Baron Leopold von Korff in Nischni Nowgorod

Baron Leopold von Korff in Russland

Im Jahr 1804 wurde im anhaltischen Dessau Baron Leopold Friedrich Kasimir Karl von Korff geboren. Sein Vater Adam Wilhelm Ernst Friedrich Siegismund von Korff (1760- 1813) war in erster Ehe mit Wilhelmine Antoinette von Otterstedt (1772- 1809), einer Hofdame der Gemahlin des preußischen Prinzen Heinrich, vermählt.
In Russland findet sich die Spur von Baron Leopold Friedrich Kasimir Karl von Korff im Jahr 1823, als er im Rang eines Fähnrichs der Quartiermeisterabteilung in der russischen Armee diente. Im Jahr 1834 erfolgte seine Beförderung zum Oberstleutnant, 1849 zum Oberst. Baron von Korff wurde im Jahr 1856 zum Generalmajor befördert. Von 1854- 1856 (a. Qu. 1858) wirkte Baron von Korff als Direktor des 1834 eröffneten Kadettenkorps in Nischni Nowgorod. Diese militärische Bildungseinrichtung entstand auf Wunsch von Zar Nikolai I., damit man dort junge Offiziere in der Nähe ihrer Familien heranbilden konnte. Solche Kadettenkorps wurden auch in Polzk, Poltawa, Tula, Tambow und Jelisawetagrad eingerichtet und finanziell vom Adel des jeweiligen Gouvernements getragen.11
In St. Petersburg heiratete Baron von Korff im Jahr 1836 Gräfin Maria Pawlowna Golenischtschewa- Kutusowa (1808- 1878), eine Hofdame der Zarin. Die Baronin von Korff entstammte einer sehr angesehenen und vermögenden russischen Adelsfamilie, so spendete sie u.a. für den Bau einer Kirche im 250 Werst (Anm.: 1 Werst= 1066, 78 m) von St. Petersburg gelegenen Ort Gwosda 250 000 Ziegelsteine, große Mengen Bauholz und eine nicht unbeträchtliche Summe Geld.
1858 verstarb Baron Leopold Friedrich Kasimir Karl von Korff in St. Petersburg, wo er auf dem lutherischen Friedhof Wolkowo beigesetzt wurde.
Seiner Ehe entstammten sieben Kinder. Sein ältester Sohn Pawel (1837- 1913) war Wirklicher Staatsrat und Mitglied des Staatsrates. Sein 1845 geborener Sohn Nikolai war ebenfalls Staatsrat und Kammerherr.
Baron von Korffs um ein Jahr jüngerer Bruder Alexander Friedrich Johann (1803- 1846), der von 1817- 1822 die Schulbank in Zarskoje Selo drückte, stand ebenfalls in russischen Diensten, zunächst als Fähnrich und bis 1834 als Stabskapitän. Ab dem Sommer 1835 arbeitete er in der Kanzlei des Generalgouvernements Neurussland, 1837 wurde er Kammerjunker bei Hofe. Im Juli 1842 übernahm er die Leitung der Domänenkammer in Nowgorod. 1846 verstarb er in Russland. Auch bei der Familie der Barone von Korff zeigte sich, dass die Deutschen, die im Dienst der russischen Krone standen, meist darauf bedacht waren, Ehepartner innerhalb der deutschen Diaspora zu suchen. So heiratete Elisabeth von Korff (1812- 1892), die Halbschwester von Baron Leopold Friedrich Kasimir Karl von Korff, 1844 in St. Petersburg den Kollegienrat Andreas Köhler (1798- 1841) und sein Halbbruder Fedor von Korff (1813- 1853) Sofia Köhler (1810- 1863).

Quellen:
1.Erik Amburger Datenbank (online)
2. Род баронов von Korff http://ysadba.rider.comua/rod_18.html 16.11.2011
3. Nischegorodkii grafa Araktschejewa kadetskii korpus http://www.ruscadet.ru/history 15.11.2011
4. http://www.countryside.spb.ru 16.11.2011
5. dic.academic.ru 10.03.2013

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