Eine Retrospektive: Das Zerbster Katharina-Jahr 2019

Eine Retrospektive: Das Zerbster Katharina-Jahr 2019

Annegret Mainzer, Zerbst

Das Jahr 2019 neigt sich unaufhaltsam seinem Ende zu. Mit Fug und Recht kann es als Katharina-Jahr in Zerbst/Anhalt bezeichnet werden, in dem sich Russen und Deutsche in der Heimatstadt Katharinas der Großen, nämlich in Zerbst/Anhalt, trafen und für die Festigung und den künftigen Ausbau der deutsch-russischen Beziehungen votierten. Außerdem jährt sich am 17. November der Todestag von Katharina II., einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst,, zum 223. Male, es ist also an der Zeit, das Zerbster Katharina-Jahr 2019 Revue passieren zu lassen.

Aus Anlass des diesjährigen 290. Geburtstages von Katharina II. und des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Zerbst/Anhalt und Puschkin/ St. Petersburg wurde in Zerbst unter der Federführung von Bürgermeister Andreas Dittmann, des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalts sowie auf Initiativen des Internationalen Fördervereines „Katharina II.“ Zerbst e.V. und des Fördervereins Schloss Zerbst e.V. und bei aktiver Mitwirkung von Anhalt-Zerbster Unternehmen eine Vielzahl von deutsch-russischen Begegnungen unterschiedlichen Formats ins Leben gerufen.

Das Zerbster Katharina-Jahr startete am 09. Januar, als sich die Abreise der jungen Prinzessin von Zerbst nach Russland zum 275. Male jährte. Deshalb zeigte der Katharina-Verein in der Zerbster Filiale der Sparkasse Anhalt-Bitterfeld eine Ausstellung über die Leistungen Katharinas der Großen in Russland. Die Mitglieder des Internationalen Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e. V. leisteten 2019 eine intensive aufklärerische, wertvolle pädagogische Arbeit in den hiesigen Grundschulen und Kitas. Somit stand die frühzeitige Nachwuchsgewinnung im Fokus ihrer diesjährigen Tätigkeit. Kostümiert als Prinzessin oder Prinz konnten die Jüngsten auf ihren Geburtstagspartys für Katharina II. erste barocke Tanzschritte erlernen und so manches Wissenswerte aus dem Leben einer Prinzessin erfahren. Den Zerbster Drittklässlern wurden im Rahmen ihres Sachunterrichts informative Führungen durch das Zerbster Schloss geboten.

In Kooperation mit dem Staatlichen Museumsreservat „Zarskoje Selo“ in unserer Partnerstadt Puschkin eröffnete der Schlossverein am 01. Juni im Zerbster Schloss die russisch-deutsche Sonderausstellung „Auf den Spuren Katharinas“. Anwesend waren auch Vertreter von Zarskoje Selo sowie der Botschaft der Russlands in Deutschland. In Vorbereitung dieser Ausstellung arbeiteten Schloss- und Katharina-Verein eng zusammen, vor allem die Übersetzungsarbeiten betreffend. Ende Juni hatte der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann an den Feierlichkeiten anlässlich des Stadtgeburtstages von Puschkin/St. Petersburg teilgenommen. „Die Aufführung der Carmina Burana im Mariinsky Konzerthaus in St. Petersburg war dabei etwas ganz Besonderes“, erinnerte Dittmann sich.

Im September wurde in der Hof- und Stiftskirche St. Bartholomäi zu Zerbst die Fotoausstellung „Das deutsche Wolgagebiet. Eine unvollendete Fotogeschichte.“ eröffnet. Ihre Initiatoren sind der seit 1991 in und außerhalb von Russland agierende Internationale Verband der deutschen Kultur (IDVK) und die Moskauer Deutsche Zeitung, deren Herausgeberin Olga Martens zur Eröffnung in Zerbst sprach. Am Abend des 21. Septembers lud der Förderverein Schloss Zerbst e.V. zur 13. Schlossserenade unter dem Motto „Petersburger Serenade – ein Konzert für Katharina“ ein. Höhepunkte des Abends stellten zweifelsohne die Uraufführungen der Arie der Zerbster Prinzessin Sophie und der Ballmusik aus der Oper „Katharina- eine deutsche Zarin“ dar, an deren Vollendung zurzeit noch der Berliner Komponist Stefan Vinzberg arbeitet.

Stefan Vinzberg zur Zerbster Schlossserenade

Zum Großen Katharina-Ball luden am 29. Oktober die Stadt Zerbst und der IDVK erstmals nach Zerbst ein. Ein Ehrengast des Balls war Wladimir W. Omelnitzky, Chef der Verwaltung des Puschkiner Bezirks von St. Petersburg. Anlässlich unserer 25-jährigen Städtepartnerschaft überbrachte er die Grüße aus unserer Partnerstadt Puschkin und verwies auf den langjährigen Schüleraustausch zwischen dem Zerbster Gymnasium Francisceum und dem Gymnasium Nr. 406 in Puschkin: „Dieser Austausch bringt unsere Menschen näher und die Kinder sind unsere besten Diplomaten.“

Volksdiplomatie oder ziviler Ungehorsam – was ist das 2. Deutsch-Russische Katharina-Forum?“ – diese Frage stellte am Tag nach dem Katharina-Ball Bürgermeister Andreas Dittmann den Forumsteilnehmern. Etwa 160 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft Russlands und Deutschlands tauschten sich zwei Tage lang in Zerbst/Anhalt aus, um trotz bestehender Unstimmigkeiten zwischen der Europäischen Union und Russland bestehende Kooperationen zu intensivieren, neue zu starten.

Nicht nur die Zerbster luden in ihrem Katharina-Jahr in ihre Stadt ein, auch von außerhalb wurde Zerbst für würdig befunden, Austragungsort für verschiedene Veranstaltungen zu sein. So fand Anfang Juni die Eröffnung des Internationalen Diplomatenforums „Russland und Deutschland: Ein historisch-diplomatisches Erbe beider Länder“ im Schloss zu Zerbst/Anhalt, statt. Ende August konnte in Zerbst der Katharina-Verein 40 Mitglieder der „Gesellschaft zur Erforschung der russischen Villa“ mit Sitz in Moskau begrüßen. Die dort tätigen russischen Historiker, Kunsthistoriker, Museumsdirektoren, Archivare usw. hatten sich ganz bewusst für eine Reise nach Anhalt entschieden.

russische Historiker am Zerbster Denkmal für Katharina II.

Zahlreiche Zerbster und auch auswärtige Gäste konnten an den erwähnten Veranstaltungen teilnehmen. Welche Eindrücke haben sie aus Zerbst mitgenommen? Woran denken sie gern zurück?

russianhalthistory fragte nach:

Die vielen Katharina-Projekte in diesem Jahr in Zerbst hatten neben den Jubiläumsdaten Katharinas auch lokale Gründe- so die 25-jährige Städtepartnerschaft mit Puschkin/St.Petersburg. Für die Stadt selbst ist das 2. Katharina-Forum von herausragender Bedeutung, denn alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass unsere Stadt aufgrund ihrer historischen Beziehungen über Katharina zu Russland ein prädestinierter Brückenschlag ist, gerade in diplomatisch schwierigen Zeiten“, blickt Bürgermeister Andreas Dittmann zurück. „Die vielen guten Gespräche und die tolle Resonanz zum Katharina-Forum haben Mut gemacht, diesen Weg weiter zu gehen. Was wir hier bewegen können, geht weit über das hinaus, was man gemeinhin einer kleinen Stadt wie unserer zutraut. Für mich ist das praktische Arbeit zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen. Ich habe vor allem spüren können, dass es den Menschen egal ist, wie man offiziell in der EU oder in der NATO die Beziehungen zu Russland bewertet. Vor allem habe ich den Wunsch und den Willen für mehr Verständigung gespürt und das ist gut so“, resümiert er weiter. Des Weiteren stellten seine Reise nach Puschkin, die Ausstellung „Auf den Spuren Katharinas“ im gerade sanierten Corps de Logis des Schlosses sowie der Besuch seines Puschkiner Amtskollegen Wladimir Omelnitzky in Zerbst für ihn persönliche Höhepunkte des Zerbster Katharina-Jahres dar.

W. Omelnitzky (3.v.l.) zur Balleröffnung in Zerbst

Jana Reifarth vom Vorstand des Schlossvereins resümiert wie folgt: „Neben Katharina-Forum mit Ball und deutsch-russischer Sonderausstellung erinnere ich mich nachhaltig an eine Fortbildung für Russischlehrer/innen aus Sachsen-Anhalt, die ich im Juni mitgestaltete. Im September besuchten Russischklassen aus Calbe, Tangermünde und Genthin unsere zweisprachige Sonderausstellung im Schloss. Ausstellungsbegleitend hatte ich ein Quiz für sie vorbereitet, das Annegret Mainzer ins Russische übersetzte. So konnten die Klassen ihre Fremdsprachenkenntnisse praxisorientiert anwenden“.

Am Katharina-Ball und ~-Forum nahmen auch Mitglieder des Kieler Zarenvereins, der mit dem Katharina-Verein freundschaftlich zusammenarbeitet, teil. Darüber schreibt der Kieler Martin Schulz: „Geboten wurden zahlreiche Vorträge und Diskussionen mit regem Gedankenaustausch zwischen hochkarätigen Gästen. Gesellschaftlicher Höhepunkt war der Katharina-Ball, der beredtes Zeugnis von der Gastfreundschaft der Zerbster ablegte“. Zu den Baufortschritten im Zerbster Schloss meint Martin Schult: „Nicht zu Unrecht stand auch das Zerbster Schloss im Mittelpunkt, durch kluge vorläufige Renovierungsmaßnahmen als solches wieder erlebbar gemacht und die Ausstellungen zur Historie von hohem Informationswert. Gleiches gilt für die Hof- und Stiftskirche St. Bartholomäi mit der beeindruckenden Fotoausstellung über die Geschichte der Wolgadeutschen“.

Stefan Vinzberg, Komponist der bereits erwähnten Katharina-Oper und Teilnehmer sowohl am 1. wie auch am 2. Katharina-Forum, hat durch die deutsch-russischen Begegnungen in Zerbst Partner für sein musikalisches Katharina-Projekt gefunden. Gemeinsam mit der in Kaliningrad und Moskau arbeitenden russischen Designerin Inessa Koroleva wird Vinzberg ein Projekt erarbeiten, das uns den inneren Weg der Zerbster Prinzessin von Zerbst nach Moskau auf den Thron Russlands nachvollziehen lässt und es auf dem nächsten Forum präsentieren.

In den sozialen Netzwerken waren noch mehr derartige positive Äußerungen über die Katharina-Aktivitäten in Zerbst zu lesen. „Wir haben bald das Jahr 2019 hinter uns gebracht, jedoch keine Zeit zum Ausruhen, denn 2020 stehen wieder Jubiläen, die uns fordern, auf der Agenda, zum Beispiel, 275 Jahre Heirat von Katharina II. und Peter III., 25 Jahre Sammlung Katharina II. und 10 Jahre Katharina-Denkmal in Zerbst, 30 Jahre Städtepartnerschaft mit Jever und vielleicht ein 3. Katharina-Forum?“, blicken Tatyana Nindel und Annegret Mainzer vom Vorstand des Katharina-Vereins voraus.

Zerbst, den 15.11.2019

Впервые прошел Большой Екатерининский Бал в Цербсте/Ангальт

Впервые прошел Большой Екатерининский Бал в Цербсте/Ангальт

Директор Бала Ольга Мартенс: «Екатерина Великая была бы довольна этим Балом»

Аннегрет Майнцер, Цербст

29 сентября в стенах Екатерининского зала городского холла в Цербсте/Ангальт с успехом прошел Большой Екатерининский Бал.

Спустя 5 лет родилась идея проведения Большого Екатерининского Бала у членов действующего с 1991 г. в России Международного союза немецкой культурой (МСНК), являющегося крупнейшей общественной организацией немцев России.

По словам Ольги Мартенс, директора Бала и первого заместителя председателя МСНК, Большой Екатерининский Бал является масштабным культурно-просветительским проектом, поддержку которому оказывает Правительство Москвы.

Большой Екатерининский Бал проводится ежегодно с 2015 г. в залах Большого дворца музея-заповедника Царицыно под Москвой. Делегации мэрии города Цербста/Ангальт приняли участие в Больших Екатеринински Балах, проведенных в 2016, 2017 и 2018 годах.

Цербстская делегация в 2016 г. на Балу в Москве

В восточногерманском городе Цербсте/Ангальт, на Родине российской императрицы Екатерины Великой, в последние годы по инициативе основанного в 1992 г. Международного исторического общества Екатерина II развивалась традиция выбрать среди Цербстских учениц в возрасте 13 -16 лет принцессу Ангальт-Цербстскую. Уже две избранные принцессы Ангальт-Цербстские — Эстер Энке и Фридерике Бек — посетили Большой Екатерининский Бал в Москве – в 2016 и 2018 годах.

Большой Екатерининский Бал в конце сентября впервые прошел в Цербсте/Ангальт. Он был организован членами МСНК и Цербстской мэрией в тесном сотрудничестве с Международным историческим обществом Екатерина II.

В здании Цербстского городского холла, которое было построено в стиле барокко, в XVIII веке разместили манеж князей Ангальт-Цербстских, в котором молодую Цербстскую принцессу, позжую российскую императрицу, научили ездить верхом. Место для проведения Большого Екатерининского Бала в Цербсте не могло быть более аутентичным.

«290-летие со дня рождения Екаетрины Великой и 25-летие установления побратимских отношений между городами Цербст/Ангальт и Пушкин/Санкт-Петербург — это прекрасные причины для проведения Большого Екатерининского Бала в Цербсте», такими словами Андреас Диттманн, мэр Цербста/Ангальт, приветствовал гостей Бала.

мэр А. Диттманн и делегации из городов-побратимов Пушкина и Йевера

 

Среди почетных гостей Бала были его директор Ольга Мартенс, Генрих Мартенс, председатель МСНК и член Совета при Президенте Российской Федерации по межнациональным отношениям, Владимир Владимирович Омельницкий, глава администрации Пушкинского района Санкт-Петербурга, Андрей Леонидович Вертлужских, депутат Государственной Думы Российской Федерации и Ян Эдо Альберс, мэр города Йевера, явяющегося с 1990 г. городом-побратимым Цербста.

Ольга и Генрих Мартенс среди юных принцесс

На открытии Большого Екатерининского Бала в Цербсте Андреас Диттманн подчеркнул: «Мы очень рады тому, что в этом юбилейном году нам удалось привезти Большой Екатерининский Бал в Цербст».

официальное открытие

В церемонии открытия Бала приняла участие его директор Ольга Мартенс. По ее словам, маленькая Цербстская принцесса, которая совершила это длительное путешествие в Россию, была бы довольна этим Балом и этим пратнерством в Цербсте.

С приветственным словам к собравшимся гостям Бала обратился Владимир В. Омельницкий, глава администрации Пушкинского района Санкт-Петербурга. По его мнению, Цербст и Пушкин объединяет не только прошлое, не только история Екатерины Великой, но и нынешнее сотрудничество в сферах культуры и образования. Он в связи с этим указал на сотрудничество между Цербстской гимназией Франсисеум в Цербсте и гимназией № 406 в Пушкине. Школьники из Цербста приезжают в Пушкин, а из Пушкина — в Цербст. «Дети — это наши лучшие дипломаты», отметил Омельницкий.

В программу Большого Екатерининского Бала в Цербсте были включены выступления танцевальных коллективов: Дрезденский придворный танец (Dresdner Hoftanz e.V.), Танцевальный клуб г.Цербста (Tanzklub Zerbst e.V.). Белинская сопранистка Нателья Нежинская исполнила песню Джудитты из одноименной оперетты.

полонез

Под руководством танцмейстеров Анны Николаевной и Сергея Сосницкого из Москвы гости Бала исполнили вальс, полонез, аллеманду и другие танцы. Бал открылся торжественным полонезом с участием всех почетных гостей вечера.

На Балу в Цербсте прошла благотворительная лотерея. Все собранные средства были направлены на продолжение восстановления разрушенного 16 апреля 1945 г. Цербстский замок. Дирк Херрманн, председатель основанного в 2003 г. некоммерческого Общества Замок Цербст, поблагодарил организотороа лотереи за эту помощь.

Большой Екатерининский Бал — 2020 года ждет гостей в Москве 12 сентября!

Большой Екатерининский Бал в Цербсте прошел накануне 2 Германо-российского экономического Екатерининского Форума, который начал свою работу 30 сентября, в том же зале, где вечером 29 сентября прозвучали вальсы и польки.

Цербст, 03 октября 2019 г.

Российская-германская тематическая выставка „По следам Екатерины“ открылась в Цербстском замке

Российская-германская тематическая выставка „По следам Екатерины“ открылась в Цербстском замке

Аннегрет Майнцер, Цербст

В первом квартале текущего года были завершены ремонтные работы на двух нижних этажах главного корпуса замка в городе Цербст/ Ангальт. В XVIII веке в этом корпусе располагались детские помещения российской императрицы Екатерины Великой, урождённой принцессы Ангальт-Цербстской. Её бывшие помещения находились на верхнем этаже и они ныне ждут своего восстановления.

290-летие со дня рождения российской императрицы Екатерины Великой и 25-летие установления побратимских связей между городами Цербст/Ангальт и Пушкин/ Ст. Петербург служат поводом для торжественного открытия недавно отремонтированных помещений, где 01 июня открылась российская-германская тематическая выставка под названием „По следам Екатерины“. Эта выставка была создана при тесном сотрудничестве Государственного художественно-архитектурного музея-заповедника „Царское Село“ и зарегистрированного общества „Замок Цербст“, которое было основано в 2003 году.

     
 

В ноябре прошлого года Дирк Херрманн, председатель общества „Замок Цербст“, и Аннегрет Майнцер, член общества, встретились с Ольгой Таратыновой, директором ГМЗ „Царское Село“, и обсудили подробности совместного выставочного проекта. 09 ноября 2018 года был подписан договор о проведении и презентации высмтавки „По следам Екатерины“ в Цербстском замке.

Двуязычная выставка разделена на две части: Вступительная часть посвящена детству и молодости принцессы Ангальт-Цербстской, позжей российской императрицы Екатерины Великой. Вторая, гораздо большая часть выставки, показывает изображения различных мест Екатерининского парка в Царском Селе при жизни Екатерины II. Рядом с этим фотографии 2017/2018 гг. отражают состояние парка в настоящее время. Среди них акварели, гравюры и рисунки, сделанные русскими и иностранными художниками XVIII/ XIX веков. Тексты и аннотации на немецкий язык перевела Аннегрет Майнцер и на русский – Ольга Тидде.

01 июня, в день открытия выставки, Дирк Херрманн,председатель общества „Замок Цербст“, приветствовал ок. 120 заинтересованных гостей: среди них – Михайл Королев, атташе посольства Российской Федерации в ФРГ, Татьяна Серпинская и Наталья Лансере, представители ГМЗ „Царское Село“, и Андреас Диттманн, мэр города Цербст/ Ангальт.

Татьяна Ниндель, председатель Международного исторического общества „Екатерины II“, работала переводчиком во время церемония открытия выставки.

Все докладчики единодушно подчеркнули, что замок Цербст, где Екатерина Великая провела свое отрочество, может занять особое место в укреплении дружеских отношений между Россией и Германией.

   

Выставка длится до 29 сентября 2019 года.

https://www.schloss-zerbst-ev.de/

Цербст, 01 июня 2019 г.

 

Fotoausstellung „Auf den Spuren Katharinas“ aus Puschkin 2019 im Schloss Zerbst

Fotoausstellung „Auf den Spuren Katharinas“ aus Puschkin 2019 im Schloss Zerbst

Annegret Mainzer, Zerbst

Vom 08.-12- November weilten Dirk Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Zerbst e.V., und Vereinsmitglied Annegret Mainzer, die als Dolmetscherin fungierte, auf Einladung von Olga Taratynova, der Direktorin des Staatlichen Museumsreservats Zarskoje Selo, zu einem Arbeitsbesuch in Puschkin/St. Petersburg, seit 1994 Partnerstadt von Zerbst/Anhalt.

alle am Ausstellungsprojekt Beteiligten

Von Anfang Juni bis zum 30. September 2019 wird in Zerbst/Anhalt, wo die russische Zarin Katharina II. einen Teil ihrer Jugend verbrachte, eine Fotoausstellung mit Ansichten von Zarskoje Selo unter dem Titel Auf den Spuren Katharinas stattfinden.

Eine entsprechende Vereinbarung darüber schlossen kürzlich das Staatliche Museumsreservat Zarskoje Selo und der Förderverein Schloss Zerbst e.V. ab. Unterzeichnet wurde sie von Museumsdirektorin Olga Taratynova und dem Vorsitzenden des Fördervereins Dirk Herrmann.

Vertragsunterzeichnung

Die geplante Ausstellung zeigt 26 Darstellungen, unterteilt in 13 Bildpaare. Jeweils zwei Fotokopien zeigen historische Aquarelle und Stiche aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie zum Vergleich zeitgenössische Fotografien von ein und denselben Plätzen und Gebäuden in Zarskoje Selo.

Unter den historischen Darstellungen sind Stiche von Alexey Grekov und Michail Machaev wie Die Eremitage in Zarskoje Selo (1759), von Johann Meyer Ansicht der Cameron-Galerie in Zarskoje Selo (1793), Guache von Alexander Sacharov Ansicht der Insel auf dem großen See in Zarskoje Selo (nach 1771).

Für uns ist es eine große Ehre, mit solch einem berühmten Museum wie dem Katharinapalast in Zarskoje Selo, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, zusammenzuarbeiten. Mit dieser Ausstellung möchten wir den Menschen zeigen, wie schön Zarskoje Selo ist, aber auch welchen hohen Stellenwert Kultur und Kunst in Petersburg und Russland einnehmen. Die Besucher können in der Ausstellung sehen, welche Veränderungen sich in Zarskoje Selo vollzogen haben“, äußerte Dirk Herrmann. Zugleich stelle die geplante Ausstellung einen guten Beitrag des Fördervereins Schloss Zerbst e.V. zum 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Puschkin und Zerbst sowie zum 290. Geburtstag von Katharina II., einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst, dar, sind sich Mainzer und Herrmann einig. Beide Jubiläen werden im Jahr 2019 begangen.

Während meines Aufenthaltes in Zerbst war ich sehr beeindruckt von der gigantischen Arbeit, die die Mitglieder des Fördervereins und die Zerbster beim Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Flügels leisten. Das nötigt uns Respekt ab und erfordert ernsthafte wissenschaftliche Arbeit. Ich hoffe, dass nach dieser Ausstellung noch weitere gemeinsame Projekte folgen“, wertschätzte Museumsdirektorin Olga Taratynova die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder des Fördervereins Schloss Zerbst e.V.. Im Verlaufe des Arbeitsgespräches informierte Dirk Herrmann ebenfalls über die zurzeit am Schloss Zerbst laufende Baumaßnahme.

zurzeit laufende Bauarbeiten am Schloss Zerbst

Die Gäste aus Zerbst hatten die Möglichkeit, sich bei einer Führung durch den Katharinapalast und durch die vor Kurzem wiedererrichteten Achatzimmer davon zu überzeugen, dass es auch 74 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges keinen Stillstand bei der Wiederherstellung der einst zerstörten Räumlichkeiten gibt. Ein besonderes Erlebnis war für Annegret Mainzer und Dirk Herrmann die Besichtigung der in Restaurierung befindlichen Palastkirche. Baugerüste besteigend, konnten sie den Restauratoren vor Ort über die Schultern schauen und Erfahrungen austauschen.

Des Weiteren gab es eine Begegnung der Zerbster Delegation mit Vertretern der Puschkiner Stadtverwaltung, sie trafen Katharina Kovalenko, 1. stellvertretende Bürgermeisterin, der auch das Kulturamt untersteht, den Kulturamtsleiter Sergey Nikitin und Svetlana Tkatscheva, die Verantwortliche für internationale Beziehungen.

Treffen mit Vertretern der Puschkiner Stadtverwaltung

Während Annegret Mainzer über die für das Jahr 2019 geplanten Aktivitäten der Stadt Zerbst/Anhalt hinsichtlich des 25-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums informierte, berichtete Dirk Herrmann über den Fortschritt bei den am Schloss Zerbst laufenden Bau- und Sicherungsmaßnahmen sowie über die bevorstehende Zusammenarbeit mit dem Katharinapalast in Puschkin. Zudem wurden offizielle Grußadressen der sowohl des Zerbster wie auch des Puschkiner Stadtoberhauptes ausgetauscht.

Zerbst, den 19. November 2018

Fotos: Katharina Vysotzkaya, Annegret Mainzer