В замке Дорнбург прошел премьерный показ фрагментов из оперы «Екатерина — немецкая императрица»

В замке Дорнбург прошел премьерный показ фрагментов из оперы «Екатерина — немецкая императрица»

Аннегрет Майнцер, Цербст

Уже в 2010 г. немецкому оперному певцу и композитору Стефан Винцберг пришло в голову написать оперу под названием «Екатерина — немецкая императрица». В опере рассказывается о жизни и правлении российской императрицы Екатерины Великой, урожденной принцессы Ангальт-Цербстской. Стефан Винцберг сочиняет музыку этой оперы и пишет либретто к ней.

https://www.stiftung-vinzberg.berlin/

Для того, чтобы осуществить свой оперный проект, Стефан Винцберг в 2017 г. основал не только культурный фонд, он также установил контакт с мэрией г. Цербст/Ангальт, с правлениями действующих в городе некоммерческих организаций, как Международное историческое общество «Екатерина II» и общество «Замок Цербст».И он постоянно старается найти партнеры в России.

Когда Стефан Винцберг неоднократно посещал родовой замок Екатерины II в г. Цербст/Ангальт, у него возникла идея проведения возможного замкого музыкального фестиваля, потому что он считает Цербстский замок уникальной сценой для постановки своей оперы.

введение в оперу С. Винцбергом

22 сентября с.г. Стефан Винцберг приглашал в расположенный на реке Эльбы замок Дорнбург на премьерный показ фрагментов из своей оперы «Екатерина — немецкая императрица». Ок. 75 заинтересованных гостей пришли на концерт. Среди них были Андреас Диттманн, мэр г. Цербст/Ангальт, Антье Ром, начальник отдела культуры Цербстской городской администрации и Иоганна Людеке и Аннегрет Майнцер, представители правления Международного исторического общества «Екатерина II, и новоизбранная принцесса Ангальт-Цербстская Фридерике Бекк.

Находясь под сильным впечатлением его посещения Большого Екатерининского Бала в Москве в прошедшие выходные, Цербстский мэр Андреас Диттманн в своем приветствии указал на то, что опера «Екатерина — немецкая императрица», принадлежащая перу Стефана Винцберга, имеет потенциал, чтобы стать новым ведущим культурным мостом между Германией и Россией.

сцена в Цербстском замке

Композитор Стефан Винцберг рассказал своей аудитории, что он сначала работал над заключительным дуэтом Екатерины II и Григории Потемкина. Хотя Потемкин умер уже в 1791 г., т. е. на 5 лет раньше, чем Екатерина II. В опере Винцберга, они встречаются опять в последний день ее жизни.

заключительный дуэт Екатерины II и Потемкина

Другие ключевые сцены оперы «Екатерина — немецкая императрица», показанные в этот вечер, происходят в Цербстском замке и в замке в Берлине, у прусского короля Фридриха II, в 1743/1744 годах.

Для участия в премьерном показе отдельных сцен оперы автору удалось привлечь первоклассных профессиональных певцов и актеров, например из Берлина, Дрездена, Магдебурга и Галле.

Завершился премьерный показ фрагментов из своей оперы «Екатерина — немецкая императрица» длительными и бурными овациями публики. Слушатели стоя аплодировали создателю оперы и всем артистам.

Цербст, 25 сентября 2018 г.

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Schloss Dornburg/Elbe: Katharina-Oper als deutsch-russische Kulturbrücke

Schloss Dornburg/Elbe: Katharina-Oper als deutsch-russische Kulturbrücke

Annegret Mainzer, Zerbst

Der in Berlin lebende Sänger und Komponist Stefan Vinzberg trage sich schon seit etwa dem Jahr 2010 mit dem Gedanken, eine Oper zu schreiben, in der es um die russische Zarin Katharina II., eine geborene Prinzessin von Anhalt-Zerbst, gehe, ließ er im Gespräch mit russianhalthistory wissen. Deshalb suchte er Kontakt zur Stadtverwaltung Zerbst/Anhalt, insbesondere zum Bürgermeister Andreas Dittmann, zum dortigen Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. und zum Förderverein Schloss Zerbst e.V., denn Stefan Vinzberg versucht, so eine Art „Zerbster Schlossfestspiele“ ins Leben zu rufen. Ein hehres Ziel, das zahlreiche helfende Partner deutschlandweit wie auch vor Ort in Anhalt braucht und vor allem eine solide finanzielle Grundlage. Außerdem sucht Vinzberg auch Partner und Unterstützung in Russland. Um sein Projekt der Oper Katharina – die deutsche Zarin zu realisieren, gründete Stefan Vinzberg im Jahr 2017 auch eine Stiftung.

Am 22. September d.J. war es dann soweit, Stefan Vinzberg und seine Mitstreiter luden ins Schloss Dornburg/Elbe zur Präsentation der ersten Sequenzen der Oper Katharina – die deutsche Zarin ein. Das in der Mitte des 18. Jahrhunderts nach Plänen des Baumeisters Friedrich Joachim Michael Stengel (1694-1787) errichtete Schloss Dornburg sollte einst der Witwensitz der Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst, der Mutter von Zarin Katharina II. werden. Zudem war Dornburg der Geburtsort des Fürsten Christian August von Anhalt-Zerbst, des Vaters der Zarin. Somit bildete Schloss Dornburg an der Elbe eine gute Wahl, um erste Szenen aus der Oper Katharina – die deutsche Zarin zu präsentieren.

Einführung durch Stefan Vinzberg

Gut 70 Interessierte waren der Einladung von Stefan Vinzberg auf Schloss Dornburg gefolgt. Unter ihnen Andreas Dittmann, Bürgermeister in Zerbst/Anhalt, und seine Kulturamtsleiterin Antje Rohm, Johanna Lüdecke und Annegret Mainzer vom Vorstand des Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V., Egbert Platte und Stefan Schüler vom Vorstand des Stengel- und Heimatvereins Dornburg/Elbe e.V. sowie die im Mai d.J. gewählte Prinzessin von Anhalt-Zerbst alias Friederike Beck. Auch Gäste aus Eutin, Berlin und Potsdam waren angereist. Ein weiterer Gast war Prinz Karl-Emich zu Leiningen, ein Nachfahre der Romanows.

Ein Grußwort des Abends kam vom Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann, der eine Woche zuvor noch am 4. Großen Katharinaball in Moskau teilgenommen hatte und unter diesem Eindruck stehend, davon sprach, dass die Oper Katharina – die deutsche Zarin durchaus ein wichtiges Bindeglied zwischen Deutschland und Russland seien könne und insbesondere für Anhalt eine enorme Chance darstelle.

Im ersten Teil des Abends gab der Komponist und Texter Stefan Vinzberg einige Fakten aus seinem Schaffen preis, so fühlte er sich bereits seit 1991 mehr als Produzent denn als Reproduzent. „Als Sänger singt man meist das, was schon da ist. Es ist auch wichtig, neue Musik zu schaffen“, so Vinzberg. Des Weiteren berichtete er von den „offenen Türen“, auf die er mit seiner Idee in Zerbst/Anhalt traf, obwohl der „große Investor“ fehle. Inspiriert wurde Vinzberg auch durch den noch vorhandenen Ostflügel des Zerbster Schlosses und den Schlosshof, was er als „unglaubliche Kulisse“ für eventuelle künftige Schlossfestspiele bezeichnete.

Musikalischer Leiter udn Chor

Der zweite Teil des Abends war geprägt von der Präsentation einzelner Szenen aus der Oper Katharina – die deutsche Zarin. Szenen, die im Schloss Zerbst, bei Friedrich II. in Berlin und im Sterbezimmer Katharinas II. spielen, wurden gelesen und gesungen. Um diese Szenen dem interessierten Publikum vorzustellen, hatten Stefan Vinzberg und sein musikalischer Leiter, der Dirigent und Opernregisseur Jan Michael Horstmann aus Wuppertal, ausschließlich professionelle und bühnenerfahrene Sänger- und SchauspielerkollegInnen gewinnen können.

Mitwirkende:

Guido Kunze (Bariton, Berlin) – Christian August von Anhalt-Zerbst u. Heinrich von Podewils

Jennifer Riedel (Koloratursopran, Dresden) – Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst

Julia Danz (Lyrischer Sopran,Dresden)- Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst

Kathrin Duschek (Sopran, Dresden) – Friedrich August von Anhalt-Zerbst

Undine Dreißig (Mezzosopran, Magdeburg)- Mamsell Cardel

Anna Erxleben (Sopran, Dresden) – Katharina II. von Russland.

Stefan Vinzberg (Tenor, Berlin) – Grigori A. Potjomkin u. Hans G. Wenzeslaus vonKnobelsdorff

Joachim Assböck (Schauspieler, Berlin) – Friedrich II. von Preußen

Jan Michael, Horstmann (Dirigent, Regisseur,Wuppertal)- musikalische Leitung u. Marschall Graf Heinrich IX. v. Reuß-Köstritz

Mitglieder des Extrachores der Oper Halle (Organisation Astrid Weiske)

gesungenes Familientreffen im Schloss Zerbst, 1743

Die kraftvollen und teilweise fast düsteren Anfangstöne der Ouvertüre ließen gleich zu Anfang erahnen, dass hier ein sehr konfliktgeladener Stoff musikalisch umgesetzt wird. Die gesungenen Szenen im Schloss Zerbst 1743, in denen sich die Zerbster Fürstenfamilie trifft, bringen durch Text und Musik sehr deutlich zum Ausdruck, dass die Zerbster Fürstin Johann Elisabeth stets ihre Söhne bevorzugte und ihre Tochter Sophie, die spätere Zarin, sich  zurückgesetzt fühlte. „Nie hast du mich zu Bett gebracht, nie ein Gedicht gelesen ..- der Grund dafür blieb mir stets verborgen… .“, beklagt sich Sophie. Ihr Kindermädchen Cardel mahnt die junge Zerbster Prinzessin stets zu „Sanftmut und Demut“, woraufhin diese mit der Frage „ Wie überwindet man die Natur?“ pariert.

gesungener Wortwechsel zwischen Sophie und ihrer Mutter

Die Szenen mit Preußenkönig wurden ausschließlich gesprochen. In seinen möglichen Texten, die Vinzberg zufolge die Chance haben, in der Endfassung der Oper wegzufallen, gekürzt oder vertont zu werden, zeigen sehr deutlich, wie der Preußenkönig über die Zerbster Fürstin Johanna Elisabeth dachte, nennt sie unverblümt eine „ehrgeizige Zicke“ und „putzsüchtiges Weib“.

Das Finale der Oper Katharina – die deutsche Zarin gipfelt in einem Duett von Katharina II. und ihrer großen Liebe Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, der jedoch schon fünf Jahre vor ihr starb. Doch mit dem Recht auf künstlerische Freiheit bringt Vinzberg in seiner Schlussszene Katharina II. und Potjomkin an ihrem Sterbetag noch einmal zusammen. „Die Masken fallen im Novembernebel …“ singen beide und entrücken zusehends der realen Welt. „Jetzt bleibst du hier, ich schicke dich nicht mehr fort“ – mit diesen Worten entschläft die große Zarin in der Gewissheit, nun ihrer Lebensliebe nah zu sein. Im Vorfeld hatte Stefan Vinzebrg bekannt, dass diese finale Szene, die er als „Wahnsinnsszene“ in aller Zweideutigkeit des Wortes bezeichnete, der Teil der Oper war, den er zuerst bearbeitete.

Schlussszene Duett Katharina und Potjomkin

Nicht nur der Urheber der Oper Katharina – die deutsche ZarinStefan Vinzberg – auch alle Mitwirkenden erfuhren an diesem Abend im Dornburger Schloss langanhaltenden Beifall, sofortige Bravo-Rufe und standing ovation.

Nach dieser ersten Präsentation, so Vinzberg, sei geplant, diese Szenen mit orchestraler Begleitung einzuspielen., jedoch sei man dabei auch auf Sponsoren angewiesen.

https://www.stiftung-vinzberg.berlin/

Musik verbinde die Menschen, Musik bringe auch Frieden – mit diesen Worte verabschiedete Stefan Vinzberg seine Gäste und gab gleichzeitig einen hoffnungsvollen Ausblick, dass zurzeit die Chancen nicht schlecht stünden, im Schloss Dornburg eine hochschulmusikalische Ausbildungsstätte zu etablieren, was auch Wolfgang Keilholz, einer der neuen Besitzer von Schloss Dornburg, in seinen Begrüßungsworten anklingen ließ.

Zerbst, 23. September 2018