Schöpfer des Zerbster Katharina-Denkmals- Michail Perejaslawez- wurde 70

Schöpfer des Zerbster Katharina-Denkmals – Michail Perejaslawez – wurde 70

Tatyana Nindel, Annegret Mainzer, Zerbst

Am 9. Juli jährte sich zum neunten Mal der Tag der Enthüllung und Weihe des Zerbster Denkmals für Katharina die Große, eine geborene Prinzessin von Anhalt-Zerbst. Es ist zwar kein rundes Jubiläum, aber ein willkommener Anlass für den seit 1992 agierenden Internationalen Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. dieser Tage darauf aufmerksam zu machen, dass der aus Moskau stammende Bildhauer Professor Michail Perejaslawez, der das Katharina-Denkmal für Zerbst geschaffen hatte, am 30. März diesen Jahres seinen 70. Geburtstag beging.

Die Kontakte zwischen dem Katharinaverein und Michail Perejaslawez, initiiert und gefördert von Wladimir Teslenko, Vereinsgründer und Ehrenmitglied, reichen bis in die Mitte der 90er Jahre zurück.

Bereits 1995 hatte Perejaslawez eine Figur für die Sammlung Katharina II. auf der Zerbster Schlossfreiheit angefertigt. Zudem präsentierte er im darauffolgenden Jahr sein Modell für ein Katharina-Denkmal in Zerbst. Heftige Diskussionen füllten seinerzeit die Seiten der Zerbster Presse, das Aussehen und den Standort eines solchen Denkmals betreffend. Schlussendlich fügte sich alles zu einem guten Ende und alle Schwierigkeiten überwindend, wurde das von Michail Perejaslawez im Detail sehr filigran gearbeitete Denkmal für Katharina die Große am 9. Juli 2010 feierlich enthüllt und geweiht, begleitet von einem großen Medieninteresse, besonders von russischer Seite.

M. Perejaslawez zur Denkmalweihe in Zerbst

Michail Perejaslawez und sein Vater, der inzwischen 2018 verstorbene Maler Wladimir Perejaslawez, waren ebenfalls am Tag der Enthüllung in Zerbst zugegen. Michail Perejaslawez wurde zum Ehrenmitglied des Katharinavereins ernannt.

M. Perejaslawez trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Zerbst ein

Einen großen Anteil daran, dass der Katharinaverein das Denkmalprojekt zu Ende führen konnte hatten seine Ehrenmitglieder – Wladimir Teslenko und Uwe Tschackert.

Ungeachtet seines Alters steht Professor Michail Perejaslawez noch voll im beruflichen Leben. Aktiv arbeitet er im Künstlerkollegium des Moskauer Studios der Militärkünstler namens Grekow, das dem russischen Verteidigungsministerium unterstellt ist und dessen künstlerische Leitung Perejaslawez in den Jahren 2008/2009 innehatte. Außerdem lehrt er an der Moskauer Kunstakademie namens Surikow.

Werke aus dem Atelier des mehrfach ausgezeichneten Bildhauers Michail Perejaslawez sind nicht nur in Zerbst und in den Metropolen Moskau und Sankt Petersburg zu sehen, auch in Irkutsk, Nowosibirsk, Tobolsk und Sewastopol.

Stolz machte den Künstler auch, dass er in den 90er Jahren beauftragt wurde, das Relief „Die Salbung Salomos zum König“ für die seinerzeit sich im Wiederaufbau befindliche Christ-Erlöserkirche in Moskau anzufertigen, die zu Sowjetzeiten abgerissen und an deren Stelle das Freibad „Moskwa“ gebaut wurde.

Im April diesen Jahres wurde in Jaroslawl im dortigen Museum für moderne Kunst eine Personalausstellung mit Werken von Perejaslawez eröffnet – ein weiteres Zeichen dafür, dass der Künstler nicht den Ruhestand, sondern eher den Unruhestand bevorzugt.

Der inzwischen in Zerbst nicht unbekannte Bildhauer Yaroslaw Borodin, ebenfalls Mitglied im Katharinaverein, reiste im Frühjahr nach Moskau und überbrachte dem Jubilar Michail Perejaslawez im Namen aller Vereinsmitglieder die herzlichsten Glückwünsche sowie eine Fotocollage zum Thema „M. Perejaslawez und die Katharinafreunde in Zerbst“.

M. Perejaslawez und J. Borodin in Moskau

Rückblickend meinte Michail Perejaslawez, dass der Tag der Weihe des Katharina-Denkmals in Zerbst wohl zu den beeindruckendsten Tagen seines Lebens zähle und für ihn unvergesslich sei.

Im kommenden Jahr steht das Katharina-Denkmal zehn Jahre im Zerbster Schlossgarten. Bereits dieser Tage machen sich die Vorstandsmitglieder des Katharinavereins Gedanken darüber, in welcher Form dieses Jubiläum würdig begangen werden kann.

Zerbst, 10.07.2019

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