Ehrenmitglieder des Zerbster Katharinavereins initiieren Ausstellungen in Berlin

Ehrenmitglieder des Zerbster Katharinavereins initiieren Ausstellungen in Berlin

Annegret Mainzer, Zerbst

Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin und die Stadt Zerbst/Anhalt verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Bereits des Öfteren konnten international agierende gemeinnützige Zerbster Vereine wie der Internationale Förderverein „Katharina II.“ Zerbst e.V. und der Förderverein Schloss Zerbst e.V. im Russischen Haus verschiedene Ausstellungen präsentieren, die u.a. dem Leben und Wirken von Zarin Katharina II., einer geborenen Prinzessin von Anhalt-Zerbst, sowie der Zerbster Stadt -und Schlossgeschichte gewidmet waren.

Selbstverständlich nahm 27. Februar d. J. auch eine Zerbster Delegation an der Eröffnung der Ausstellung Berührung mit Malerei des Künstlers Irik Musin und der Ausstellung Katharina II. und Fürst Nikolai Jusupow im Berliner Russischen Haus teil. Aus Zerbst/Anhalt angereist waren Bürgermeister Andreas Dittmann, Stadtrat Detlef Friedrich und Annegret Mainzer, Vorstandsmitglied des Internationale Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V.. Zudem wurde die Ausstellung mit Werken von Irik Musin initiiert vom Zerbster Bürger Wladimir Teslenko, Gründer und Ehrenmitglied des Internationale Fördervereins „Katharina II.“ Zerbst e.V. und die zweite Ausstellung von Yurij Korolkov, ebenfalls Ehrenmitglied des Katharinavereins. So lässt sich die starke Zerbster Präsenz an diesem Abend in Berlin erklären.

                  

Zahlreich waren die Grußworte auf dieser „doppelten“ Vernissage. Pawel Iswolskij, Direktor des gastgebenden Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur in Berlin begrüßte die Gäste und die Kulturstaatssekretärin Tatarstans Lilija Mawrina betonte: „Wir sind stolz auf unseren Landsmann Irik Musin, der bei uns in Tatarstan seine professionelle Ausbildung erhielt.“ Weiterhin führte sie aus, der Name bestimme das Schicksal des Menschen und in der tatarischen Sprache bedeute Irik – Freiheit, der Wille, was sich auch in seinen Werken widerspiegele.

Fürst Jussupow in historischem Gewand alias Yurij Korolkov verwies in seinem Grußwort auf das bevorstehende 100-jährige Jubiläum des Anwesens Archangelskoje, wo Fürst Nikolai Borissowitsch Jussupow u.a. einen Tempel habe errichten lassen, in dessen Innerem eine Marmorstatue Katharina II. als Göttin der Gerechtigkeit darstellt. „Viele Menschen haben Katharina II. groß gemacht, Fürst Jussupow war einer von ihnen“, so Korolkov.

Fürst Jussupow alias Yurij Korolkov

Ein Grußwort sprach neben den Initiatoren auch der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann, der in unseren Tagen, in denen „unterkühlte“ Beziehungen zwischen Russland und Deutschland herrschen, dem kulturellen Austausch eine besondere Bedeutung beimisst.

Grußwort des Zerbster Bürgermeisters

Im Anschluss an den Grußwortmarathon enthüllte der Künstler Irik Musin gemeinsam mit Wladimir Teslenko und Eduard von Anhalt, sein Porträt Der junge Luther. Zuvor hatte Wladimir Teslenko berichtet, dass er zusammen mit Irik Musin nach Lutherstadt-Wittenberg gefahren sei, um dort auf Luthers Spuren zu wandeln. Dabei stellten sie fest, es gibt bereits zahlreiche Porträts von Martin Luther im gesetzten Alter. Deshalb fiel Musins Entscheidung für Luther in jungen Jahren.

Initiator Wladimir Teslenko

Irik Musins Werke, in deren Mittelpunkt stets Menschen seiner Heimat und verschiedenster Coleur stehen, regten die Besucher zu eifrigen Gesprächen an. Fast pausenlos musste er seine Kataloge signieren und Rede und Antwort stehen und sich unzählige Male ablichten lassen. Aber dieser direkte Kontakt mit den Besuchern bereitete ihm sichtlich Freude.

               

Autorin Annegret Mainzer trifft Irik Musin

Die musikalische Umrahmung des Abends lag in den bewährten Händen von Vladi Corda und Andrei Zvetkov.

Da das Russische Haus in Berlin über eine Vielzahl an Ausstellungsräumen verfügt, nutzten die Besucher auch die Möglichkeit, die vor Kurzem eröffnete Ausstellung Russland entdecken mit Malerei von Oleg Putnin zu besuchen. Einige seiner sehr realistischen und harmonischen Landschafts -und Naturdarstellungen könnte Oleg Putnin durchaus im Zerbster Schlossgarten gemalt haben, darin waren sich die angereisten Zerbster Annegret Mainzer und Detlef Friedrich sofort einig.

im Gespräch mit Oleg Putnin

Dieser Abend in Berlin zeigte wieder einmal mehr, dass Kunst Ländergrenzen und Sanktionen überwinden kann, dass Kunst Brücken baut, dass Kunst vermag, Menschen verschiedener Herkunft und Muttersprachen zusammenzubringen. Und das ist gut so.

Zerbst, den 28. Februar 2018

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