimir unter Leitung und Dirigat von Nikolai Boglewski auf Deutschlandtournee, um einerseits den deutschen Musikinteressierten mit geistlichen und weltlichen A-capella-Gesängen aus Russland zu erfreuen und um andererseits Geld zur Unterstützung des Moskauer Wladimir-Kinderkrankenhauses zu sammeln.

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So konnte der Zerbster Kantor Tobias Eger am diesjährigen dritten Augustsonntag zum wiederholten Male den Moskauer Männerchor Heiliger Wladimir in der Hof-und Stiftskirche St. Bartholomäi zu Zerbst/Anhalt begrüßen. Die Moderation des Konzertes lag in den bewährten Händen von Dr. Heinz Wehmeyer, der Projekte der Deutsch-Russländischen Gesellschaft mit Sitz in Lutherstadt-Wittenberg betreut.

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In der ersten Konzerthälfte thematisierte der Chor Heiliger Wladimir musikalisch das Thema der Taufe in der orthodoxen Kirche. Einführend erläuterte Dr. Wehmeyer, worin sich die Taufzeremonie in der russisch-orthodoxen Kirche von der in den Kirchen des christlichen Abendlandes unterscheidet. So sang der Chor mit vollem Stimmeinsatz eine der Gottesmutter bzw. der Gottesgebärerin – Богородица – gewidmete Hymne.

Darauf folgte Der große Lobgesang, der den zwei heilig gesprochenen Mönchen Savati und Zosima gewidmet ist. Savati und Zosima haben auf der Insel Solovki ein Kloster gegründet und erlangten auch als Heiler Bekanntheit. Den großen Lobgesang, ein gesungenes Gebet, boten die sechs Chorsänger sehr einfühlsam als Bittgesang dar: Herr, erbarme dich unser, Herr zu dir kommen sie, Herr vergiss uns nicht.

In seiner Moderation machte Dr. Wehmeyer darauf aufmerksam, dass in der orthodoxen Kirche Taufen in sogenannten kleinen Taufkirchen mit dreimaligem Unterwassertauchen des Täuflings stattfinden. Am Morgen nach der Taufe kann der Täufling am Abendmahl teilnehmen. Es erklang nun als Vorbereitung auf das Abendmahl die Cherubim- Hymne Gnade des Herrn.

Die Tenor-, Bariton -und Bassstimmen der Chorsänger ließen anschließend sehr harmonisch den an die heilige Anastasia erinnernden Gesang Würdig ist ertönen. Der geistliche Teil des Konzerts fand seinen Abschluss in dem Lied Herr, du bist meine Erleuchtung.

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Aber auch der zweite Teil des Konzerts, d.h. der volksliedhafte Teil war geprägt von tiefer Gläubigkeit der Russen. Die 12 Räuber, aus der Feder von Nekrasov, wurden sehr gefühlvoll vom Bariton Valerie zu Gehör gebracht. Darauf folgten das Lied Auf der heiligen Erde und eine Kosakenromanze.

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Eine zum Greifen nahe Stille erfüllte den Kirchenraum von St. Bartholomäi, als der Tenor Lew Krasowitzki das laut Dr. Wehmeyer wohl schönste russische Lied Eintönig tönt das Glöckchen sang. Dieses Solo honorierte das Zerbster Publikum mit viel Beifall.

Gänsehautgefühl rief auch der Tenor Eugen Ung mit seiner erhabenen und gefühlsbetonten Interpretation des Liedes Sag mir, wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben… in deutscher Sprache hervor.

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Eine musikalisch Mahnung des Chores an die Politiker unserer Tage. Vollkommen in seinen Bann zog Tenor Lew Krasowitzki das Zerbster Publikum mit seiner feinbesaiteten und malerischen Darbietung des hoffnungsspendenden Wolgaliedes des Zarejewitschs Alexej, das einst von Franz Lehar komponiert wurde.

Es steht ein Soldat am Wolgastrand,
Hält Wache für sein Vaterland.
In dunkler Nacht allein und fern
Es leuchtet ihm kein Mond, kein Stern.!

..

Hast du dort oben vergessen auf mich?
Es sehnt doch mein Herz auch nach Liebe sich.
Du hast im Himmel viel Engel bei dir! Schick doch einen davon auch zu mir .         

DSCN3487Chorleiter Nikolai Boglewski und Dr. Heinz Wehmeyer entließen die Zerbster nicht, ohne dass sie darauf hinwiesen, dass das Moskauer Wladimir-Kinderkrankenhaus von Dr. Carl Andreas Rauchfuss, dem bedeutendsten Kinderarzt Russlands im 19. Jahrhundert konzipiert worden war. Dr. Rauchfuss war der Sohn eines Zerbster Schneidermeisters gewesen.

Zerbst freut sich jetzt schon auf das Konzert des Chores Heiliger Wladmir im August 2017.

Zerbst, den 22. August 2016   Annegret Mainzer