Ein Jurist aus Anhalt – Köthen in Dorpat

Karl August Wilhelm Schröter – Ein Jurist aus Anhalt in Dorpat

Auch ein Jurist aus Anhalt lehrte an der Dorpater Universität. Die Rede ist von Karl August Wilhelm Schröter, der am 05. Mai 1789 in Köthen geboren wurde. Schröter erhielt seine Schulbildung in Köthen und an der Klosterschule in Zerbst. Von 1806- 1812 studierte Schröter Kameralwissenschaften, Philologie und Rechtsgelehrtheit an der Universität Leipzig, wo er 1812 promovierte. Zunächst war er Privatdozent an der Universität Leipzig. Das Historische Vorlesungsverzeichnis der Universität Leipzig belegt, dass Schröter vom Wintersemester 1815 bis zum Wintersemester 1818 dort Vorlesungen hielt. Im Jahr 1820 erfolgte seine Berufung nach Dorpat. Dort lehrte er zunächst est- und finnländisches Provinzialrecht. Von 1820 – 1821 hatte Schröter den Lehrstuhl für Kriminalrecht, Kriminalprozess, Rechtsgeschichte und juristische Literatur inne. Am 01. Juli 1821 erfolgte auf eigenen Wunsch seine Entlassung, vermutlich aus gesundheitlichen Gründen, da er bereits am 29. Juli des selbigen Jahres verstarb.

Quellen:
1.Recke, J. F. v., Napiersky, H.E., Beise, Th.: Allgemeines Schriftsteller- und Gelehrten-Lexikon der
Provinzen Livland, Esthland, Kurland, B.2, Mitau, 1829; S.127
2.Recke, J. F. v., Napiersky, H.E., Beise, Th.: Allgemeines Schriftsteller- und Gelehrten-Lexikon der
Provinzen Livland, Esthland, Kurland, B.4, Mitau, 1832; S. 127
3.Sluts- Sootak, M.: Der lange Beginn einer geordneten Juristenausbildung an der deutschen Universität zu
Dorpat (1802- 18939)
in: Pokrovac, Z. (Hg.): Juristenausbildung in Osteuropa bis zum 1. Weltkrieg, Frankfurt/ M.,2007,
S. 386- 391
4. Silnizki, M.: Geschichte des gelehrten Rechts in Russland. Jurisprudencija an den Universitäten des Russischen
Reiches 1700- 1835, Frankfurt/ M., 1997, S. 220
5. Erik Amburger Datenbank Ausländer im vorrevolutionären Russland (EAD) (online)
6.Die Kaiserliche Universität zu Dorpat. Fünfundzwanzig Jahre nach ihrer Gründung, Dorpat, 1827, S. 28
7.Eckstein, F.A.. Nomenclator philologorum, Leipzig, 1871, S. 520

 

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